Datenbrille: Großbritannien plant Verbot für Google Glass am Steuer

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Google-Glass-Nutzerin: Sorgen um Sicherheit im Straßenverkehr

E-Mails checken, Nachrichten lesen, fotografieren - am Steuer ist das vielleicht nicht die beste Beschäftigung. Deshalb will das britische Verkehrsministerium Googles Datenbrille Glass beim Autofahren verbieten. Google reagiert: Eine Datenbrille könne die Verkehrssicherheit steigern.

Googles Datenbrille ist noch gar nicht auf dem Markt, da machen sich Behörden bereits Gedanken, wie das Gerät das Verhalten von Menschen im Alltag verändert. Nicht immer zum Besten, das ist offensichtlich die Ansicht beim britischen Verkehrsministerium.

Laut eigener Mitteilung erwägt die Behörde ein Verbot für Google Glass am Steuer. Ein Sprecher erklärte laut dem "Telegraph": Es sei wichtig, dass Autofahrer mit voller Aufmerksamkeit auf die Straße achten. Das britische Magazin "Stuff" zitiert einen Ministeriumssprecher so: "Wir sind uns des bevorstehenden Verkaufsstarts von Google Glass bewusst und schließen uns derzeit mit der Polizei kurz, um sicherzustellen, dass niemand diese Technologie während der Autofahrt nutzt."

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Project Glass im Test: Das ist Googles Datenbrille
Gegenüber dem Fachdienst "Cnet" erklärte daraufhin ein Google-Sprecher, das Projekt Glass befinde sich noch immer in einer frühen Phase. Google plane den Einsatz der Datenbrille mit aller Umsicht, da neue Technologien neue Fragestellungen zur Folge hätten.

Bereits im März 2013 gab es Bestrebungen im US-Bundesstaat Virginia, die Verwendung von Google Glass am Steuer zu verbieten. Das entsprechende Gesetzgebungsverfahren ist jedoch noch in der Schwebe. Seinerzeit hatte Google verkündet, die Datenbrille besitze ein großes Potential zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Senkung der Unfallzahlen. Man freue sich über jedes Feedback, so der Konzern.

meu

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insgesamt 3 Beiträge
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1. West Virginia
zorro_eb 02.08.2013
In dem verlinkten Artikel im letzten Absatz geht es um den Bundesstaat West Virginia.
2. Unsinn
eisfuchs 02.08.2013
"Es sei wichtig, dass Autofahrer mit voller Aufmerksamkeit auf die Straße achten." Da kann ich ja nur lachen, wenn man dann nicht auch gleich noch Radios, Navigationsgeräte, Freisprechanlagen und andere etwaige Multimediagegenstände aus dem Auto verbannt. Manche scheint ja schon der Blick auf den Tachometer zu überfordern und abzulenken. Da kann ich jetzt nicht erkennen wo da GoogleGlass noch mehr Ablenkung wäre. So weit ich es beobachte hält sich ja schon kaum jemand an das Handyverbot am Steuer.
3.
ibotob 02.08.2013
@eisfuchs: Die Bedienung eines Navis während der Fahrt gehört meiner Meinung nach genauso verboten, da es den Fahrer mehrere Sekunden ablenken kann. Oder gehen Sie davon aus, jede Situation, in der schnelles Reagieren überlebenswichtig ist, kündigt sich schon mehrere Sekunden im Voraus an? Radios hingegen sind weitestgehend zu bedienen, ohne hinzusehen und für das Telefonieren mit einer Freisprecheinrichtung muss man den Blick auch nicht von der Straße wenden. Bei Google Glass jedoch verleitet es - wie ein Handy auch - dazu, Mitteilungen und anderen Kram zu lesen / anzuschauen. Da sollte man schon ein bisschen differenzieren.
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