Apples iPhone-Präsentation Innovation war gestern

Goldenes Gehäuse, Plastikhüllen und bessere Chips: Mit zwei neuen iPhone-Modellen will Apple sich gegen die Übermacht der Android-Handys wehren. Doch statt aufregender Erfindungen präsentiert der Konzern fast nur Designänderungen.

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Viel Überraschendes gab es nicht zu sehen, als Apple am Dienstagabend das iPhone 5S und das iPhone 5C präsentierte. Viele technische Details der beiden neuen Mobiltelefone waren schon lange vor dem offiziellen Termin durchgesickert, sogar Fotos kursierten vorab online. Tim Cooks Versuche, die Geheimhaltung im Konzern zu verbessern, sind bisher gescheitert. Die Produktpräsentation hatte immerhin ein Novum zu bieten: Zum ersten Mal stellte Apple zwei neue iPhones zugleich vor.

Dabei ist das günstigere iPhone 5C die eigentliche Novität und bietet zugleich kaum Neues. Im Grunde handelt es sich technisch weitgehend um ein neu gestaltetes iPhone 5. Als Antrieb dient derselbe A6-Prozessor, das Display ist derselbe 4-Zoll-Retina-Bildschirm und Fotos knipst es mit derselben Acht-Megapixel-Kamera.

Neu ist allerdings die zum Nutzer gerichtete Kamera, die verbessert worden sein soll. Der neue Mobilfunkchip im iPhone 5C kann sich mit mehr LTE-Netzen verbinden als die Funktechnik des Vorgängermodells. Für Deutschland bedeutet das, dass man als iPhone-Nutzer nicht mehr auf das Telekom-LTE-Netz beschränkt ist, sondern auch Vodafones LTE-Netz nutzen kann.

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iPhone 5S und iPhone 5C: So sehen die neuen Apple-Smartphones aus
Der deutlichste Unterschied gegenüber dem iPhone 5 ist aber das Design. Statt in Aluminium steckt das C-Modell in einem Plastikgehäuse. Wie seinerzeit Nokia bei seinen Lumias, bezeichnet Apple den Kunststoff aber lieber fein als Polycarbonat. Im Vergleich zum iPhone 5 ist das 5C deutlich runder, es fühlt sich gut an. Weil es mit knalligen Farben lackiert und mit einem hochglänzenden Klarlack überzogen ist, wirkt es trotzdem nicht billig.

Billig ist das 5C auch nicht. 599 Euro kostet die Version mit 16 GB Speicher, mit 32 GB Speicherplatz kostet das 5C 699 Euro.

Highspeed mit dem iPhone 5S

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Neues Smartphone: Die besten Bilder der iPhone-Präsentation
Für das neue iPhone 5S muss man noch mehr ausgeben, die Preise beginnen bei 699 Euro (für das Modell mit 16 GB Speicher). Das teuerste 5S kostet 899 Euro (64 GB). Beim 5S steckt die Technik im selben Gehäusetyp wie beim iPhone 5, nur die Farben wurden verändert. Weiß gibt es nicht mehr, dafür einen Grauton, den Apple als Space Grey bezeichnet. Außerdem gibt es das iPhone 5S auch in einem golden schimmernden Farbton.

Technisch hat sich einiges getan. Der neue A7-Chip soll doppelt so viel Leistung bringen wie sein Vorgänger. Im Rahmen der Pressekonferenz wurde eine an die neue Chiptechnik angepasste Version eines iPhone-Spiels gezeigt, die mit realistischen Lichteffekten und detaillierter Grafik beeindruckte. Beim Ausprobieren war die Rechenleistung vor allem bei der Kamera-App spürbar. Die beherrscht jetzt Gimmicks wie einen Zeitlupen-Videomodus, der 120 Bilder pro Sekunde in Full HD aufzeichnet.

Sicherheit per Fingerabdruck?

Ein weiteres Highlight ist der in den Home-Button integrierte Fingerabdruck-Scanner, mit dem man das iPhone 5S entsperren kann, indem man einen Finger kurz auf den Scanner legt. Beim ersten Ausprobieren funktionierte das sehr schnell und zuverlässig. Der Vorgang, einen Fingerabdruck als zulässig zu registrieren, dauert nur ein paar Sekunden. Bis zu fünf Fingerabdrücke kann man auf diese Weise als gültig definieren. Ängste, die Daten der Fingerabdrücke könnten in fremde Hände geraten, womöglich in die der NSA, versucht Apple mit der Angabe zu begegnen, dass sie nur auf dem A7-Chip gespeichert werden und angeblich nicht ausgelesen werden können.

Wie sicher die Technik wirklich ist, kann nur ein Test zeigen. Dabei gilt es auch auszuprobieren, wie gut es funktioniert, sich im App Store oder iTunes Store per Fingerabdruck auszuweisen. Unklar ist auch, wie genau der Scanner den Finger abtastet und wie leicht sich die Sperre umgehen lässt. Gute Fingerabdrucksensoren messen beispielsweise, ob der Finger einen Pulsschlag aufweist. So haben kopierte Abdrücke (beispielsweise von der Hülle) oder abgeschnittene Finger keine Chance.

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Apple-Handy: Alle iPhone-Modelle im Überblick
Fraglich ist, welche Erfolgschancen Apple mit seinen neuen Modellen hat. Mit dem iPhone 5C hat der Konzern einem Billighandy eine klare Absage erteilt. Das günstigste Apple-Handy ist jetzt das iPhone 4S für 399 Euro, das mit Technik von 2011 bestückt ist. Damit vergleichbar ist beispielsweise Samsungs Galaxy S2, das man im Web für wenig mehr als die Hälfte bekommt. Statt Einsteiger zu locken oder neue Märkte in Schwellenländern zu erobern, wird das iPhone 5C eher zu einem Mode-Accessoire in westlichen Ländern werden.

Das iPhone 5S wird es nicht leicht haben, sich gegen die Android-Konkurrenz durchzusetzen. Es ist vollkommen am Trend vorbei gestaltet, hat weder einen größeren Bildschirm bekommen noch das überfällige Upgrade auf NFC-Datenfunk. Der stattdessen eingebaute Fingerabdruck-Scanner mag ein nettes Extra sein. Neu ist die Technik aber nicht, ein solcher Sensor war schon im Motorola Atrix eingebaut. Zudem weckt die Funktion bei machen die Befürchtung, ihre Fingerabdrücke könnten in fremde Hände geraten.

Das Diktat der Kompatibilität

Bei den Teilnehmern der Apple-Pressekonferenz am Dienstagabend in Berlin hinterließen die neuen Modelle gemischte Eindrücke. Viele hatten sich mehr erhofft. Statt Sensationen gab es nur Erwartbares. Die neuen iPhones sind moderate Produktpflege ohne Innovationen, wie man sie von Apple erwartet. Auch die Anleger hatten sich mehr erwartet: Die Apple-Aktie Chart zeigen verlor gut zwei Prozent und notiert bei 495 Dollar.

Ob das Apple schaden wird, ist nicht sicher. Auch nach der Vorstellung des iPhone 4S, das sich gegenüber seinem Vorgänger vor allem durch den sprachgesteuerten Assistenten Siri auszeichnete, war von Apples Abschwung die Rede. Dasselbe geschah, als das iPhone 5 vorgestellt wurde und sich in erster Linie durch seinen leicht gestreckten Bildschirm vom Vormodell unterschied. Verkaufsschlager wurden beide trotzdem.

Bleibt die Frage, ob Apples Publikum dem Konzern ein weiteres Mal nachsieht, dass er sich völlig von den Trends absetzt, die den Smartphone-Markt derzeit beherrschen. Natürlich gibt es Argumente, die für das 4-Zoll-Format der 5er-iPhones sprechen. Ebenso kann man argumentieren, dass man die Auflösung nicht weiter hochschrauben kann, damit der Bildschirm kompatibel zu Apps bleibt, die für die derzeitigen Auflösungen programmiert wurden.

Allerdings: Dieses Diktat der Kompatibilität hat über Jahre Microsoft ausgebremst.

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gonzo24 11.09.2013
1. Habe
Zitat von sysopAPGoldenes Gehäuse, Plastikhüllen und bessere Chips: Mit zwei neuen iPhone-Modellen will Apple sich gegen die Übermacht der Android-Handys wehren. Doch statt aufregenden Erfindungen präsentiert der Konzern fast nur Designänderungen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/iphone-5c-und-iphone-5s-im-ersten-hands-on-a-921547.html
jetzt zwei Jahre lang ein Galaxy Nexus gehabt . Damals bin ich vom Iphone weg, weil mich viele Dinge eines offenen Systems gereizt haben. Nach zwei Jahren Androis kann ich nur eines sagen. Das Googlebetriebssystem ist ist ab 4.0 erwachsen geworden, aber immer noch kein Vergleich zum IOS. Schlampig programmierte Apps, dadurch reihenweise Abstürze und schlechte Performance. Kein (auch der Systemeigene von Android)Browser schafft es auf dem Googlebetriebssystem , allen Anforderungen gerecht zu werden. Ich hatte zum Schluss vier Browser im Einsatz,weil Firefox da funktionierte, beim Einloggen in mein Skyabo aber nicht funktionierte,für andere Webseiten ich wieder einen anderen Browser benötigte, weil in diesem Flash wieder besser funzte ....usw. Dann noch die unglaublich schlechte Touchabfrage bei Android.....aber lassen wir das. Alles in allem ist das Kinderkram und ist vieleicht was für den Pausenhof. Wer aber wie ich sein Smartphone von der Navisoftware,Emailverknüpfung, Kamera,...etc. beruflich nutzt,weis was er an einem iPhone hat. Ich habe mein jetziges iPhone eingschaltet und war wieder "Zuhause". Das Apple mit der gestrigen Präsentation keine Bäume ausreissen wird, war schon im Vorfeld klar. Es ging um Feinheiten,die durchaus vorhanden sind. Das neue os 7 ist mit Sicherheit gut durchdacht. Natürlich sind die Menschen enttäuscht, die bei jeder Präsentation von Apple , die Neuerfindung des Rades sehen wollen. der Wiederverkaufswert eines einigermassen gepflegten iPhones spricht Bände und wer seine Aktien wegen einer Präsentation wie der gestrigen verkauft, naja dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen. Ansonsten viel Spass mit einem bald 6 Zoll große Vesperbrett am Ohr, über dich sich zukünftige Generationen in Retroshows einen Ast lachen werden.(Hatte ja selbst zwei Jahre lang so ein Riesenteil dabei)
belalugosi 11.09.2013
2. optional
Der Sachverstand des Autors ist ja erschreckend.64 Bit- Architektur und Authentifizierung per Finger sind mehr Innovation als der Spiegel hier es in 10 Jahren geschafft hat
mischpot 11.09.2013
3. Quatsch solche Titel
Innovation war gestern ist quatsch. Ideen und Kreativität sowie Vision ist gefragt. Das schein Apple allerdings verlassen zu haben.
bene_lava 11.09.2013
4. Apple tut sich keinen Gefallen....
Zitat von sysopAPGoldenes Gehäuse, Plastikhüllen und bessere Chips: Mit zwei neuen iPhone-Modellen will Apple sich gegen die Übermacht der Android-Handys wehren. Doch statt aufregenden Erfindungen präsentiert der Konzern fast nur Designänderungen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/iphone-5c-und-iphone-5s-im-ersten-hands-on-a-921547.html
Ich denke nicht, dass sich Apple damit einen Gefallen tut, jeder Jahr ein neues Modell heraus zu bringen, das jeweils fast identisch zum Vorgängermodell ist. Ich habe das IPad 2 und das Ipad 4. Ich merke fast keinen Unterschied. Das Bild ist ein wenig schneller. Apps laufen, wenn man gaaaaaaanz genau drauf achtet. etwas flüssiger. Das gleiche gilt fürs Iphone 4s, 5 und 5s/c. Lieber mal ein Jahr aussetzen und mit etwas wirklich neuem rauskommen.
nurmeinsenf 11.09.2013
5. Das Plastikdesign auf dem Spiegel-Foto...
...sieht unglaublich billig aus. Vor allem die Farbkombination. Ist es aber nicht, weil von Apple. Reicht die Markengläubigkeit der Apple-Fans, oder muß das Marketing jetzt einen Gewaltakt stemmen?
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