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iOS 8.0.2: Apple korrigiert Software-Fehler mit neuem Update

Fehlerbehebung: Das ist Apples Update auf iOS 8.0.2 Fotos

Das ging fix: Nachdem ein iOS-Update Tausende neue iPhones lahmlegte, hat Apple zwei Tage später nun eine korrigierte Fassung veröffentlicht.

Seit Freitagmorgen können iPhone-Nutzer ein Update auf iOS 8.0.2 von Apples Servern laden. Die Software korrigiert Probleme mit der Mobilfunkanbindung und dem Fingerabdrucksensor der neuen iPhones 6 und 6 Plus. Auslöser für diese Fehler war das Update auf iOS 8.0.1, das Apple am Mittwoch veröffentlicht und aufgrund zahlreicher Fehlermeldungen bereits nach einer Stunde wieder zurückgezogen hatte.

Presseberichten zufolge sollen etwa 40.000 iPhone-Nutzer von dem Problem betroffen gewesen sein. Eine Bestätigung für diese Zahl gibt es allerdings nicht. Der Konzern hatten Nutzern geraten, iOS 8 über iTunes neu zu installieren, wenn deren neue iPhones durch das fehlerhafte Update unbrauchbar geworden waren. Ein sehr zeitintensiver, aufwendiger Prozess. Betroffen waren ausschließlich die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus.

Man habe "Tag und Nacht" gearbeitet, um die Fehler zu beseitigen, heißt es bei Apple. Nun ist das korrigierte Update über die Softwareaktualisierung von iPhones, iPads und iPod Touch zu finden. Da es sich um ein sogenanntes inkrementelles Update handelt, das nur Teile des Betriebssystems austauscht, statt das gesamte System zu erneuern, ist der Download mit knapp über 70 Megabyte schnell erledigt.

Wir haben das Update sowohl auf einem iPhone 6 als auch auf einem iPhone 6 Plus ausprobiert und konnten auf beiden Geräten keine neuen Fehler feststellen. Der Verbindungsaufbau mit Mobilfunknetzen funktioniert auf den Geräten nach dem Update ebenso problemlos wie der Touch-ID-Fingerabdrucksensor.

Überdies beseitigt das Update auf iOS 8.0.2 eben jene Probleme, die schon iOS 8.0.1 adressiert hatte. Vor allem wird ein Bug behoben, der den Datenaustausch zwischen der neuen Healthkit-Technik und Fitness-Apps störte. Man kann also davon ausgehen, dass in den nächsten Tagen eine Reihe von Updates für solche Apps erscheinen wird.

Die wichtigsten Neuerungen von iOS 8

E-Mails schneller bearbeiten: Einige Dinge gehen in Apples Mail-App nun fixer. Wischt man von links nach rechts über eine E-Mail, kann man sie als ungelesen markieren. Wischt man von rechts nach links, kann man sie löschen, markieren oder ein Untermenü mit weiteren Funktionen öffnen. Sehr nützlich, wenn man viel unnütze Nachrichten bekommt: Mit einem schwungwollen Wischen von rechts nach links befördert man die jeweilige E-Mail direkt in den Papierkorb.

Wissen, was ist: Ein Fingertipp auf das Fähnchen links unten in der Mail-App öffnet ein Untermenü, das unter anderem den Eintrag Mitteilung enthält. Tipp man darauf, lässt sich festlegen, dass man benachrichtigt wird, sobald der Gesprächspartner geantwortet hat.

Mehr wissen: Die Suchfunktion Spotlight durchkämmt nun nicht mehr nur das Gerät selbst, sondern auch das Web. Wird sie fündig, zeigt sie Suchergebnisse in der Nähe, Webfundstellen wie die Wikipedia, Webseiten und passende Apps an.

Fotos-App: Die bisher sehr rudimentären Bildbearbeitungsfunktionen seiner Foto-App hat Apple deutlich erweitert. Bemerkenswert ist, dass die App schief aufgenommene Bilder nun automatisch gerade ausrichtet. Klappt das nicht, kann man manuell nachjustieren.

Feinschliff: Ein Fingertipp auf das Poti-Symbol der Foto-App fördert ein Untermenü zutage, in dem man weitere Funktionen findet. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Kontrast und Helligkeit zu manipulieren.

Schneller sein: Auf Nachrichten kann man jetzt sofort reagieren. Wird eine neue Mitteilung oben auf dem Bildschirm eingeblendet, wischt man kurz von oben aus darüber hinab. Sofort öffnet sich ein Fenster, in das man seine Antworten tippen kann. Die Tastatur bietet dabei gängige Antworten als Vorlage an.

Wo stecken Energieschleudern? Im Untermenü Allgemein -) Benutzung -) Batterienutzung kann man sich anzeigen lassen, welche Apps wie viel Prozent des Gesamtenergieverbrauchs ausmachen. Sehr nützlich, um starke Verbraucher zu identifizieren, ist dabei die Messung des Verbrauchs der letzten sechs Tage.

Chat mit Sprache: In der Nachrichten-App gibt es jetzt ein Mikrofon-Icon. Indem man seinen Finger darauf drückt, startet man eine Audio-Aufzeichnung. Sobald man den Finger hebt, wird die Aufzeichnung beendet und an den Chart-Partner gesendet.

Besser weniger tippen: Die neue Quick-Type-Tastatur kann es leichter machen, schneller lange Texte zu schreiben. Sie gibt oft recht gute Vermutungen dazu ab, was man wohl als nächstes tippen will. Statt das Wort zu schreiben, reicht es dann aus, auf den Vorschlag zu tippen.

Bleibt alles in der Familie: Mit der sogenannten Familienfreigabe können Familienmitglieder jetzt über eine gemeinsame Zahlungsmethode im iTunes- und App Store shoppen. Anders ausgedrückt: Papa zahlt, alle anderen kaufen ein. Der große Vorteil ist, dass alle Zugriff auf alle Inhalte haben.

Schnellzugriff: Die Personen, mit denen man zuletzt per iPhone Kontakt hatte, kann man sich per Doppeltipp auf den Home-Button anzeigen lassen. Ein Tipp auf einen der dargestellten Köpfe fördert Symbole zur schnellen Kontaktaufnahme über alle verfügbaren Kanäle (Teleon, Handy, Facetime, SMS) auf den Bildschirm.

Siri wird musikalisch: Mit iOS 8 lernt die Sprachassistenzfunktion Siri auch Musikstücke zu erkennen, so wie die bekannte App Shazam. Um herauszufinden, was man gerade hört, fragt man Siri einfach "Welche Musik höre ich gerade?". Man kann das auch als Quiz auffassen.

Übersicht schaffen: In der Nachrichtenzentrale, die man öffnet, indem man von oben nach unten über den Bildschirm wischt, lassen sich Mitteilungen auf dieselbe Weise bearbeiten wie in der Mail-App, also, indem man von rechts über die Nachrichten wischt.

Mehr Bewegung: Die Health-App, die Apple mit iOS 8 liefert, ist bisher noch weitgehend nutzlos. Sie wird erst dann interessant, wenn andere Apps und Fitness-Gadgets ihre Daten einspeisen. Bisher kann sie gerade mal Schritte zählen und abschätzen, wie viele Stockwerke man gestiegen ist.

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insgesamt 22 Beiträge
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1. Völlig Wertefrei
Tedious 26.09.2014
...meldet dich Chip einen weiteren Bug. Was dran ist bleibt abzuwarten... da die Meldung bereits 4 Stunden alt ist hat entweder die Chip oder SPON geschlampt ;) Bin mal gespannt ob da was dran ist: http://www.chip.de/news/Apple-iOS-8.0.2-ist-da-und-macht-auch-Probleme_72910171.html
2. Chip ist nicht zu trauen...
resomax 26.09.2014
Zitat von Tedious...meldet dich Chip einen weiteren Bug. Was dran ist bleibt abzuwarten... da die Meldung bereits 4 Stunden alt ist hat entweder die Chip oder SPON geschlampt ;) Bin mal gespannt ob da was dran ist: http://www.chip.de/news/Apple-iOS-8.0.2-ist-da-und-macht-auch-Probleme_72910171.html
Chip ist das Haus und Hof-Magazin von Microsoft, Objektivität gegenüber Apple kennen die nicht und machen wirklich alles runter, was von A. kommt. Der vermeintliche neue Bug hatte etwas mit der Zeitverschiebung zu Australien zu tun, aber Chip möchte daraus eine weitere "...Gate"-Sensation machen. Schlechte Recherche nennt man sowas!
3. 40000 Geräte
olaf_olafson 26.09.2014
Klingt viel, aber bei 10-15 Millionen neu verkauften Geräten (10 waren es für Freitag bis Sonntag, 15 ist eine Schätzung bis Mittwoch) wären es 0,04 bzw. 0,02% der Geräte, die betroffen waren. Ältere Geräte als das iPhone 6 und 6+ waren sowieso nicht betroffen. Immer noch sehr ärgerlich. Aber diese Zahl relativiert es doch etwas. Zumal jeder Nutzer das Problem selbst in ca. einer halben Stunde beheben konnte und das nächste Update schon 2 Tage später erschienen ist.
4. Oh, so schnell?
treczoks 26.09.2014
Haben die Amerikanischen Sicherheitsbehörden so viel Druck aufgebaut, dass die Hintertür in die lokale Verschlüsselung jetzt schon kommt?
5. Lächerlich
phillallin 26.09.2014
Es ist lächerlich ein Fass auf zu machen bei solch kleinen Fehlern! Wie Olaf_Olafson schon sagt, es waren knapp 0,04% der Käufer von dem Fehler betroffen. Davon träumen andere Firmen. Kommischerweise regen sich auch immer nur Leute auf, die gar kein Apple-Gerät ihr Eigen nennen. Da komm ich bis heute nicht dahinter, was das soll. Haben die keine eigenen Probleme?
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