Datenschutz Google Now steuert Nest

Die Heizung zu Hause mit Sprachbefehlen vom Handy aus steuern: Google integriert seine Heimsteuerung Nest nun mit der Google-App für Android und iOS.

Nest-Thermostat: Jetzt mit Handy-Sprachsteuerung von Google
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Nest-Thermostat: Jetzt mit Handy-Sprachsteuerung von Google


Die Firma Nest stellt an das Internet angeschlossene Thermostate und Rauchmelder her - und wurde vor einem Jahr für 3,2 Milliarden Dollar von Google übernommen. Nun integriert der Konzern die Nest-Funktionen in seine App für Smartphones. Nutzer sollen zum Beispiel mit der Google-App die Heizung zu Hause einschalten können.

Will man die Sprachbefehle aktivieren, muss man Google das Einstellen der Temperatur und der Ab- oder Anwesenheit über die Datenschnittstelle von Nest erlauben. Soll die Google-App automatisch die Heizung anwerfen, wenn man sich auf dem Heimweg befindet, muss man dem Unternehmen das Einstellen der Temperatur erlauben. Dass man sich auf dem Heimweg befindet, weiß die Google-App ohnehin schon - wenn man denn die Ortungsfunktion eingeschaltet hat.

Als Nest von Google übernommen wurde, hatte die Firma erklärt: "Unsere Datenschutzerklärung beschränkt die Nutzung von Kundendaten auf die Verbesserung unserer Produkte und Dienste. Wir nehmen Datenschutz ernst, und das wird sich nicht ändern."

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Nest-Produkte: Sexy Temperaturmesser

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les2005 16.12.2014
1. Lösung für ein Problem das es nicht gibt
Für die überwältigende Mehrheit der Menschen dürfte eine simple Zeitschaltuhr ausreichen. Die hat man eh oder kostet nicht viel. Für die Hunderte Euro Für Heimvernetzung und sämtliche Sensoren müsste man schon sehr viel Energie einsparen, bevor sich das lohnt. Sehe ich nicht.
spon-facebook-10000402164 16.12.2014
2. Lösung für ein Problem, dass es (noch) nicht für viele gibt
Zitat von les2005Für die überwältigende Mehrheit der Menschen dürfte eine simple Zeitschaltuhr ausreichen. Die hat man eh oder kostet nicht viel. Für die Hunderte Euro Für Heimvernetzung und sämtliche Sensoren müsste man schon sehr viel Energie einsparen, bevor sich das lohnt. Sehe ich nicht.
Richtig, es ist für die meisten Menschen im Moment nicht hinreichend sinnvoll. Für diejenigen allerdings, die eher unplanmäßige Ein- und Ausgänge in ihr Heim haben, könnte diese Erfindung tatsächlich sinnvoll sein. Oder auch nicht, wer weiß. Aber wenn man die Technik weiter ausbaut (und davon ist bei Google auszugehen), werden die alten Zukunftsfantasien des sich selbst regulierenden Eigenheimes relativ schnell Realität. Ob sich dies dann ökonomisch und ökologisch lohnt, sei mal dahingestellt, aber wenn einmal eingerichtet wird es aus Bequemlichkeitssicht und sicher auch des Showeffektes halber einigen Absatz finden. Persönlich finde ich dies ebenfalls noch unnütz, aber ziemlich cool. ^^
FBFB 16.12.2014
3. Ob jetzt im Moment nützlich ist oder nicht
das ist recht irrelevant. Wichtig finde ich dass sich hier eine Firma hinter das Thema stellt welche genug Muskeln hat das mal auf einen Nenner zu bringen. Im Haus Automations Markt gibt es so viele verschiedene Standards, Hersteller und Marken das sich kein Mensch darin mehr auskennen kann. Zumindest kein Verbraucher. Und wenn ich mich dann mal auf ein System festlege und investiere, nun, dann komm ich da nicht mehr weg davon. Wenn nun Google eine Schnittstelle und entsprechende Software anbietet, dann gehe ich davon aus dass sich doch die meisten Hersteller früher oder später auch bemühen werden damit kompatibel zu sein. Die Anzahl der Android Nutzer ist einfach ein massiver Brocken von potentiellen Kunden den man nicht unbedingt sausen lässt. Also kann man hoffen dass sich in nicht all zu ferner Zukunft der Großteil von Haus Automations Aktoren und Sensoren unabhängig vom Hersteller über Google ansteuern lässt. Klar, noch ein Stück mehr Kontrolle für Google die uns dann auch noch das Licht ausknipsen und die Heizung abstellen können. Wenn aber die anderen ganz einfach zu doof sind die Zeichen der Zeit zu erkennen und nach wie vor drauf bestehen ihren proprietären Mist zu verkaufen, dann geht es halt nicht anders. Wenn dann alles schon gegessen ist kann sich ja dann das EU Parlament wieder für teure Steuergelder beraten wie man die Macht des Riesen bricht.
observer2014 16.12.2014
4. Zukunft
Ich bin davon überzeugt,dass es schon einige sinnvolle Anwendungen der vernetzten Heimsteuerung geben wird oder sogar schon gibt. Das Problem sehe ich neben dem Datenschutz vor allen in in der Sicherheit der Systeme vor nicht autorisierten (Hacker-)Zugriff und in der Manipulation der Geräte bis hin zur Selbstzerstörung. Konnte dieses seltsame Stuxxnet die Uranzentrifugen des Iran nicht auch zerstören? Aber ich will da mal nicht zu skeptisch und pessimistisch sein und werde schon einmal anfangen, Geld für einen neuen Kühlschrank anzusparen. Der soll nämlich über eine App gesteuert oder gar vollkommen selbständig alleine zum nächsten Discounter laufen oder fahren und alle einkaufen, was bereits fehlt oder zur Neige geht. Herrlich, nie wieder an der Kasse hinter Oma Stahnke stehen und daran verzweifeln, bis sie auch den letzen Cent rausgekramt hat. Und in Zukunft werden es ja immer mehr alte Damen vom Schlage der Oma Stahnke geben. Der demagrafischen Entwicklung sei Dank. Bleibt nur die Frage, ob fahrende Kühlschränke nun den Gehweg oder doch die Straße benutzen müssen, hihi..:-))
elis 16.12.2014
5. Vollüberwachung..
..bzw ein weiterer Schritt dahin. Es geht google bzw Datensammler nichts an, wann ich wo welche Temperatur habe. Die Daten werden sicherlich u.a. zu Energieversorgern übermittelt. Die Frage ist: schadet mir das? Bisher nicht. Ich möchte es aber trotzdem nicht. Ich möchte, dass alle Menschen weiterhin die Freiheit haben, selbst zu entscheiden. Bzw egal wie diese ausfällt, keine Nachteile drohen. Siehe Versicherungeprämien.. Ich beschwöre hier schon mal die Dystopie einer Ökodiktatur herauf: 15 °C Zimmertemperatur reichen für alle, wird zentral angepasst.
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