Gear 360 Samsung plant offenbar Lowcost-VR-Kamera

Berichten zufolge will Samsung eine Virtual-Reality-Kamera vorstellen, die viel billiger ist als bisherige Modelle. Der Haken: Vorerst wird sie nur mit dem neuen Galaxy-S7-Smartphone laufen - über das auch schon viel bekannt ist.

Samsung

In drei Wochen beginnt in Barcelona der Mobile World Congress, die wichtigste Handymesse des Jahres. Wieder einmal wird Samsung die Gelegenheit nutzen, um seine neuen Flaggschiff-Smartphones vorzustellen, dieses Mal werden sie Galaxy S7 und S7 Edge heißen. Zusätzlich aber werde es etwas gänzlich Neues zu sehen geben, berichtet das meist gut informierte Techblog "Sammobile". Neben den Handys werde eine neue Virtual-Reality-Kamera der Star sein, die Gear 360.

Samsung adressiert damit das Kernproblem, das der jungen VR-Branche zu schaffen macht: Inhalte. Denn Inhalte sind, woran es der virtuellen Realität noch fehlt. Einige Spiele gibt es, manche nützliche Apps, ein paar VR-Filme. Wer sich mit dem Thema intensiv beschäftigt, ist aber schnell durch damit. Eine günstige VR-Kamera könnte das zumindest im privaten und Hobby-Bereich ändern. Zwar gibt es noch keine Preisangaben für das Samsung-Gerät, mit Blick auf die technischen Daten dürfte sie aber nicht sonderlich teuer sein.

Dafür wird man gegenüber den bisher gezeigten Geräten einige Abstriche machen müssen. Sowohl Googles als auch Samsungs Kameraprojekte Project Jump und Project Beyond machen ihre Aufnahmen mit 16 kreisförmig angeordneten Kameras. Das neue Modell von Samsung hingegen wird angeblich mit nur zwei Kameras auskommen, die jeweils einen 180 Grad breiten Sichtbereich abdecken. Eine perfekte Bildqualität wird damit trotz doppelter Full-HD-Auflösung nicht erreichbar sein.

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Für sich allein wird die neue Kamera offenbar wenig nützen. Vollständig gesteuert werden könne sie nur über eine neue Kontroll-App, berichtet "Sammobile". Die wiederum könnte es eventuell nur für das neue Galaxy S7 geben. Tatsächlich wäre es keine ungewöhnliche Idee, ein neues Produkt an ein anderes zu binden, um den Verkauf anzukurbeln.

Über das neue Samsung-Flaggschiff, das Galaxy S7, scheint derweil schon so ziemlich alles Wichtige bekannt zu sein. Seit Wochen liefern sich Technikblogs ein Wettrennen darum, wer mehr über das offenbar gar nicht gut geheim gehaltene Samsung-Smartphone in Erfahrung bringen kann. Der Blogger Even Blass zeigt sogar schon Fotos, auf denen das Galaxy S7 und das S7 Edge zu sehen sein sollen.

Demnach wird das S7 einen 5,2 Zoll großen Bildschirm haben, während das S7 Edge - mit abgerundeter Bildschirmkante - 5,5 Zoll messen soll. Die Auflösung steht wie bei S6 und S6 Edge bei 2560 mal 1440 Pixeln. Eine Besonderheit soll einen Art Always-on-Funktion sein, die Inhalte wie die Uhrzeit und Benachrichtigungen auch im Ruhezustand sichtbar machen soll.

Als Antrieb verwendet Samsung je nach Land unterschiedliche Quadcore- und Octacore-Prozessoren. Der Arbeitsspeicher soll mit vier Gigabyte gut bestückt sein, als Massenspeicher stehen 32 und 64 Gigabyte zur Wahl, die per Speicherkarte erweitert werden können. Eine unerwartete Neuerung ist, dass in den Galaxy-S7-Geräten eine 12-Megapixel-Kamera stecken soll. Bei den aktuellen S6-Smartphones ist es noch ein 16-Megapixel-Modell.

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Wie die neuen Galaxy-Handys wirklich aussehen und was sie tatsächlich können und, ob es die Gear 360 tatsächlich gibt, wird Samsung aber erst am 21. Februar verraten. Am Vorabend des Mobile World Congress veranstaltet der Konzern wieder seine Unpacked genannte Pressekonferenz in Barcelona. Wir sind vor Ort und werden Sie über die Neuheiten informieren.

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mak

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insgesamt 2 Beiträge
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alex2k 02.02.2016
1. Wieso nicht
einfach eine einzige Camera, die von unten auf die Spitze einer reflektierenden Kegel schaut? Dann hätte man ja auch ein 360° Bild.
whocaresbutyou 03.02.2016
2. weil einfach einfach einfach ist...
Zitat von alex2keinfach eine einzige Camera, die von unten auf die Spitze einer reflektierenden Kegel schaut? Dann hätte man ja auch ein 360° Bild.
Das Problem dürften zum Einen die Verzerrungen und zum Anderen die mit dem Blickwinkel abfallende Auflösung sein. Im hoch aufgelösten Mittelpunkt ihres Videos steht das Einzige, was sie garantiert nicht sehen wolle: Die Kamera. An den niedrig auflösenden Rändern spielt sich dann das stark verzerrte Geschehen ab. Um hier eine HD-ähnliche Auflösung zu erzielen, würden sie einen einzigen, extrem hochauflösende Chip benötigen, sowie eine hohe Rechenleistung zur Bildentzerrung. Die Hälfte des Chips würden sie dabei garnicht mal nutzen, das der ja ein rundes Bild einfangen muss. Mit einer Hand voll handelsüblicher 5MP-Chips und einem aktuellen Smartphone kommen sie nicht nur deutlich billiger weg, sondern erhalten auch bei deutlich kleinerem Datenvolumen und wesentlich einfacheren Video-Algorithmen deutlich bessere Bilder.
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