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iPhone 6s: Nutzer klagen über heiße Home-Buttons

Fingerabdruck-Scanner im iPhone 6s: Neigt der Sensor zur Überhitzung? Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Fingerabdruck-Scanner im iPhone 6s: Neigt der Sensor zur Überhitzung?

Folgt auf das Bendgate das Buttongate? In sozialen Netzwerken klagen einige Nutzer, ihre neuen iPhones schalteten sich spontan ab, die Home-Buttons würden sehr heiß. Ein Serienfehler?

Droht Apple eine üble Blamage? Kaum sind die neuen iPhones 6s und 6s Plus auf dem Markt, klagen die ersten Käufer über Probleme. Bei einigen schaltet sich das Gerät trotz halbvollen Akkus plötzlich ab, bei anderen funktioniert 3D Touch irgendwann nicht mehr richtig. Für die meiste Aufregung sorgen jedoch Berichte, der Home-Button der Geräte werde heiß.

Für Apple kommen solche Meldungen zur Unzeit: Die neuen iPhones sind seit nicht einmal zwei Wochen im Handel, schlechte Nachrichten könnten die Verkäufe des für Apple wichtigsten Produkts bremsen.

Zuletzt hat das Techblog "Mashable" von dem Phänomen berichtet, zuerst "9to5mac". Beide zitieren Twitter-User, die von den genannten Problemen berichten. So schreibt Jonnie Hallman, sein Home-Button sei zu heiß zum Anfassen gewesen, nachdem sich sein Handy plötzlich abgeschaltet habe.

Tatsächlich fördert eine Twitter-Suche nach dem Thema eine Reihe von Treffern zutage. Doch die meisten davon beziehen sich nur auf Blogposts oder Presseartikel. Vergleichsweise selten findet man Nutzer, die tatsächlich das geschilderte Problem plagt.

Zum Durchklicken: Die neuen iPhones im Test

Die Unterschiede sind kaum zu erkennen. Von links nach rechts liegen hier iPhone 6s, iPhone 6, iPhone 6s Plus und iPhone 6 Plus nebeneinander.

Die neue Farbvariante Roségold sticht allerdings deutlich hervor.

Ob Apple Probleme hat, das pinkfarbene Modell herzustellen oder ob die Nachfrage danach einfach sehr hoch ist, lässt sich nicht sagen. Aber während die anderen Modelle im Vorverkauf bequem zum Erstverkaufstag, dem 25. September, bestellbar sind, werden für diese Variante bereits wochenlange Wartezeiten in Aussicht gestellt.

Das Pinkmetallic wurde bei dem neuen Modell konsequent auf alle sichtbaren Teile übertragen.

Auch die neuen iPhones benötigen wieder eine Nano-Sim-Karte, die in eine kleine Schublade eingelegt werden muss.

Einen USB-C-Anschluss, wie man ihn mittlerweile bei einigen aktuellen Android-Smartphones findet, baut Apple nicht ein. Stattdessen setzt das Unternehmen weiter auf seinen Lightning-Connector.

In den Homebutton ist wieder ein Fingerabdrucksensor eingebaut. Gegenüber dem Vormodell soll er doppelt so schnell sein. Im Alltag ließ sich kaum ein Unterschied feststellen.

Die Auflösung der Bildschirme ist so hoch, dass sich mit bloßem Auge keine Pixel erkennen lassen. Hier haben wir mit siebenfacher Vergrößerung eine Nahaufnahme des Displays eines iPhones 6s gemacht, um die Bildpunkte sichtbar zu machen.

Die Selfiekamera hat ein signifikantes Update bekommen, zeichnet jetzt 5 Megapixel auf. Zuvor waren es 1,2. Der Bildschirm dient ihr als Blitzersatz.

Auch die Hauptkamera der neuen iPhones wurde aufgewertet, nimmt zwölf statt bisher acht Megapixel auf und kann jetzt auch 4K-Videos filmen. Im iPhone 6s Plus wird das Linsensystem durch einen optischen Bildstabilisator unterstützt.

Die am deutlichsten spürbare Neuerung der iPhones 6s und 6s Plus ist die Funktion 3D Touch.

Drückt man etwas kräftiger auf App-Symbole, lassen sich per 3D Touch Menüs ausklappen, über die man auf einige Funktionen der App sofort zugreifen kann.

Welche Funktionen per 3D Touch nutzbar sind, entscheidet der Entwickler, selbst auswählen kann man nicht.

Auch in Apps selbst lässt sich 3D Touch nutzen. Hier beispielsweise wird der Inhalt einer Playlist angezeigt, nachdem diese per 3D Touch ausgewählt wurde.

Auch im Adressbuch und der Telefon-App ist 3D Touch nützlich. Drückt man auf den Namen einer Person, wird angezeigt, über welche Kommunkationswege man diese Person erreichen kann.

Ein Druck auf die Fotos-App fördert diese Menü hervor, über das man unter anderem die neuesten Aufnahmen und Bilder anzeigen lassen kann, die man vor einem Jahr aufgenommen hat.

Die E-Mail-App von iOS 9 ist ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten von 3D Touch. Drückt man auf eine Mail, wird eine Vorschau von deren Inhalt angezeigt.

Schiebt man die E-Mail nach links, lässt sie sich sofort löschen. Ein Wisch nach rechts markiert sie als gelesen.

Schiebt man die Nachricht nach oben, werden verschiedene Optionen angezeigt, etwa, um sie zu beantworten oder weiterzuleiten.

Wer mit 3D Touch nicht zurechtkommt, sollte einen Blick in die Einstellungen-App werfen. Dort gibt es unter Allgemein/Bedienungshilfen die Möglichkeit einzustellen, wie sensibel der Bildschirm auf den Druck der Finger reagieren soll.

In Apples Support-Foren sieht es nicht anders aus. Schon am 29. September klagte Nutzer JazzieFayy über das Problem, bis heute umfasst der Diskussionsstrang 39 Einträge. Eine Antwort von einem Apple-Mitarbeiter hat er bis heute nicht bekommen.

Auch auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE äußerte sich der Konzern nicht zu dem Thema. Das ist nicht ungewöhnlich, denn wenn Apple zu Problemen Stellung bezieht, dann entweder erst dann, wenn sie gelöst sind oder eine so große Breitenwirkung haben, dass der öffentliche Druck zu groß ist.

Kein Massenphänomen

In der Redaktion konnten wir die Probleme nicht nachvollziehen. Auch eine Messung der Oberflächentemperatur des Fingerabdrucksensors per Wärmebildkamera ergab keine erhöhten Werte.

Aber vielleicht haben wir mit unseren iPhones einfach nur Glück, denn offenbar haben ja andere Anwender durchaus Probleme mit ihren nagelneuen Apple-Handys. Ein Massenphänomen scheinen allerdings weder die plötzliche Selbstabschaltung noch die Überhitzung des Fingerabdrucksensors zu sein. Bei 13 Millionen verkauften Geräten allein am ersten Verkaufswochenende ist die Zahl der Schadensmeldungen dafür einfach zu gering.

Wer tatsächlich ein iPhone 6s besitzt, das eines der genannten Probleme hat, sollte sich damit an Apple wenden und es umtauschen lassen. Im Übrigen ist es Apples normale Vorgehensweise, derartige Macken per Software-Update zu beheben. Zwei solche Updates hat das Unternehmen bereits seit der Veröffentlichung von iOS 9 herausgebracht.

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16  Bilder
Neuerungen in iOS 9: Das erwartet Sie im iPhone-Update

mak

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Das ist das Winterpaket!
Rubyconacer 06.10.2015
Hätte Apple besser vermarkten sollen! Wer hat schon beheizte Knöpfe?
2.
me @ work 06.10.2015
Hallo. Brechende Neuigkeiten: Die beschriebene Erwärmung tritt nur nach dem Besuch unredlicher Netzseiten auf.
3. Oje
Bueckstueck 06.10.2015
Reisserische Headline und dann folgt eine Null-Meldung. Ich bin der erste der sich über apples ignoranten Umgang mit tatsächlich weitverbreiteten Problemen beschwert, aber hier geht es bislang offensichtlich um ein paar wenige Einzelfälle von Leuten die halt einfach ein defektes Gerät besitzen - Pech nennt man das, nicht Glück wenn man nicht betroffen ist. Ehrlich, die Qualität solcher Meldungen lässt viel zu wünschen übrig...
4. Artikel voller gehässiger Spitzen
axcoatl 06.10.2015
Früher gab es auch mal neutrale Artikel. ;-)
5. Unwichtiges Problem!
xineohp 06.10.2015
Bitte nicht wieder zensieren! -> Also nochmal: unbeaufsichtigte Internetnutzung durch Minderjährige kommt einer groben Vernachlässigung der Aufsichtspflicht durch Schutzbefohlene gleich. Inhalte im Internet können insbesondere Kinder und Jugendliche nachhaltig traumatisieren. Schutzsoftware ist wirkungslos, da die jungen Menschen trotzdem direkt oder indirekt an die entsprechenden Inhalte herankommen - früher oder später. Dazu kommt: mindestens 12 Prozent Internetsucht in Südkorea - Dunkelziffer weitaus höher. Schützt endlich Eure Kinder: keine internetfähigen Geräte an Kinder und Jugendliche ausgeben. Handy ohne Internetfunktion und Rechner nur physisch vom Netz getrennt oder direkt beaufsichtigt nutzen lassen. Klare Medienzeiten setzen und zweckoptimierte Nutzung fördern - dann macht's auch wieder Spass :-) Bitte nicht kleinreden das Problem - es kostet uns Generationen.
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