Deutscher PC-Markt: HP fällt hinter Acer zurück

Noch ist Hewlett-Packard der größte PC-Hersteller der Welt, doch der Vorsprung bröckelt. Im deutschen Markt hat HP den Marktforschern von Garnter zufolge gerade den Spitzenplatz eingebüßt. Die Hauptkonkurrenz stammt aus Asien. Abgeschlagen: Dell.

HP-Notebook Envy: In Deutschland wurde der Marktführer von Acer überholt Zur Großansicht
Matthias Kremp

HP-Notebook Envy: In Deutschland wurde der Marktführer von Acer überholt

Egham - Größter Anbieter von PC auf dem deutschen Markt sei im ersten Quartal der Hersteller Acer aus Taiwan gewesen, gefolgt vom chinesischen Konzern Lenovo, berichtet die Marktforschungsfirma Gartner. Hewlett-Packard rutschte demnach auf den dritten Platz ab. Der Abstand zwischen den drei Rivalen ist aber knapp: Acer kam laut Gartner auf einen Marktanteil von 15 Prozent, Lenovo auf 14,9 und HP auf 14,5 Prozent.

Insgesamt entwickelte sich der deutsche Markt deutlich besser als das Geschäft der PC-Branche in Westeuropa insgesamt. Für Deutschland errechneten die Marktforscher im Jahresvergleich ein Wachstum von 7,1 Prozent auf gut 3,27 Millionen Personal Computer. In ganz Westeuropa sackte der Absatz dagegen um 3,1 Prozent auf 15,5 Millionen Geräte ab.

In Deutschland habe das Geschäft mit Unternehmen besonders deutlich zugelegt, um neun Prozent im Jahresvergleich, erklärte Gartner. Die Geschäftskunden kauften neue Computer mit der Umrüstung auf das Betriebssystem Windows 7. Acer habe seine Spitzenposition dem Erfolg in diesem Bereich zu verdanken: Das Geschäft des Anbieters mit Unternehmenskunden wuchs um 30 Prozent. Aber auch Endverbraucher in Deutschland griffen laut Gartner zu und kauften 5,2 Prozent mehr PCs.

Weit abgeschlagen auf den Plätzen vier und fünf rangieren Asus (8,3 Prozent) und der einstige weltgrößte PC-Hersteller Dell (8,2 Prozent). In Westeuropa insgesamt steht Hewlett-Packard weiterhin auf Platz eins vor Acer und Asus. Apple verkauft weiterhin nicht genug seiner Mac-Computer, um unter die ersten fünf zu kommen.

HP hatte im vergangenen Jahr unter dem damaligen Chef Léo Apotheker zunächst verkündet, man werde die PC-Sparte aus dem Konzern ausgliedern. Im September musste Apotheker dann gehen und wurde durch seine Kollegin Meg Whitman ersetzt. Die verkündete nun, man habe "die strategischen, finanziellen und betriebswirtschaftlichen Konsequenzen" der Ausgliederung der sogenannten Personal Systems Group (PSG) "objektiv bewertet". Dabei sei man zu dem Entschluss gekommen, dass es "für Kunden, Partner, Aktionäre und Angestellte" die richtige Entscheidung sei, die Gruppe doch im Mutterhaus zu halten.

cis/dpa

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