Gerüchte zu Apple-Neuheiten Das ist vom Jubiläums-iPhone zu erwarten

Was kann Apple zehn Jahre nach dem ersten iPhone Neues liefern? Kurz vor der Produktpräsentation verdichten sich wieder einmal die Gerüchte. Was die Nutzer vermutlich erwarten können.

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Aus San Jose berichtet


Zehn Jahre iPhone - gefeiert im neuen Steve Jobs Theater: Unter diesen Vorzeichen startet Apple am Dienstagabend in seine diesjährige Produktpräsentation. Zum ersten Mal wird die Veranstaltung im neuen Apple-Hauptquartier stattfinden, in einem nach dem Firmengründer benannten Saal.

Schon seit Anfang des Jahres wird über das neue iPhone-Modell für 2017 spekuliert, das zehn Jahre nach dem ersten iPhone auf den Markt kommen wird. Die Gerüchte ließen kaum einen Punkt von der Wunschliste der iPhone-Fans aus. Vieles davon waren vage Vermutungen. Doch am Wochenende vor der Apple-Präsentation tauchte eine bis dahin geheim gehaltene Version des iPhone-Betriebssystems iOS 11 auf.

Die so genannte Gold-Master-Version entspricht Berichten zufolge in vielen Punkten der Vorabversion des iPhone-Betriebsystems, die auch an Entwickler verteilt wird. Sie enthält aber auch etliche Funktionen und Daten, die in der Entwickler-Version nicht zu finden sind.

Der Programmierer Steven Troughton-Smith und die Blogger von 9to5mac tun seither nichts anderes, als die geleakte Software nach Hinweise auf neue Apple-Produkte zu durchsuchen - mit einigem Erfolg und vermutlich gern gesehen von Apple, denn so wird die Gerüchteküche um das neue Produkt noch mehr angeheizt. Viele Nutzer weltweit gieren nach Informationen und Hinweisen.

Die Macht der Acht

So enthält das geheime Update offenbar die Namen der neuen iPhones: iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X. Bisher waren viele Beobachter von anderen Bezeichnungen ausgegangen, doch dieses Schema könnte durchaus Sinn machen. Zum einen, weil die Zahl 8 in China als Glückszahl gilt und China ein Wachstumsmarkt für den Konzern ist. Zum anderen weil man das "X" in iPhone X als "Ten", also "Zehn", lesen kann - eine mögliche Anspielung auf das zehnjährige iPhone-Jubiläum.

Den Berichten zufolge wird es einige signifikante Unterschiede zwischen den drei neuen Smartphones geben. Gemeinsam wird ihnen vermutlich sein, dass sie alle von einem neuen Prozessor, dem Apple A11, angetrieben werden. Er soll mehr Leistung als der Vorgänger bringen.

OLED ist bei der Konkurrenz längst etabliert - zieht Apple nach?

Dann aber trennen sich angeblich die Wege der neuen Smartphones. Die beiden Achter dürften den aktuellen Top-Modellen ähnlich sehen, dieselben Maße und ähnliche Bildschirme haben.

Das iPhone X hingegen soll mit einem neuen OLED-Bildschirm ausgeliefert werden - Zeit dafür wäre es. Die Konkurrenz von Samsung und LG tut das schon seit Jahren. Der große Vorteil von OLED sind ein tieferes Schwarz und kräftigere Kontraste als sie mit den bisher von Apple verwendeten LCD-Displays möglich sind.

Zudem wird der Bildschirm des iPhone X fast die komplette Vorderseite bedecken, nahezu rahmenlos sein. Nur an der Oberseite wird es eine kleine Aussparung geben. Doch während Apple früher noch Maßstäbe setzte mit seinen Smartphones, wäre auch ein derartiges rahmenloses Display keine echte Neuerung mehr, schaut man auf die Konkurrenz: Da stellte etwa der chinesische Hersteller Xiaomi bereits 2016 das nahezu rahmenlose Mi Mix vor. Apple würde hier in Sachen Design bestenfalls nachziehen.

Neu beim iPhone X sollen zudem 3D-Sensoren sein, die per Selfie-Kamera an der Vorderseite des Gerätes das Gesicht des Nutzers scannen können. Dies Fähigkeit soll für die Entsperrfunktion Face ID genutzt werden können, bei der das Gesicht des Nutzers abgetastet wird. Nötig wird das, weil es beim iPhone X den Berichten zufolge keinen Fingerabdruckscanner geben wird.

Zusätzlich sollen die 3D-Sensoren auch für eine neue Chatfunkion genutzt werden: Animojis. Dabei soll es sich um Emojis handeln, die abhängig vom Gesichtsausdruck des Nutzers animiert werden.

Ein neues Apple TV

Neben den neuen iPhones wird Apple den Berichten zufolge noch mehr neue Hardware vorstellen. Zum einen dürfte das eine neue Version der Settop-Box Apple TV sein. Steve Jobs bezeichnete dieses Gerät stets als ein Hobby, mit dem Apple sich beschäftige. Das neue Modell soll angeblich 4K-Videos, HDR und Dolby Vision unterstützen.

Auch Hinweise auf eine neue Apple Watch sind in der geleakten Software gefunden worden. Deren wichtigste Neuerung ist demnach ein eingebautes LTE-Modul. Damit könnte die Smartwatch unabhängig von einem iPhone für Internet und Telefonate genutzt werden.

Außerdem sind Bilder einer neuen Version der schnurlosen AirPods-Kopfhörer aufgetaucht. Viel Neues scheint es bei denen nicht zu geben. Auffällig ist nur, dass die Ladezustands-LED nun außen am Transportgehäuse angebracht ist. Großen Druck, die AirPods zu verändern, hat Apple allerdings auch nicht. Aktuellen Berechnungen zufolge hat Apple mir den kleinen Kopfhörern bereits einen Marktanteil von 85 Prozent, bei den komplett drahtlosen Kopfhörern.

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Apples iPhone 8 und Samsungs Note 8: Zum Durchklicken: Ein Streifzug durch die Welt der Onlinegerüchte

Die Gerüchte um die vorgestellten Neuerungen mögen zwar glaubhaft sein, aber dennoch sind sie unbestätigt. Welche Neuerungen bei den iPhones und iOS 11 tatsächlich kommen werden, weiß man nicht endgültig. SPIEGEL ONLINE ist vor Ort in Cupertino und wird live berichten.

Hintergrund: Produkttests im Netzwelt-Ressort
Über welche Produkte wird im Ressort Netzwelt berichtet?
Über welche Produkte wir in der Netzwelt berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen vom Hersteller. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen.
Woher kommen die Testprodukte?
Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen bekommen wir in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen.

Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. In einigen Fällen kaufen wir Produkte auch auf eigene Kosten selbst, wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind.
Dürfen die Netzwelt-Redakteure die Produkte behalten?
In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und sogenannte Dauerleihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen. So können wir beispielsweise über Software-Updates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen.
Lassen sich die Netzwelt-Redakteure von Firmen auf Reisen einladen?
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Veranstaltungen, zu denen wir auf eigene Kosten reisen, sind unter anderem die Messen Ifa, CES, E3 und Gamescom sowie Events von Firmen wie Apple, Google, Microsoft oder Nintendo. Auf Konferenzen wie dem Chaos Communication Congress oder der re:publica bekommen wir in der Regel, wie auch andere Pressevertreter, kostenlose Pressetickets, da wir über die Konferenz berichten und keine klassischen Teilnehmer sind.
Was hat es mit den Amazon-Anzeigen in manchen Artikeln auf sich?
Seit Dezember 2016 finden sich in einigen Netzwelt-Artikeln Amazon-Anzeigen, die sogenannte Partner-Links enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link Amazon und kauft dort online ein, wird SPIEGEL ONLINE in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt.


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zila 11.09.2017
1. Danke!
Endlich ein ehrlicher Artikel, der auf die Innovationsluecke bei Apple hinweist, etwa wenn schon Xiaomi letztes Jahr auf Bezels verzichten konnte. Ehrlich gesagt, Animojis und 3D Gesichtsscanner hoert sich nach ziemlichen Nonsens an, wenn das jetzt schon die Highlights sind. Ein Irisscanner waere bestimmt sicherer, ich mag den Konfort eines Fingerabdrucksensor, den haette man sicher auf der Rueckseite unterbringen koennen. Und mit den drahtlosen Kopfhoeren hat man sich ja zwangslaeufig seinen eigenen Markt geschafften seid iPhone 7 den Anschluss wegrationalisiert hat und an die Stelle tatsaechlich ein Plastikteil ohne echte Funktion ins Gehaeuse eingefuegt wurde. Moechte nicht wissen, wieviele Leute davon angenervt sind, wenn beim joggen oder Workout der Akku gerade abschaltet. Und bei Verlust oder Bruch sind dann gleich 300 Euro weg. Und als Hifi-Kopfhoererersatz taugen Earbuds auch nicht. Naja, bei Apple-Junngern sind Kaufentscheidungen meist eh nicht so faktenbasiert.
benjorito 11.09.2017
2. Interessant...
Zitat von zilaEndlich ein ehrlicher Artikel, der auf die Innovationsluecke bei Apple hinweist, etwa wenn schon Xiaomi letztes Jahr auf Bezels verzichten konnte. Ehrlich gesagt, Animojis und 3D Gesichtsscanner hoert sich nach ziemlichen Nonsens an, wenn das jetzt schon die Highlights sind. Ein Irisscanner waere bestimmt sicherer, ich mag den Konfort eines Fingerabdrucksensor, den haette man sicher auf der Rueckseite unterbringen koennen. Und mit den drahtlosen Kopfhoeren hat man sich ja zwangslaeufig seinen eigenen Markt geschafften seid iPhone 7 den Anschluss wegrationalisiert hat und an die Stelle tatsaechlich ein Plastikteil ohne echte Funktion ins Gehaeuse eingefuegt wurde. Moechte nicht wissen, wieviele Leute davon angenervt sind, wenn beim joggen oder Workout der Akku gerade abschaltet. Und bei Verlust oder Bruch sind dann gleich 300 Euro weg. Und als Hifi-Kopfhoererersatz taugen Earbuds auch nicht. Naja, bei Apple-Junngern sind Kaufentscheidungen meist eh nicht so faktenbasiert.
Eigentlich wollte ich mich ja aus dem infantilen Hersteller-Bashing heraushalten, aber Ihr Beitrag ist so toll, darauf möchte ich dann doch eingehen: 1) Innovationslücke? Was soll denn noch kommen, oder was kommt von den anderen Herstellern? Das Smartphone ist ausgereift, jetzt kommen nur noch Dinge, die niemand wirklich braucht, aber die vielleicht für einige Käufer "nice to have" sind. 2) Woher kennen Sie den Sicherheitsfaktor der Apple-Technologie, haben Sie hier weiterführende Quellen? 3) Ein Fingerabdruckscanner auf der Rückseite? Sie gehören zu einer Minderheit, der diese Lösung befürworten würde, glauben Sie mir. Das weiß auch Apple, die kennen nämlich das Feedback der Samsung-Kunden. 4) Von welchem Plastikteil für 300,- Euro sprechen Sie? 5) Sie können mit dem mitgelieferten Adapter weiterhin Ihre alten Kabelkopfhörer nutzen, kein Problem (aber, siehe auch 6), bei solchen Details sind Apple-Hater nicht so faktenbasiert)...6) Das mit den Apple-Jüngern steht 10x unter jedem Apple-Beitrag, wird das nicht irgendwann langweilig?
zeichenkette 11.09.2017
3. Stimmt nicht so ganz...
Das Mi Mix ist nur "rahmenlos", aber mit Tricks. Erstens ist unten noch eine gutes Stück toter Rahmen und zweitens sitzt die Frontkamera dort unten, was bei Videotelefonie dazu führt, dass einem der Gesprächspartner von unten in die Nasenlöcher sieht. Apple hat oben die Kameras in eine "Insel" im Display integriert, außerdem sind das Stereokameras für 3D-Scanning und der Lautsprecher zum Telefonieren befindet sich auch dort wo er hingehört. Wie so oft muss man sagen, dass andere schneller sind, aber Apple macht das dann ein Weilchen später halt richtig. Man darüber ja unken wie man will, aber mit "Erster!" kriegt man auf Dauer halt weniger Kunden überzeugt als mit "Richtig!". Apple war noch nie Erster bei irgendwas. Außer vielleicht bei "gab es vorher schon, jetzt kann man damit aber etwas anfangen", wie bei Touchscreens und Smartphones überhaupt... Und wer das anders sieht, soll sich halt ein Mi Mix kaufen und jedem sagen, dass das eher drei schmale Ränder hatte als das iPhone.
dbeck90 11.09.2017
4. Und dann kann man selbst wieder sagen
das Apple ja nur an Geld vom Verkauf der Adapter interessiert sit blabla... apple war mal gut. Alles über Iphone 5S ist undurchdachter schrott. Hatte 6 arbeitsbedingt und 6s privat, kann daher wahrscheinlich sogar mitreden. Man hat mich aus dem Apple Store geschmissen weil ich mich nicht abzocken lassen wollte (Akkufehler des Iphone 6S, den knapp 50% aller iphones betraf) freund hat nach einem persönlichen Gespräch mit dem Geschäftsführer sein Modell ersetzt bekommen. Und der Akku war dennoch sehr klein, häufig erhitzte sich das Iphone ohne offene Anwendung. Bendgate beim Iphone 6 war tatsächlich sehr ausgeprägt. Und das Beste war, dass die Bauteile immer komplizierter zu tauschen sind. Das 5S ist ideal für reisen, display bei bruch in 10 minuten getauscht. Ab 6S / 7 ist der Tausch der Bauteile fast unmöglich geworden.Die Liste ist ewig...
wolke:sieben 11.09.2017
5. Apple ist mein Favorit
...ich warte schon seit langen, dass ich das neue IPhone in den Händen halten kann, Preis ist Nebensache, Qualität ist entscheidend.
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