Maps-Desaster: iPhone-Nutzer müssen noch Monate auf Google Maps warten
Nach der vernichtenden öffentlichen Kritik an Apples neuer Karten-App macht Google den Nutzern keine Hoffnung auf baldige Abhilfe. Mit einer Maps-App für iOS 6 habe man noch nicht begonnen, sagt Google-Manager Eric Schmidt. Ein Gerücht besagt sogar, das Desaster hätte verhindert werden können.
Hat Apple überstürzt gehandelt, als der Konzern Googles Kartenmaterial über Bord warf und stattdessen seine eigenen Straßenkarten in das neue iOS 6 einbaute? Jenes Kartenmaterial, das dem Konzern jetzt so viel Kritik einbringt?
Das legt zumindest ein Bericht des Tech-Blogs The Verge nahe. Dem zufolge wurde die Entscheidung für den Umstieg im Juni gefällt, kurz vor Apples Entwicklerkonferenz WWDC. Den Quellen von The Verge zufolge hätte Apples Lizenz für Google Maps damals noch eine Laufzeit von einem Jahr gehabt, Eile sei also nicht geboten gewesen. Bestätigt wurde dieses Gerücht bislang freilich nicht.
Googles Ex-Chef und heutiger Vorsitzender, Eric Schmidt, findet dagegen klare Worte, wenn es um Apples Kartendienst geht: "Wir glauben, es wäre besser gewesen, sie hätten uns behalten", sagte der Manager vor Pressevertretern in Japan, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Aber was hätten wir tun sollen, um sie umzustimmen? Das ist ihre Sache."
iPhone-Nutzern, die bereits ein iPhone 5 besitzen oder ihr iPhone auf das neue iOS 6 aufgerüstet haben, nimmt Schmidt gleichzeitig jede Hoffnung, bald eine Google-Maps-App auf ihren Geräten installieren zu können: "Wir haben bisher noch nicht angefangen." Zwar sei man in Gesprächen mit dem iKonzern, doch die Entscheidung, ob eine solche App für den App-Store zugelassen würde, müsse Apple selber treffen. Zwischen den Zeilen lässt er damit durchblicken, dass Google nicht damit beginnen werde, eine solche App zu entwickeln, bevor Apple eine entsprechende Zusage macht.
Die "New York Times" berichtet unterdessen, Google habe doch bereits mit der Entwicklung einer iOS-6-App begonnen. Die werde aber frühestens zum Jahresende erscheinen. In der Zwischenzeit können sich Anwender, die von Apples Karten-App enttäuscht sind, helfen, indem sie die Online-Kartendienste von Google, Microsoft und Nokia im Safari-Browser ihres Apple-Telefons aufrufen.
Um diesen Zugang zu vereinfachen empfiehlt es sich, Schnellstartsymbole der jeweilige Dienste auf dem Homescreen abzulegen. Das geht ganz einfach, wenn man auf das mittlere Symbol in der untere Safari-Funktionsleiste tippt und aus den dann angebotenen Möglichkeiten die Option "Zum Home-Bildschirm" auswählt.
mak
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- Mittwoch, 26.09.2012 – 15:42 Uhr
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