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Industriespionage Chinesisches Gericht schickt iPad-Schnüffler ins Gefängnis

iPad2: Apples schlankes Rechentableau
Fotos
AFP

Er bezahlte zwei Mitarbeiter eines Apple-Zulieferers, damit sie ihm Details zum neuen iPad verraten: Der Chef eines Zubehörherstellers muss nun für 18 Monate ins Gefängnis. Die von ihm bezahlten Foxconn-Mitarbeiter verurteilte das Gericht ebenfalls zu Haftstrafen.

Peking - Wie könnte Apples neues iPad 2 wohl aussehen? Für Fans war das im vergangenen September nur interessant - für Unternehmen aus der Zubehörindustrie geschäftsentscheidend. Der Chef eines chinesischen Zubehörherstellers wollte es vor der Konkurrenz wissen und bezahlte Informanten, die beim Apple-Zulieferer Foxconn arbeiteten.

Das sah ein Gericht in Shenzen als erwiesen an und verurteilte den angeklagten Firmenchef nun zu 18 Monaten Haft für den Versuch, vorab an geheime Details zum iPad 2 zu gelangen. Das berichtet das " Wall Street Journal" über den Fall und beruft sich dabei auf eine Nachricht des Gerichts im chinesischen Mikroblogging-Dienst Sina Weibo. Apple, Foxconn und der Zubehörhersteller haben sich auf Anfragen des "Wall Street Journal" nicht zum Urteil geäußert.

Der Angeklagte soll im vergangen September einem Foxconn-Mitarbeiter umgerechnet 2000 Euro als Belohnung versprochen haben, sollte er Fotos von Prototypen des iPad 2 beschaffen können. Außerdem versprach der Angeklagte dem angeworbenen Industriespion Rabatte auf iPhone- und iPad-Zubehör seiner Firma. Der Foxconn-Mitarbeiter soll wiederum einen weiteren Angestellten bezahlt haben, der Gelegenheit zum Fotografieren hatte.

Das Gericht verurteilte den Chef der Zubehörfirma außerdem zu einer Strafzahlung von umgerechnet gut 16.000 Euro. Der erste angeworbene Foxconn-Mitarbeiter wurde zu 14 Monaten Haft, der zweite zu einem Jahr Haft verurteilt. Sie sollen zudem umgerechnet knapp 11.000, beziehungsweise gut 3.000 Euro Strafe zahlen.

lis

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insgesamt 7 Beiträge
gekko88 16.06.2011
...im Vorzeigeland für Industriespionage.
Zitat von sysopEr bezahlte zwei Mitarbeiter*eines Apple-Zulieferers, damit sie ihm Details zum neuen iPad verraten: Der Chef eines Zubehörherstellers muss nun für 18 Monate ins Gefängnis. Die von ihm bezahlten Foxconn-Mitarbeiter verurteilte das Gericht ebenfalls zu Haftstrafen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,768744,00.html
...im Vorzeigeland für Industriespionage.
Wie man Produkte dieses Herstellers noch mit gutem Gewissen kaufen kann, ist mir schleierhaft. Solche totalitären Methoden gehören meiner Meinung nach boykottiert.
Zitat von sysopEr bezahlte zwei Mitarbeiter*eines Apple-Zulieferers, damit sie ihm Details zum neuen iPad verraten: Der Chef eines Zubehörherstellers muss nun für 18 Monate ins Gefängnis. Die von ihm bezahlten Foxconn-Mitarbeiter verurteilte das Gericht ebenfalls zu Haftstrafen.
Wie man Produkte dieses Herstellers noch mit gutem Gewissen kaufen kann, ist mir schleierhaft. Solche totalitären Methoden gehören meiner Meinung nach boykottiert.
life-on-mars 16.06.2011
Gegen solche Methoden ist alles was Microsoft in seiner Firmengeschichte getrieben hat einfach Kinderkram. Ich werde mir jedenfalls keine Apple-Produkte kaufen.
Zitat von Wer ich wirklich binWie man Produkte dieses Herstellers noch mit gutem Gewissen kaufen kann, ist mir schleierhaft. Solche totalitären Methoden gehören meiner Meinung nach boykottiert.
Gegen solche Methoden ist alles was Microsoft in seiner Firmengeschichte getrieben hat einfach Kinderkram. Ich werde mir jedenfalls keine Apple-Produkte kaufen.
acitapple 16.06.2011
gehts noch ? klar, apple ist totaler mist, wenn ihr das sagt. euch ist aber noch nicht zu ohren gekommen, dass ausländische firmen in china erhebliche probleme mit dem thema industriespionage haben ? dazu gehören auch einige [...]
gehts noch ? klar, apple ist totaler mist, wenn ihr das sagt. euch ist aber noch nicht zu ohren gekommen, dass ausländische firmen in china erhebliche probleme mit dem thema industriespionage haben ? dazu gehören auch einige deutsche. fragt z.b. mal bei kärcher nach. aber solange ja "nur" apple ausspioniert wird ist es ein "totalitäres" system...
life-on-mars 17.06.2011
Wenn ein Zubehörhersteller Apple-Produkte ausspioniert, geht es dem doch nicht darum diese Produkte zu kopieren, sondern darum schneller Zubehör dafür auf den Markt zu bringen. Niemand würde aus solchen Gründen bei Kärcher [...]
Zitat von acitapplegehts noch ? klar, apple ist totaler mist, wenn ihr das sagt. euch ist aber noch nicht zu ohren gekommen, dass ausländische firmen in china erhebliche probleme mit dem thema industriespionage haben ? dazu gehören auch einige deutsche. fragt z.b. mal bei kärcher nach. aber solange ja "nur" apple ausspioniert wird ist es ein "totalitäres" system...
Wenn ein Zubehörhersteller Apple-Produkte ausspioniert, geht es dem doch nicht darum diese Produkte zu kopieren, sondern darum schneller Zubehör dafür auf den Markt zu bringen. Niemand würde aus solchen Gründen bei Kärcher spionieren. Dieses Phänomen existiert in dieser Art und Größenordnung nur bei Apple.
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Fakten zu Foxconn
Gründer und Chef von Foxconn ist der taiwanesische Unternehmer Terry Gou. Seine Hon Hai-Gruppe, deren Teil Foxconn ist, liefert Mobiltelefone, Smartphones, Computer und andere Produkte für viele Marken-Unternehmen, unter anderem Apple und Nokia. In der Regel tritt das Produktionsunternehmen Foxconn nicht unter eigenem Namen auf.

Insgesamt beschäftigt der Konzern rund eine Million Beschäftigte und ist damit einer der größten Industriekonzerne der Welt. 2010 erreichte der Umsatz knapp drei Billionen New Taiwan Dollar (NTD), umgerechnet ca. 77,1 Milliarden Euro, der Gewinn 77.1 Milliarden NTD (1,8 Milliarden Euro).





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