Lowcost-Laptops: Google kündigt neue Chromebooks an

Samsung-Chromebook: 300-Euro Leichtgewicht mit Cloud-Anbindung Zur Großansicht
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Samsung-Chromebook: 300-Euro Leichtgewicht mit Cloud-Anbindung

Google startet den nächsten Versuch, im PC-Markt Fuß zu fassen: Nach den USA und Großbritannien sollen jetzt in sechs weiteren Ländern neue Chrome-OS-Notebooks eingeführt werden, einige davon auch in Deutschland. Marktforscher verkündeten zeitgleich düstere Aussichten für PC-Hersteller.

Hamburg - Google will mehr Marktanteil. Nach der Einführung in den USA und Großbritannien hat der Konzern am Dienstag angekündigt, neue Chromebooks von Acer, HP und Samsung in sechs weiteren Ländern einzuführen. Demnach sollen die Geräte ab sofort in Australien, Kanada, Frankreich, Irland, den Niederlanden und Deutschland eingeführt werden. In einem deutschen Blogeintrag ist allerdings nur von zwei neuen Modellen von Acer und Samsung die Rede, die hierzulande eingeführt werden sollen.

Google jubiliert in seiner Ankündigung über den Erfolg solcher Notebooks mit Chrome-OS-Betriebssystem. In den USA stünde Samsungs Chromebook seit dessen Einführung vor fünf Monaten durchgehend auf Platz 1 der Amazon-Bestseller-Liste für Notebooks, heißt es in deutschen Blogpost. Zudem würden Chromebooks in Großbritannien "mehr als zehn Prozent der Notebook-Verkäufe des größten Elektronikhandels des Landes, Currys PC World", ausmachen.

Konkrete Verkaufszahlen nennt der Konzern aber nicht. Das taiwanische Branchenmagazin "Digitimes" nannte vor wenigen Tagen eine Zahl von weniger als 500.000 verkauften Chromebooks. Zeitgleich veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen IDC einen Bericht, dem zufolge der PC-Markt bis Mitte des Jahres um einen zweistelligen Prozentsatz schrumpfen wird. Allein in den ersten zwei Monaten des Jahres sei der Markt um 7,7 Prozent geschrumpft. Vor allem China sei aufgrund nachlassenden Wachstums für die sinkende Nachfrage verantwortlich.

Abgesehen vom wirtschaftlichen Umfeld wurden Chromebooks von Testern bisher oft aufgrund ihrer engen Anbindung an Googles Cloud-Dienste kritisiert. Waren die ersten Modelle ohne Online-Anbindung noch vollkommen funktionslos, können die Geräte mittlerweile aber viele Aufgaben auch offline ausführen. Trotzdem schränkt Chrome OS die Funktionalität der Rechner gegenüber anderen Betriebssystemen ein. Googles Chromebook Pixel etwa erscheint mit seiner Highend-Hardware deutlich übermotorisiert für die Möglichkeiten der Software.

Die nun eingeführten Chromebooks hingegen zählen eher zu den günstigeren Modellen. Acers C7 etwa soll für 279 Euro zu haben sein, bietet dafür ein 11,6-Zoll-Display und eine Intel-Celeron-Prozessor. Samsungs Chromebook verfügt über einen ebenso großen Bildschirm, basiert aber auf Samsungs eigenem Prozessor Exynos 5250. Mit 1,1 Kilogramm Gewicht bietet es sich besonders für die Nutzung unterwegs an, soll für 299 Euro im Handel zu haben sein.

mak

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insgesamt 15 Beiträge
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1.
citycity 19.03.2013
Das sind Netbooks zum surfen, arbeiten kann mit Chrome OS leider niemand vernünftig. Für alle, die gerne ein MacBook Air hätten, es sich aber nicht leisten können. Schade Google, ein bisschen mehr Innovation würde der Notebook Branche ganz gut tuen im Moment.
2. Ubuntu?
Traumflug 19.03.2013
Eine wesentliche Frage ist doch, ob sich auf solch einem Spar-Laptop auch ein "richtiges" Betriebssystem, wie z.B. Ubuntu installieren lässt. Für mehrere hundert Euro weniger kann man meiner Meinung nach die ein oder zwei Stunden für solch eine Installation durchaus in Kauf nehmen um von der Google-Abhängigkeit los zu kommen.
3. PCs und andere Untote
blurps11 19.03.2013
Der PC stirbt also mal wieder. Na ein Glück, dass uns das "Marktforschungsunternehmen IDC" darauf hinweist, sonst würde es uns völlig überraschend treffen. Die Chrome-OS-Notebooks sind leider tatsächlich ein ziemlicher Rohrkrepierer. Gerade bei mobilem Einsatz müssen sie heute mit Tablets konkurrieren und da ziehen die Dinger in nahezu allen Belangen deutlich den kürzeren, auch in diesem Preissegment. Chrome OS in der jetzigen Form braucht kein Mensch.
4.
dale_gribble 19.03.2013
Diese "billig-Notebooks" verstehe ich irgendwie nicht. Fuer 300 euro kaufe ich mir doch ein gutes gebrauchtes Thinkpad und habe ein Topgeraet mit core2Duo und Magnesiumgehaeuse.
5. lol
Hipster 19.03.2013
Zitat von sysopMarktforscher verkündeten zeitgleich düstere Aussichten für PC-Hersteller.
Die einzig zutreffende Prognose von Marktforschern, an die ich mich erinnern kann, war, als sie im Jahre 2007 das Ende des 2. Weltkrieges in Europa auf den Tag genau vorhergesagt haben. Prognosen bleiben eben schwierig, vor Allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Man muss sich nur mal die Schenkelklopfer des Club of Rome zu Gemüte führen, dann weiß man, was man von "Marktforschern" zu halten hat ...
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