Smarter Lautsprecher Deutschland-Start von Google Home angekündigt

Im August will Google seinen intelligenten Lautsprecher Home in Deutschland auf den Markt bringen. Amazons Echo bekommt damit erstmals ernst zu nehmende Konkurrenz.

Google Home
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Ein Schnellschuss war das nicht gerade. Im Mai 2016 hatte Google den Google Home auf der Entwicklerkonferenz I/O angekündigt, kurz vor Weihnachten kam der intelligente, vernetzte Lautsprecher in den USA auf den Markt. Und erst jetzt kündigt der Konzern die Einführung einer deutschen Version an. Ab dem 8. August soll der Google Home hierzulande für 149 Euro erhältlich sein.

Damit bekommt Amazons bereits erhältlicher Echo nun auch in Deutschland ernst zu nehmende Konkurrenz. Beide Geräte haben das gleiche Grundprinzip: Es sind per WLAN vernetzte Lautsprecher, ähnlich wie die Geräte von Sonos. Doch während Sonos-Lautsprecher ausschließlich zur Musikwiedergabe konzipiert sind, dienen Echo und Home vor allem als Bindeglied zwischen dem Anwender und den künstlichen Intelligenzen der Hersteller. Und beide werden per Sprache gesteuert.

Amazon Echo
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Neben vielen Gemeinsamkeiten - man kann den Geräten Wissensfragen stellen, tägliche Aufgaben verwalten, Wettervorhersagen und Nachrichten abfragen - gibt es allerdings einige signifikante Unterschiede.

Licht per Befehl einschalten

Grob gesagt ist der Google Home eine sprachgesteuerte Version der Google-Startseite. Er ist darauf spezialisiert, das Internet zu durchforsten, Google-Dienste nutzbar zu machen, Wettervorhersagen oder Nachrichten wiederzugeben. Der Echo kann vieles davon auch, soll aber vor allem als Schnittstelle zu Amazons Angeboten dienen. Mit dem Echo kann man per Sprache nach Produkten suchen und diese auch gleich bestellen.

Nebenbei können beide Geräte als Steuerungszentralen für Smart-Home-Geräte verwendet werden. Mit entsprechender Hardware, wie etwa dem Hue-Lampensystem von Philips, Honeywell-Thermostaten oder der Tado-Heizungsteuerung, kann man etwa das Licht im Haus oder die Temperatur in einzelnen Räumen per Sprache regeln.

Amazon bereitet sich vor

Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC im Juni ebenfalls einen intelligenten Lautsprecher angekündigt. Anders als Amazon und Google legt der Konzern bei seinem Produkt allerdings den Schwerpunkt auf Klangqualität. Hörproben hat es freilich noch keine gegeben und auch ein Datum für die Markteinführung in Deutschland gibt es noch nicht. Nur, dass es sicher erst 2018 soweit sein wird, ist klar. In den USA soll der HomePod genannte Lautsprecher zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen.

Homepod
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Amazon scheint sich jedoch bereits auf die neue Konkurrenz vorzubereiten. Gerüchten zufolge will der Konzern noch in diesem Jahr eine neue Version des Echo vorstellen. Die soll angeblich kleiner sein und besser klingen als das erste Modell, das in den USA bereits 2015 eingeführt wurde.

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singlesylvia 18.07.2017
1. So so, sprachgesteuert.
Und wer außer dem Licht im Haus, der Thermostaten oder sonstiger Hardware hört sonst noch mit? Wie muss ich mir das mit Honeywell-Thermostaten vorstellen? "Well, Honey, mach doch das Schlafzimmer schon mal geil warm."? Man kann den Dingern Wissensfragen stellen? Wie unpraktisch, wenn die Frage mehrfach verstanden wurde und das Ding nun alle gefundenen Antworten vor sich hin plärrt und das, was eigentlich wissen will, erst zum Schluss kommt. Lesen am Bildschirm hat den Vorteil, geschriebenen Text überfliegen und schnell nach interessantem Inhalt durchsuchen zu können (fast forward). wlan- bzw. sprachgesteuerter Haushalt? Für mich nur ein anderes Wort für Denk- und Bewegungsfaulheit. Intelligente Lautsprecher? Erinnert mich an ein Zitat von Jochen Busse aus einer Sendung der Münchener Lach- und Schießgesellschaft ("Wir setzen uns ab", 1988): "Was nützt uns die schönste künstliche Intelligenz, solange wir keine natürliche haben."
Ge-spiegelt 18.07.2017
2. Der Vorteil von Sprache ist
es ist hands free und schneller bei der Eingabe. Sprach Ausgabe ist bei langen Texten langsamer. Echo überträgt im Übrigen nur wenn es mit Alexa angesprochen wird, kann man leicht überprüfen. Zum ganz abschalten hat es auch einen Knopf. Im Gegensatz zu Google kann es auch als Bluetooth Lautsprecher verwendet werden ist aber insgesamt etwas schlechter in der Spracherkennung, dafür hat es mehr sogenannte Skills. Hätte mir am Prime Day fast ein Echo gekauft da es auch mit meinem FHEM Smarthome oder Hue integriert ist.
denn76 18.07.2017
3.
Es gibt sehr viele gute Anwendungsmöglichkeiten. ich steuere mein Licht damit - Dunkler, heller, blau, gelb ... An und aus. Beamer, Fernseher, Anlage einschalten. Radiosender auswählen, oder fragen welches Lied gerade läuft. Playlists anlegen und dann abspielen. Natürlich ergibt es keinen Sinn Echo irgendwelche komplexen Fragen zu stellen, aber kurze Fragen wie zB was ist die Hauptstadt von XY, wann wurde der Schauspieler XY geboren usw. funktionieren gut. Es ist ein schönes Spielzeug für Leute die sich für Technik interessieren.
josifi 18.07.2017
4.
Zitat von singlesylviaUnd wer außer dem Licht im Haus, der Thermostaten oder sonstiger Hardware hört sonst noch mit? Wie muss ich mir das mit Honeywell-Thermostaten vorstellen? "Well, Honey, mach doch das Schlafzimmer schon mal geil warm."? Man kann den Dingern Wissensfragen stellen? Wie unpraktisch, wenn die Frage mehrfach verstanden wurde und das Ding nun alle gefundenen Antworten vor sich hin plärrt und das, was eigentlich wissen will, erst zum Schluss kommt. Lesen am Bildschirm hat den Vorteil, geschriebenen Text überfliegen und schnell nach interessantem Inhalt durchsuchen zu können (fast forward). wlan- bzw. sprachgesteuerter Haushalt? Für mich nur ein anderes Wort für Denk- und Bewegungsfaulheit. Intelligente Lautsprecher? Erinnert mich an ein Zitat von Jochen Busse aus einer Sendung der Münchener Lach- und Schießgesellschaft ("Wir setzen uns ab", 1988): "Was nützt uns die schönste künstliche Intelligenz, solange wir keine natürliche haben."
Immer dieses Rumgeunke... Sie müssen es ja nicht kaufen!
p2063 18.07.2017
5.
Zitat von singlesylviaUnd wer außer dem Licht im Haus, der Thermostaten oder sonstiger Hardware hört sonst noch mit? Wie muss ich mir das mit Honeywell-Thermostaten vorstellen? "Well, Honey, mach doch das Schlafzimmer schon mal geil warm."? Man kann den Dingern Wissensfragen stellen? Wie unpraktisch, wenn die Frage mehrfach verstanden wurde und das Ding nun alle gefundenen Antworten vor sich hin plärrt und das, was eigentlich wissen will, erst zum Schluss kommt. Lesen am Bildschirm hat den Vorteil, geschriebenen Text überfliegen und schnell nach interessantem Inhalt durchsuchen zu können (fast forward). wlan- bzw. sprachgesteuerter Haushalt? Für mich nur ein anderes Wort für Denk- und Bewegungsfaulheit. Intelligente Lautsprecher? Erinnert mich an ein Zitat von Jochen Busse aus einer Sendung der Münchener Lach- und Schießgesellschaft ("Wir setzen uns ab", 1988): "Was nützt uns die schönste künstliche Intelligenz, solange wir keine natürliche haben."
wer mithört lässt sich einstellen und das mitgehört auch jetzt schon genau wie beim Google Assistant in den Sicherheitseinstellungen des Google Accounts abrufen und löschen. Ja, man kann auch Wissensfragen stellen. Die sollen laut allen bisherigen Tests die man so lesen konnte übrigens von Google wesentlich besser beantwortet werden, als von Amazon. Der eine nennt es denk- und bewegunsfaul, der andere nennt es Komfort. Ich sehe darin einfach nur eine Weiterentwicklung des Lichtschalters.
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