Neue Gadgets Dieses Musikinstrument versetzt Sie zurück in die Achtziger

Den 8-Bit-Sound alter Videospiele kann man mit diesem kleinen Gerät ganz leicht erzeugen. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: ein erstaunlich vielfältiges Spielzeug und ein revolutionärer Rucksack.


  Lo-Fi SES: Das Musikinstrument für Chiptunes-Liebhaber
Assorted Wires

Lo-Fi SES: Das Musikinstrument für Chiptunes-Liebhaber

Das 8-Bit-Piepen nostalgischer Arcade-, Computer- und Videospiele ist wohl vielen bestens bekannt. Die Klänge früherer Tage erzeugen auch heutzutage noch sehr viel Charme, vor allem bei Soundtracks legendärer Games. Und es gibt nach wie vor Musiker, die sich an den technischen Limitierungen von damals versuchen, um so nostalgisch anmutende Töne zu erzeugen. Mit dem Lo-Fi SES soll dies bald schon zu einer Leichtigkeit werden. Denn es handelt sich hierbei um ein elektronisches Instrument, das genau diese "Geräusche" erzeugen kann.

Der Schöpfer modifizierte offenbar einen Arduino-Controller in vielerlei Hinsicht, um ein eigenständiges Gerät zu erschaffen. Herausgekommen ist Lo-Fi SES, ein Instrument mit etlichen Tasten. Beim Betätigen dieser entstehen Klänge, die miteinander kombiniert werden können. Und so spielt man auf Wunsch ganze Songs, die auch direkt im Lo-Fi SES gespeichert werden dürfen. Über eine USB-Verbindung zum PC überträgt man seine Werke zum Rechner, um sie dort weiter zu verwenden. Dank Kopfhörer-Anschluss kann man jederzeit und überall in aller Ruhe musizieren.

Cartridges wie in den Achtzigern

Lo-Fi SES ist eine eigenständige Lösung, die mit sechs AA-Batterien betrieben wird. Einige LEDs zeigen, welche Tasten man gerade betätigt. Und durch die Schnittstelle zu einem Rechner und der Kompatibilität zu Arduino sind weitere Optionen denkbar. Beispielsweise belegt man die Buttons mit neuen Tönen.

Kurioser sind die sogenannten Cartridges, mit denen man Lo-Fi SES erweitern kann. Ähnlich wie bei den Spielemaschinen der 1980er- und 1990er Jahre steckt man hierzu Module in einen vorgesehenen Slot, um einen USB-Anschluss zu ermöglichen oder der Hardware neue Töne zu entlocken. Es soll also Musikfreunden leicht gemacht werden, vor allem, wenn sie nicht selbst programmieren möchten.

Bedauerlich ist dennoch, dass offenbar auf ein stabiles Gehäuse verzichtet wird, man also die Platine in der Hand hält. Das ist nicht gerade komfortabel. Andererseits kann man sich schon für unter umgerechnet 40 Euro ein Exemplar des Gadgets sichern. Bei Kickstarter wurde die anvisierte Summe von 5000 US-Dollar bereits überschritten. Mit etwas Glück erscheint Lo-Fi SES im April 2014.

(Sven Wernicke)

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Wolffepack: Der Rucksack neu erfunden

Wolffepack: Messenger Bag und Rucksack in einem

Wolffepack: Messenger Bag und Rucksack in einem

Wolffepack ist ein Rucksack mit eine revolutionär neuen Befestigung. Er soll die Vorteile eines Messenger Bags und eines Rucksacks miteinander kombinieren.

Wenn sich das Gewicht auf beide Schultern verteilt, beugt das Haltungsschäden durch die einseitige Belastung vor und ist einfach bequemer. Andererseits muss man einen Rucksack umständlich absetzen, wenn man an schnell an den Inhalt will, in einen vollbesetzten Aufzug steigt oder sich in der U-Bahn setzen möchte. Dieser Wechsel soll mit der neuen Konstruktion ganz einfach gehen, wie das Video zeigt:

Gerade für Berufspendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln könnte diese Tasche wirklich interessant sein. Zum einen freut man sich, wenn das Gewicht von Laptop und Akten während des täglichen Weges schön gleichmäßig auf beide Schultern verteilt wird. Zum anderen ist es wirklich nervig, den Rucksack ständig auf- und absetzen zu müssen. Wenn das mit Wolffepack wirklich so einfach geht, ist das schon eine praktische Sache. Auch der Rucksack als solcher soll sehr hochwertig und durchdacht sein. Zwei gepolsterte Taschen nehmen Laptop und Tablet auf, es gibt Fächer und Einteilungen für jede Menge Kleinkram. Den Rucksack gibt es in verschiedenen Modellen.

Die Kickstarter-Finanzierung läuft noch bis zum 30. November 2014. Inklusive Versand werden für einen Wolffepack-Rucksack umgerechnet rund 128 Euro fällig. (Frank Müller)

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Fizzly: Leuchtender Motion-Tracker für Freizeit, Spiel und Spaß

Fizzly: Beispielsweise am Skateboard oder an den Schuhen zu befestigen
Fizzly

Fizzly: Beispielsweise am Skateboard oder an den Schuhen zu befestigen

Fizzly ist ein recht kleines Gerät, das man vielfältig verwenden kann. das Gadget lässt sich an beliebigen Orten befestigen, am Skateboard und an den Schuhen zum Beispiel. Vielleicht sogar im Tennis- oder Fußball? Wie wäre es mit einem Schlüsselanhänger mit Auffindfunktion? Es gibt viele Verwendungen.

Denn Fizzly verfügt über Bewegungssensoren, eine farbig leuchtende LED und ein Bluetooth Low Energy (BLE)-Modul, über das es Verbindung zum Smartphone oder Tablet aufbaut.

Letztlich möchte man mit Fizzly eine neue Art des Spielens ermöglichen, die wohl Richtung Gamification des Alltags geht. Wer möchte, zählt seine Schritte beim Tanzen, nutzt den Winzling als Fernauslöser für die Smartphone-Kamera oder gar als simple Alarmanlage für die Wohnung. Den integrierten Akku lädt man via USB auf, bei Nichtgebrauch hält dieser ein Jahr. Wer Fizzly häufig verwendet und auch die RGB-LED und den integrierten Buzzer einsetzt, muss das Ding häufiger an die Streckdose - logo.

Die Macher bieten eine offene API für Entwickler an, so dass Programmierer ihre eigenen Apps und Anwendungen für Fizzly erstellen können. Von Anfang an stehen aber auch bereits diverse Anwendungen für iOS und Android zur Verfügung, um so einen Einblick in die Möglichkeiten zu erhalten. Komplexere Funktionen wären ebenfalls denkbar, beispielsweise durch die Verwendung mehrerer miteinander gekoppelter Fizzly-Exemplare.

Auch Fizzly möchte erst einmal finanziert werden, bevor die Verantwortlichen mit der Herstellung des finalen Produktes beginnen. Sollte das Crowdfunding auf Kickstarter klappen, soll der Standardpreis soll später bei 60 Dollar liegen. Im April 2015 soll eventuell mit der Auslieferung begonnen werden. (Sven Wernicke)

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