Insider-Gerüchte: Das kleine Retina-iPad kommt als Weihnachtsüberraschung

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Apple-Tablet: Die neuen Minis Fotos
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Zum Jahresende soll es bei Apple noch mal rund gehen. Einem Medienbericht zufolge will der Konzern rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft zwei neue iPad-Modelle vorstellen. Die Geräte sollen Marktanteile vom Android-Lager zurückholen und lang gewünschte Funktionen bieten.

Jetzt also doch: Nachdem sich viele Analysten bisher einig waren, dass ein neues iPad erst 2014 von Apple zu erwarten sei, ändert sich jetzt die Stimmung. Einem Bericht des Finanznachrichtendiensts Bloomberg zufolge wird der Konzern nun doch noch im Herbst neue Tablet-Modelle vorstellen. Sowohl ein neues iPad mini als auch ein großes iPad im 9,7-Zoll-Format seien in Planung. Bloomberg beruft sich auf namentlich nicht genannten Insider.

Demnach sollen die beiden Geräte erst nach dem neuen iPhone präsentiert werden, dessen Vorstellungfür den 10. September erwartet wird. Eine solche Strategie wäre typisch für Apple. Indem die Produkte in einem Abstand von vier bis sechs Wochen nacheinander enthüllt würde, könnte das Unternehmen die mediale Aufmerksamkeit für die jeweiligen Zeiträume auf jeweils ein Produkt fokussieren. So wäre Apple im umsatzstarken Weihnachtsquartal über Monate prominent in den Medien vertreten.

Die Kalifornier könnten ein solches Übermaß an Aufmerksamkeit gut gebrauchen, nachdem der Konzern in diesem Jahr kaum aufregende neue Produkte auf den Markt gebracht hat. Während in Gerüchten immer wieder von einem neuen TV-Produkt von Apple und einem dünnen Notebook mit hochauflösendem Retina-Display die Rede war, bestimmten vor allem die Betriebssysteme iOS 7 und Mac OS X Mavericks Apples Nachrichten. Der Kurs der Apple-Aktie gab stark nach.

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Gerüchte: Das soll das iPhone 5S können

Neue iPhones und iPads wären für Apple eine Möglichkeit, den Trend umzukehren. Finanziell hängt der Erfolg des Unternehmens laut Bloomberg ohnehin von den Mobilgeräten ab. Im zurückliegenden Quartal gingen 70 Prozent des Apple-Umsatzes auf iPhone- und iPad-Verkäufe zurück. Doch die Konkurrenz durch Android-Tablets wird immer stärker.

Mehr Pixel brauchen mehr Power

Mit den neuen Modellen dürfte Apple versuchen, verlorene Marktanteile zurückzuerobern. Vor allem das günstigere iPad mini würde dabei eine wichtige Rolle spielen. Apple-Fans spekulieren seit Monaten über eine modernisierte Variante des 7,9-Zoll-Geräts, die mit einem hochauflösenden Retina-Display bestückt sein soll. Laut Bloomberg soll nun genau so ein Gerät zu Weihnachten in den Handel kommen.

Ein Retina-Display würde allerdings einige technische Änderungen bedingen. So müsste das kleine iPad mit einem schnelleren Prozessor bestückt werden, um die mehrfach höhere Pixelzahl ruckelfrei berechnen zu können. Zudem wäre ein leistungsfähigerer Akku wünschenswert, weil ein Retina-Display eine stärkere Hintergrundbeleuchtung braucht und deshalb mehr Strom verbraucht.

Folie statt Glas

Gleichzeitig soll das 9,7 Zoll große iPad in einer dünneren Version veröffentlicht werden. Eine solche Verschlankung wäre vor allem durch zwei technische Änderungen beim Bildschirm möglich. Ein Tablet-Bildschirm besteht aus mehreren miteinander verbundenen Schichten, von denen die oberste das Deckglas ist. Darunter ist beim iPad 4 der Touchscreen angebracht, der die Bewegungen der Finger auf den Display erkennt.

Dieser Touchscreen ist bisher aus Glas, könnte aber, wie beim aktuellen iPad mini, auch in Form einer viel dünneren Kunststofffolie aufgebracht werden. Dadurch würde das Tablet insgesamt schlanker. Nebenbei würde die Glasfläche dünner, was Reflektionen mindern könnte. Zudem ließe sich eine effektivere Hintergrundbeleuchtung einbauen, die weniger Platz braucht.

Beiden Geräten gemein wäre, dass sie mit iOS 7, der neuen Version von Apples Mobilbetriebssystem ausgeliefert würden, das sein Debüt allerdings bereits mit dem neuen iPhone machen dürfte.

Apple selbst hat sich zu den Gerüchten - wie üblich - nicht geäußert.

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insgesamt 93 Beiträge
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    Seite 1    
1. ipad Mini wellige Oberfläche
Keh 13.08.2013
In der Verwandschaft gibt es ein iPad mini, das ich schon öfters ausprobieren konnte. Dabei ist mir immer eine (teilweise) wellige, unebene Oberfläche negativ aufgefallen. Das ist wohl das Ergebnis, wenn Apple nur Kunststoff und kein Glas als Oberfläche verwendet. Hat eine negative "Nutzererfahrung" zur Folge....
2. Abzocke
wuchtbrumme 13.08.2013
Solange Apple weiterhin geltendes deutsches (europäisches) Recht ignoriert (1 Jahr Gewährleistung) und mit ihrem geschlossen Sytemen die User abzockt kommt mir deren Elektroschrott nicht ins Haus. Ein Ipad ist ganz nett, der Herstllungspreis rechtfertigt aber niemals den Anschaffungspreis.
3. Ganz Ihrer Meinung
ellenbetti 13.08.2013
Zitat von wuchtbrummeSolange Apple weiterhin geltendes deutsches (europäisches) Recht ignoriert (1 Jahr Gewährleistung) und mit ihrem geschlossen Sytemen die User abzockt kommt mir deren Elektroschrott nicht ins Haus. Ein Ipad ist ganz nett, der Herstllungspreis rechtfertigt aber niemals den Anschaffungspreis.
diese riesigen Konzerene leisten sich noch viel mehr. Ich hatte alles von Apple was es gibt. Bin nun geheilt und habe alles verkauft. Nein, meine Kinder bekommen nichts mehr von Apple aber von deren Konkurenz. Apple ? NSA, Ausbeutung, Umweltschädigend, Monopolstellung von der sie noich ein paar Jahre zehren können, inkompatible um andere auszuschließen, Apple Nutzer sind nicht frei ausser mit Apps die Apple natürlich zuläßt oder auch nicht. Sklaven. Ich war selbst einer.
4.
Konstruktor 13.08.2013
Zitat von KehIn der Verwandschaft gibt es ein iPad mini, das ich schon öfters ausprobieren konnte. Dabei ist mir immer eine (teilweise) wellige, unebene Oberfläche negativ aufgefallen. Das ist wohl das Ergebnis, wenn Apple nur Kunststoff und kein Glas als Oberfläche verwendet. Hat eine negative "Nutzererfahrung" zur Folge....
"Wellige Oberfläche"? Bezweifle ich mal – denn auch beim iPad mini ist die *Oberfläche* aus Hartglas, genauso wie beim größeren Modell. (Ich habe das größere und habe das mini bisher nur ein paar mal in der Hand gehabt. Dabei war die Oberfläche aber erwartungsgemäß völlig identisch zum großen). Hier geht es nur um den kapazitiven Touch-Sensor, der in jedem Fall *hinter* dem Deckglas montiert ist und seinerseits entweder noch eine zusätzliche Glasschicht enthalten kann oder eben eine dünnere Folie sein kann. Mit der Oberfläche hat das erst mal überhaupt nichts zu tun. Die ist genau dieselbe.
5. @ wuchtbrumme
Jominator 13.08.2013
Abgesehen davon, daß es kein europäisches Recht gibt, sondern nur Richtlinien, die in nationales Recht umgewandelt werden: Wo ignoriert denn Apple "europäisches Recht"? Auf alle Produkte von Apple gibt es per Gesetz 24 Monate Gewährleistung und Apple gibt zusätzlich 1 Jahr Garantie. Wo ist Ihr Problem?
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