iTunes Match: Apple lässt seine Musikwolke fliegen

Die ganze Musiksammlung verfügbar, immer und überall, gespeichert in einer Datenwolke, das soll der Apple-Dienst iTunes Match leisten. Jetzt ist das Angebot in den USA gestartet, es wird hoch gelobt - und musste gleich wieder geschlossen werden.

Musikwolke: iTunes Match startet in den USA
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Darauf haben viele Anwender gewartet: Am Montagabend hat Apple seinen Musikdienst iTunes Match in den USA gestartet. Das Angebot ermöglicht es, Songs, die man beispielsweise von eigenen CDs gerippt hat, in Apples Datenwolke iCloud zu speichern. So sind die Titel überall für jedes Gerät verfügbar, das mit dem Account des jeweiligen Nutzers verbunden ist. Sprich: Auf allen Apple-Geräten funktioniert's und auf Computern, auf denen iTunes läuft.

Das Besondere: Der Service funktioniert, ohne dass man die Titel umständlich und zeitaufwendig hochladen müsste, so wie es beispielsweise bei Google Music der Fall ist. Die Software erkennt, um welche Songs es sich handelt und ordnet die entsprechenden Titel aus dem iTunes-Angebot zu. Nicht selten dürfte man damit einen guten Tausch machen, da Apple alle Songs bei iTunes Match in hoher Qualität ablegt.

Großes Interesse hat der Dienst auch deshalb auf sich gezogen, weil es mit Apples Technik nicht möglich ist, zu überprüfen, ob jemand legal in den Besitz von Songs gekommen ist, die er per iTunes Match in der iCloud speichern will. Teilweise wird das Angebot deshalb scherzhaft als Möglichkeit abgetan, illegale angehäufte Musiksammlungen gegen Gebühr zu legalisieren. In den USA verlangt Apple eine Jahresgebühr von 25 Dollar für iTunes Match.

Ursprünglich hatte der Konzern angekündigt, den Dienst bereits Ende Oktober anlaufen zu lassen. Als iTunes Match nun mit gut zwei Wochen Verspätung freigeschaltet wurde, war der Andrang immens: Wie "paidcontent" berichtet, erhielten Interessenten schon wenige Stunden nach dem Start die Meldung, es seien "derzeit keine neuen iTunes-Match-Abonnements verfügbar", man solle es doch später noch einmal versuchen.

Journalisten und Blogger, die die Software bereits testen konnten - eine Vorabversion ist für Entwickler bereits seit Wochen verfügbar - zeigten sich überwiegend begeistert davon, wie schnell und einfach das Angebot funktioniert.

Anwender aus Deutschland müssen sich allerdings nicht beeilen, das für iTunes Match notwendigen Software-Update auf iTunes 10.5.1. auszuführen. Bislang fehlen dem US-Konzern noch die Lizenzrechte für den Betrieb des Musikdienstes hierzulande. Ursprünglich wollte der Konzern den Dienst noch vor Jahresende auch in Deutschland anbieten. Der Deutschen Presseagentur (dpa) zufolge hat das Unternehmen aber bisher keine Gespräche über neue Lizenzen mit der Verwertungsgesellschaft Gema aufgenommen.

mak

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insgesamt 11 Beiträge
Konstruktor 15.11.2011
iTunes Match "legalisiert" gar nichts – wenn man eine Raubkopie darin einspeist, bekommt man zwar eine qualitativ bessere Datei heruntergeladen, bleibt aber von der Musikindustrie immer noch exakt genauso angreifbar wie [...]
iTunes Match "legalisiert" gar nichts – wenn man eine Raubkopie darin einspeist, bekommt man zwar eine qualitativ bessere Datei heruntergeladen, bleibt aber von der Musikindustrie immer noch exakt genauso angreifbar wie zuvor, wenn die das herausfinden sollten (und verletzt nebenbei auch noch die Vereinbarung mit Apple). Apple verpetzt natürlich niemanden, nicht zuletzt, weil sie auch überhaupt nicht prüfen, wo die ursprüngliche Datei herkam, aber da dabei die Meta-Daten (Tags) erhalten bleiben, sollte man vielleicht vorher wenigstens solche Tag-Kommentare wie "gerippt von MegaThief" ausputzen, wenn man ganz sicher gehen will, denn auch die werden in die neuen Dateien hinüberkopiert…! ;-)
fessi1 16.11.2011
Die Titel werden, gegen Gebühr, in der Cloud zur Verfügung gestellt. Heruntergeladen wird da nix. Ergo ändert sich da auf dem eigenen Rechner auch nix. Wenn man die Gebühr nicht mehr entrichtet ist es auch mit der Cloud [...]
Zitat von KonstruktoriTunes Match "legalisiert" gar nichts – wenn man eine Raubkopie darin einspeist, bekommt man zwar eine qualitativ bessere Datei heruntergeladen, bleibt aber von der Musikindustrie immer noch exakt genauso angreifbar wie zuvor,
Die Titel werden, gegen Gebühr, in der Cloud zur Verfügung gestellt. Heruntergeladen wird da nix. Ergo ändert sich da auf dem eigenen Rechner auch nix. Wenn man die Gebühr nicht mehr entrichtet ist es auch mit der Cloud vorbei. Der einzige Vorteil. Man muss seine Musiksammlung nicht stundenlang hochladen, so man das denn überhaupt möchte. Sollte ich den Dienst falsch verstanden haben, lasse ich mich gerne berichtigen.
clr1 16.11.2011
hoffentlich stellt sich die Gema nicht quer, ich warte schon sehnlichst auf diesen Dienst, dann kann ich endlich mit meinem ATV2 auf die Musik zugreifen, ohne, dass der Rechner laufen muss.
hoffentlich stellt sich die Gema nicht quer, ich warte schon sehnlichst auf diesen Dienst, dann kann ich endlich mit meinem ATV2 auf die Musik zugreifen, ohne, dass der Rechner laufen muss.
mitleserb 16.11.2011
Immer wieder lustig wie Apple die Musikindustrie vorführt und Angebote erzeugt die der Benutzer annimmt und auch noch Geld damit verdient. Die MI ist einfach unfähig etwas adäquates aufzustellen, warum auch immer. Sie verklagen [...]
Immer wieder lustig wie Apple die Musikindustrie vorführt und Angebote erzeugt die der Benutzer annimmt und auch noch Geld damit verdient. Die MI ist einfach unfähig etwas adäquates aufzustellen, warum auch immer. Sie verklagen lieber anstatt sich wirklich um ihr Geschäft und ihre Zukunft zu kümmern.
EmmetBrown 16.11.2011
Wenn es stimmt was im Artikel steht dann sehe ich da schwarz. Scheinbar hat man noch nicht einmal begonnen mit der GEMA zu sprechen. Da sieht wohl auch Apple ein, dass es ein langwieriges und nahezu sinnloses Unterfangen ist.
Zitat von clr1hoffentlich stellt sich die Gema nicht quer, ich warte schon sehnlichst auf diesen Dienst, dann kann ich endlich mit meinem ATV2 auf die Musik zugreifen, ohne, dass der Rechner laufen muss.
Wenn es stimmt was im Artikel steht dann sehe ich da schwarz. Scheinbar hat man noch nicht einmal begonnen mit der GEMA zu sprechen. Da sieht wohl auch Apple ein, dass es ein langwieriges und nahezu sinnloses Unterfangen ist.
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  • Dienstag, 15.11.2011 – 17:24 Uhr
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