Neue Gadgets: Mütze pumpt Musik durch die Schädeldecke

Mit dieser Kopfbedeckung kann man Musik hören - doch die Ohren bleiben frei. Außerdem in der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com: eine Designer-Festplatte und eine Sportuhr, die vieles besser machen soll als die Modelle der Konkurrenz.

Cynaps: Baseballkappe mit Knochenschall-Headset Zur Großansicht
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Cynaps: Baseballkappe mit Knochenschall-Headset

Cynaps ist eine Baseballkappe, die Wetterschutz mit Musikgenuss kombiniert - und dabei die Ohren freilässt. Bluetooth-Komponenten, Knochenschallgeber, Mikrofon und Bedienelemente sind von außen unsichtbar in die Kappe integriert. Die Schallgeber sitzen im Saum und leiten den Klang von Smartphone, MP3-Player oder Rechner über den Schädelknochen an das Innenohr weiter. An der Unterseite des Schirms sind Mikrofon und Bedienelemente untergebracht.

Mit Cynaps bleiben die Ohren frei, so dass man zum Beispiel mit gutem Gefühl Rad fahren kann. Es gibt keine Kabel, kein Gefummel nach der Fernbedienung, um die Lautstärke zu ändern, ein neues Lied auszuwählen oder einen Anruf anzunehmen. Bei der Cynaps reicht ein fast automatischer Griff an den Schirm der Kappe, um das Headset zu bedienen.

Die Schallgeber der Cynaps befinden sich nicht vor den Ohren, sondern dahinter. Dort, wo in der Regel auch die Schallgeber von Hörgeräten ihren Platz haben. Ob sich das auf die Klangqualität auswirkt?

Technische Daten der Baseballkappe:

  • Akku: 1.000 mAh. Betriebsdauer: 6 bis 10 Stunden
  • Standby-Dauer: über 30 Tage
  • Ladedauer: 3 bis 4 Stunden
  • Mikrofon: Empfindlichkeit -36 bis -46dB, Frequenzspektrum: 100 bis 10.000 Hz
  • Schallgeber: Frequenzspektrum: 300 bis 19.000 Hz
Die Fernbedienung im Schirm könnte etwas flacher ausfallen, im Moment macht sie noch eine unschöne Beule, aber insgesamt wirkt das Konzept ziemlich genial, wenn die Klangqualität stimmt. Nur wird man womöglich noch eher für verwirrt gehalten, wenn man über das Cynaps Headset in der Öffentlichkeit telefoniert - schließlich bleiben beide Ohren frei, man sieht von außen keine Technik.

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sammeln die Entwickler das nötige Kapital für eine Serienproduktion. Für 50 Dollar erhält man ein Do-it-yourself-Set, um seine Lieblingskappe in rund 10 Minuten in eine Cynaps-Kappe umzurüsten. 10 Dollar mehr, und es gibt eine Original Cynaps Baseballkappe, in der alles bereits fertig installiert ist. Bislang sind noch keine zehn Prozent der benötigten 20.000 US-Dollar zusammengekommen, allerdings läuft die Finanzierungsfrist noch bis zum 2. Februar 2013.

(Frank Müller via Geeky Gadgets )

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LaCie Blade Runner: Diese Festplatte sieht scharf aus

LaCie Blade Runner: Festplatte im scharfen Design Zur Großansicht
LaCie

LaCie Blade Runner: Festplatte im scharfen Design

Designer Philippe Starck hat schon viele aufsehenerregende Produkte entworfen, eines seiner größten und neuesten Projekte war die Yacht für Steve Jobs. Die externe Festplatte Blade Runner für LaCie ist zwar deutlich kleiner, aber nicht weniger außergewöhnlich. Für LaCie entwirft Starck schon seit zwanzig Jahren externe Festplatten, aber so ungewöhnlich wie diese sah wohl noch keine aus.

Jede Einheit der Blade Runner soll eine Spezialanfertigung sein, die Auflage ist auf 9.999 Stück limitiert. Angesichts dieser Tatsache und des einzigartigen Designs ist der Preis von 244,99 Euro für die 4-TB-Festplatte mit USB-3.0-Anschluss gar nicht mal so hoch. Immerhin erhält man eine wirklich durchdachte externe Festplatte mit einem stabilen Aluminiumgehäuse. Dessen Lamellen sollen wie Kühlrippen wirken und eine effiziente Luftzirkulation und Wärmeabfuhr gewährleisten.

Der LED-Netzschalter in Form von Starcks Signatur - eines Pluszeichens - leuchtet bei Betrieb der Festplatte orange und im Standby-Modus grün. Wie von LaCie gewohnt, gehört ein Jahr kostenloser Wuala Cloud-Speicher mit zur externen Festplatte, bei der Blade Runner sind das 10 GB. (Frank Müller)

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Leikr GPS Sportswatch: Ex-Nokia-Ingenieure entwickeln Sportler-Uhr

Leikr GPS Sportswatch: Die Uhr will vieles anders und besser machen Zur Großansicht
Leikr

Leikr GPS Sportswatch: Die Uhr will vieles anders und besser machen

Nichts weniger als die beste Smartwatch für Sportler will die Leikr-Uhr sein, die auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter um Unterstützer wirbt. Hinter dem Projekt stehen fünf ehemalige Nokia-Ingenieure.

Das Timing ist geschickt gewählt: Smartwatches sind generell ein großer Trend, und jetzt beginnt die Zeit, in der sich viele Freizeitsportler Gedanken um die neue Saison machen - ganz abgesehen von all den guten Vorsätzen vom Jahreswechsel. Leikr aber will nicht nur die Hobbyisten, sondern idealerweise auch die Profis begeistern.

An verschiedenen Punkten will es die Leikr es anders und besser machen. Eine Problemstelle mancher moderner Sportuhren ist beispielsweise die GPS-Ortung. Sie muss schnell und zuverlässig funktionieren. Schließlich werden anhand dieser Daten viele weitere Daten ermittelt - und nur dann hat man Ergebnisse, die man wiederum abspeichern und auswerten kann. Die Leikr soll dank einer mitgelieferten GPS-Datenbank und einer optimierten Empfangsantenne besser funktionieren als die Konkurrenz. Was an solchen Versprechen dran ist, kann man ohne Test aber nicht beurteilen.

Außerdem haben die Macher beim Design nach eigenen Aussagen darauf geachtet, dass die Uhr möglichst schlank ist, das Display groß und gut ablesbar und die Benutzerführung sinnvoll. Offenbar kommt die Uhr bei der Zielgruppe gut an: Von den erhofften 250.000 US-Dollar Vorfinanzierung via Kickstarter sind bereits über 100.000 US-Dollar reingekommen, und noch bleiben mehr als drei Wochen Zeit.

Einige Eckdaten auf einen Blick:

  • Mehrfarbiges 2-Zoll-Display mit 320 x 240 px Auflösung. Bruchfestes Gorilla-Glas.
  • Sechs Werte lassen sich auf dem Display gleichzeitig darstellen.
  • Maße: 57,2 x 40,4 x 10,7 mm
  • Gewicht: 55 g
  • Speicher: 8 GB
  • OpenStreetMap als Kartenmaterial vorinstalliert
  • Akkulaufzeit: 6 Stunden bei durchgehender GPS-Nutzung
  • Eingebautes Wi-Fi für den Datenabgleich
  • Workout-Pläne lassen sich aus dem Netz herunterladen
  • Verbindung zu Pulsgurten und andere Zubehör via Bluetooth und ANT+

Darüber hinaus versprechen die Macher, über Software-Updates weitere Funktionen zu ermöglichen. So ist beispielsweise in der Uhr ein Beschleunigungssensor vorgesehen, der aber noch nicht genutzt wird.

Wer das Kickstarter-Projekt jetzt unterstützt, dem wird ein Modell für rund 225 Euro inklusive Versand versprochen. Die Auslieferung soll im Juni 2013 beginnen.

(Jan Tißler)

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insgesamt 3 Beiträge
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1. wenns funktioniert...
Rabies 13.01.2013
Also wenn die Cap richtigen Sound abgibt, dann sollte man die für Fitness-Sportler bewerben und wär ne geile Idee würd ich mir sofort kaufen... Problem ist das man nicht weiss wie der Klang ist...
2. Cap
martinschwutke 13.01.2013
Bei dem angegebenen Frequenzumfang im Bassbereich ab 300 Hz dürfte sich das ganze ziemlich scheusslich anhören - ohne Bass eben.
3.
aga100 14.01.2013
Zitat von martinschwutkeBei dem angegebenen Frequenzumfang im Bassbereich ab 300 Hz dürfte sich das ganze ziemlich scheusslich anhören - ohne Bass eben.
Nur per Knochenleitung dürften brillante Höhen aber auch fehlen. Einfach mal die Ohren zuhalten und summen bzw. singen - dann weiß man in etwa, wie es klingen dürfte :).
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