Google-Wettbewerb Drei Millionen Dollar für Chrome-OS-Hacker

Fehlersuche kann sich lohnen, zumindest bei Google. Mehr als drei Millionen Dollar hat der Internetkonzern denen versprochen, die Sicherheitslücken im Chrome-OS-Betriebssystem finden. Die genaue Summe ist, wie so oft bei Google, eine Anspielung auf eine mathematische Konstante.

Chromebook von Samsung: Angriffsziel bei Googles Hackerwettbewerb Pwnium 3
AP/ Google

Chromebook von Samsung: Angriffsziel bei Googles Hackerwettbewerb Pwnium 3


Finde den Fehler: So könnte man den Hackerwettbewerb, zu dem Google jetzt aufgerufen hat, auch nennen. Tatsächlich aber heißt der Wettstreit Pwnium 3, ein Kunstwort, das aus dem englischen Slang-Begriff Pwn (etwa: Besitz übernehmen) und dem Namen Chromium (Googles Browser-Projekt) zusammengesetzt wurde. Im Rahmen dieser dritten Pwnium-Competition ruft der Konzern Software-Experten dazu auf, Sicherheitslücken in seinem PC-Betriebssystem Chrome OS zu finden.

Als Preis lobt der Konzern insgesamt 3,14159 Millionen Dollar aus. Der Betrag entspricht den ersten sechs Ziffern der Kreiszahl Pi, die man benötigt, um Umfang oder Fläche eines Kreises auszurechnen. Im Umfeld des Unternehmens stößt man immer wieder auf solche Anspielungen, die auf mathematische Konstanten oder Phänomene hinweisen. Schon der Name der Firma wurde vom Wort Googol abgeleitet, einer 1 mit 100 Nullen. Angeblich entschieden sich die Google-Gründer für diese Bezeichnung, um damit auszudrücken, dass sie mit ihrer Suchmaschine eine möglichst große Zahl von Webseiten indizieren wollten.

Ganz so große Beträge winken den Teilnehmern der Pwnium-Competition nicht. Trotzdem können sich die Belohnungen sehen lassen, die Google pro gefundenem Fehler auslobt. Je nach Schwere des Eingriffs sollen pro Sicherheitslücke 110.000 bis 150.000 Dollar ausgezahlt werden. Der Angriff hat dabei über eine manipulierte Webseite zu erfolgen. Als Hardware müssen die Teilnehmer ein Chromebook von Samsung mit der aktuellen Chrome-OS-Version einsetzen. Wer kein solches Gerät besitzt, kann sich auch mit einer virtuellen Maschine auf die Fehlersuche machen.

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Cloud-Laptop: So sieht das Chromebook aus
Wichtig ist Google allerdings, dass die Teilnehmer des Hackerwettbewerbs ihre Erfolge nicht nur demonstrieren, sondern auch genau erklären und dokumentieren. Letztlich ist es genau das, worum es dem Unternehmen bei dem Wettkampf geht: Außenstehende sollen das Betriebssystem auf Fehlstellen abklopfen, damit Googles Programmierer diese schleißen können, bevor die Lecks von Kriminellen ausgenutzt werden. Schließlich vermarktet Google sein Betriebssystem mit der Aussage, dass es besonders sicher sei.

Ob und wie viele Hacker trotzdem Lücken im Chrome OS gefunden haben, wird sich in einigen Wochen zeigen. Auf der Sicherheitskonferenz CanSecWest im kanadischen Vancouver sollen die Teilnehmer am 7. März vorführen, was sie können.

mak

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insgesamt 9 Beiträge
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berniejosefkoch 29.01.2013
1. Bild zeigt Windows
Zitat von sysopAP/ GoogleFehlersuche kann sich lohnen, zumindest bei Google. Mehr als drei Millionen Dollar hat der Interkonzern denen versprochen, die Sicherheitslücken im Chrome-OS-Betriebssystem finden. Die genaue Summe ist, wie so oft bei Google, eine Anspielung auf eine mathematische Konstante. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/hackerwettbewerb-google-lobt-drei-millionen-dollar-preisgeld-aus-a-880267.html
Liebe Redakteure von SPON, wenn ihr schon über Chrome berichtet, dann nehmt doch ein Bild, bei dem Chrome zu sehen ist. Auf dem abgebildeten Laptop in diesem Artikel ist ganz klar Windows zu sehen!
Matthias Kremp 29.01.2013
2. Chromebook oder nicht?
Zitat von berniejosefkochLiebe Redakteure von SPON, wenn ihr schon über Chrome berichtet, dann nehmt doch ein Bild, bei dem Chrome zu sehen ist. Auf dem abgebildeten Laptop in diesem Artikel ist ganz klar Windows zu sehen!
Hallo berniejosefkoch, bei dem abgebildeten Gerät handelt es sich um ein Samsung-Chromebook vom Typ XE303C12-A01US und ganz ohne Windows.
meandthedevil 29.01.2013
3. neulich beim Erbsenzählen
Finde den Fehler: So könnte man diesen Artikel überschreiben. Komma fehlt nach "Anspielungen" im zweiten Absatz. "entschieden sich die Google-Gründern" hat ein "n" zu viel. "schwere" im Dritten Absatz schreibt man als Substantiv groß. "schleißen" im vierten Absatz. Und ebd. "besonders Sicher", sicher klein.
monstermac 29.01.2013
4.
Auch schön zu sehen an dem Chrome-Logo in der linken unteren Ecke... Immer dieses SPON-Bashing...
krulle 29.01.2013
5. Fehelr in der Einleitung:
Zitat aus dem Artikel: "Mehr als drei Millionen Dollar hat der Interkonzern denen versprochen, die..." Wer ihn findet, der darf ihn behalten!
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