Ein bisschen Fröhlichkeit auf Knopfdruck ist das Versprechen der "Happiness Machine" des britischen Künstlers, Designers und Autors Brendan Dawes. Dieser mit dem Internet verbundene Drucker sucht selbstständig nach Sätzen mit dem Schlüsselwort "happy" und druckt sie aus.
Wir sind schon so weit, dass es sehr "retro" erscheint, wenn ein Gadget etwas auf Papier ausdruckt. Und doch üben Produkte oder Ideen wie die Mini-Zeitungen des Little Printer oder die Descriptive Camera eine gewisse Faszination aus, wenn sie auch meistens in die Rubrik "Kurioses" fallen.
Auch Brendan Dawes sieht sich genötigt, das bedruckte Papier zu rechtfertigen, das aus seiner "Happiness Machine" kommt: Papier passe in die Brieftasche, erklärt er, man könne es bekritzeln und es brauche keinen Akku. Außerdem könne man ein Stück Papier einfach so weitergeben, ohne sich darum zu sorgen, welches Betriebssystem das Gegenüber wohl hat. Und das wäre in diesem Fall doch auch sehr schade, wenn man ein bisschen Fröhlichkeit mit anderen teilen möchte.
Standardmäßig greift die Happiness Machine auf die Daten der Seite We Feel Fine zurück, aber letztlich sei es dem Drucker egal, woher er die Informationen bekomme. Er drucke sie einfach. Insofern kann man sie auch dem eigenen Geschmack anpassen.
Wer von ungefilterter guter Laune nichts hält, wird mit der neuesten Version ebenfalls bedient. Eigens für das London Design Festival hat Brandan Dawes nun eine neue Version der Happiness Machine konstruiert: Sie hat nicht nur einen "happy"-, sondern auch einen "sad"-Knopf.
Leider hat der Designer nicht mitgeteilt, welcher der beiden Knöpfe beim Publikum besser ankam. (Jan Tißler)
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Kamera für Analog-Liebhaber
Bei der neuen Belair X 6-12 der Lomographischen Gesellschaft handelt es sich mal nicht um eine Spielzeugkamera aus Plastik, sondern um eine analoge Balgenkamera für 120er Rollfilm mit Wechselobjektiven und Blendenautomatik.
Man fokussiert bei der Belair, indem man eine von vier Schärfezonen auswählt. Das ist praktisch für Schnappschüsse aus der Hüfte, weil man nicht groß rumfummeln muss und die Schärfezonen einstellen kann, ohne durch den Sucher zu sehen. Allerdings beträgt die kürzeste Verschlusszeit der Belair 1/125, was nicht gerade übermäßig schnappschusstauglich ist.
Dafür ermöglicht sie aber Fotos in drei Formaten: das klassische 6×9, das quadratische 6×6 und ein 6×12-Panoramaformat. Die erweiterten ISO-Einstellungen reichen von 50 bis 1.600, die Automatik belichtet im Bereich von EV 4 bis EV 15. Ein Hot-Shoe Blitzanschluss und ein Bulb-Modus für Langzeit- und Mehrfachbelichtungen runden die Möglichkeiten der Kamera ab. Die Belair X 6-12 wird mit einem 90-mm-Objektiv und einem 58-mm-Weitwinkelobjektiv geliefert, weitere Objektive sind laut Lomography bereits in der Entwicklung.
Im Augenblick sind je 500 Exemplare der Modelle City Slicker und Belair Jetsetter vorbestellbar, die zu einem Einführungspreis angeboten werden und spätestens am 19. Dezember geliefert werden sollen.
Die Belair City Slicker kostet dann 174,30 Euro statt 249 Euro, die Belair Jetsetter 209,30 Euro statt 299 Euro. Die auf 300 Exemplare limitierte Belair Globetrotter ist bereits ausverkauft, zu einem Preis von 244,30 Euro statt 349 Euro. Technisch sind die Modelle dabei identisch, nur der Look variiert. (Frank Müller)
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Schicke Armbanduhr für den guten Zweck
Während wir hierzulande den neuesten Gadgets hinterherjagen, gibt es auf der Welt sehr viel dringendere Probleme. Die Hälfte der Menschheit lebt von weniger als 2,50 Dollar pro Tag und Person, während manche Menschen hierzulande erschüttert sind, weil ihr Smartphone einen Kratzer hat.
Mit der 1-Face-Armbanduhr soll nun die Jagd auf Gadgets zur Lösung der Weltprobleme beitragen: Wer sich die minimalistisch gestaltete Uhr kauft, unterstützt damit je nach Gehäusefarbe einen bestimmten guten Zweck.
Das Projekt sucht derzeit auf der Crowdsourcing-Plattform Indiegogo nach Unterstützern, die mindestens eine solche Uhr vorbestellen. Darüber wollen sie die erste Produktion vorab finanzieren. Das sieht mit Blick auf die Zahlen auch gut aus, denn das Finanzierungsziel von mindestens 25.000 US-Dollar wurde schon weit überschritten - und es bleibt noch ein guter Monat Zeit, um weitere Unterstützer zu finden.
Die Uhr selbst ist minimalistisch und schick designt. Die eigentliche Zeitanzeige ist verspiegelt, erst ein Druck auf einen Knopf lässt die Zahlen aufleuchten. Sechs Gehäusefarben stehen zunächst zur Auswahl, eine siebte soll am Ende noch von allen Unterstützern bestimmt werden. 40 Dollar kostet eine Uhr, für den internationalen Versand kommen noch einmal mindestens zehn Dollar hinzu. Geplantes Versanddatum ist der 20. November 2012.
Je nach Gehäusefarbe werden dann unterschiedliche Projekte unterstützt - zum Beispiel gegen Hunger, für den Umweltschutz oder die Krebshilfe. Die 1-Face-Macher versprechen zudem, alle Unterstützer regelmäßig und detailliert darüber auf dem Laufenden zu halten, was mit ihrem Geld geschieht.
Wenn alles klappt, dann soll die 1-Face-Armbanduhr nur der Beginn sein, der zu weiteren Produkten und damit noch mehr Unterstützung von Hilfsprojekten führt. Die jetzt vorgestellte Armbanduhr soll später auch im regulären Einzelhandel erhältlich sein. (Jan Tißler)
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