Fliegendes Netz Japanische Polizei fischt Drohnen aus der Luft

Warum sollte man sich komplizierte Technik ausdenken, wenn es auch einfach geht: Tokios Polizei will illegal fliegende Drohnen mit einer Methode vom Himmel holen, die sich ein Fischer ausgedacht haben könnte.

Polizeidrohne in Japan: Fischzug am Himmel
Youtube.com/ /JIJIPRESS

Polizeidrohne in Japan: Fischzug am Himmel


Tokios Polizei rüstet sich für den Kampf gegen illegale Drohnenflüge. Statt sich, wie bisher, am Boden auf die Suche nach den Piloten der ferngelenkten Flugkörper zu machen, soll eine neu gebildete Einheit diese künftig mit eigenen Abfangdrohnen vom Himmel holen.

Der Grund dafür ist eine neues Regelwerk für Drohnenflüge, das jetzt in Japan angewendet wird. Die in den Gesetzen für die zivile Luftfahrt festgeschriebenen Regel legen viele Bereiche fest, deren Überflug mit Drohnen ohne Genehmigung untersagt ist.

Dazu gehören etwa Sportstätten und Flughäfen, aber auch besonders gefährdete Gebäude. In Japan zählt dazu beispielsweise das Wohnhaus des Premierministers. Laut "Japan Today" war auf dessen Dach im April eine kleine Drohne gefunden worden, die eine geringe Menge einer radioaktiven Substanz enthielt.

Einfach einfangen

Um derartige Vorkommnisse zu verhindern soll die neue Drohnen-Spezialeinheit in Tokio künftig zweigleisig verfahren. Sobald eine in gesperrtem Luftraum fliegende Drohne gesichtet wird, würde man weiterhin zunächst versuchen, deren Piloten ausfindig zu machen und ihn zur Landung des Fluggeräts zu bewegen.

Sollte das nicht gelingen, kommen die neuen Polizeidrohnen zum Einsatz. Unter die relativ großen Multikopter ist ein Netz montiert, dessen Maße mit 2 x 3 Metern angegeben werden. In der Luft kann dieses Netz ausgerollt und zum Einfangen der fremden Drohne eingesetzt werden. Ein Video der Nachrichtenseite jiji.com zeigt, wie die Polizeioberen sich das vorstellen.

In der Praxis bleibt aber die Frage, ob die Polizei mit einem solchen Gerät schnell genug am Einsatzort sein kann. Drohnenflüge dauern oft nur wenige Minuten, die Geräte sind so schnell, dass sie auch große Distanzen zügig überwinden können.

Strahlenwaffe statt Fischernetz

Das japanische Projekt scheint derzeit das einzige seiner Art zu sein, doch es gibt viele andere Versuche, dem Problem illegaler Drohnenüberflüge Herr zu werden. So hat Drohnenhersteller DJI ein Update seiner Software angekündigt, das versehentliche Überflüge gesperrter Gebiete automatisch verhindern soll.

Drohne im Visier des DroneDefender: Bestrahlen statt abschießen.
Battelle

Drohne im Visier des DroneDefender: Bestrahlen statt abschießen.

Etwas rabiater, aber im günstigsten Fall auch zerstörungsfrei, geht das Radiowellengewehr der amerikanischen Forschungsgesellschaft Battelle zuwege. Die DroneDefender genannte Waffe soll Drohnen mittels starker elektromagnetischer Störsignale vom Himmel holen. Die nämlich unterbrechen den Kontakt zum Drohnenpiloten und lösen im Fluggerät meist ein Notprogramm aus, dass eine sofortige Landung einleitet.

mak



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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
carlohh 13.12.2015
1. Angel
ein guter Angler des Fliegenfischens kriegt doch so eine Drohne locker vom Himmel.. mit ein bisschen übung könnte man auch fliegende netze abschiessen wie sie in jedem gruftie action thriller vorkommen..
linkergutmensch 13.12.2015
2. Irgendwie
drängt sich mir der Verdacht auf dass nicht wenige Foristen hier von dieser Technologie begeistert sein werden....
Seska Larafey 13.12.2015
3.
1. Versuchen Sie mal eine Fliege mit einem Netz zu fangen. 2. Netze abschiessen mit einer Pump Gun: Die haben ja Gewichte an den 4 Enden, was passiert oder wo kommt das alles runter? In einem Fenster? Auf einem Kopf eines Passanten? auf einer Strasse? 3. Wenn man doch die Drohne einfangen kann. Hält die Polizeidrohne das extra Gewicht aus? 4. Was macht der Polizeidrohnen Pilot, wenn das Ziel haken schlägt wie ein Hase? hallo, es ist 3D Steuerung. Das hier klappt nur wenn das Ziel ruhig fliegt 5. Ich finde man sollte die Technik gegen das Zeil einsetzten. Irgendwie diese Drohne ein Fehler erzwingen, das sie sofort landet oder "nach Hause" fliegt, dann braucht man nur der Drohne zu folgen. Die haben doch alle ein Sicherheit program für so was oder jemand modifiziert das Drohnen OS
bruno bär 13.12.2015
4.
Zitat von linkergutmenschdrängt sich mir der Verdacht auf dass nicht wenige Foristen hier von dieser Technologie begeistert sein werden....
Ja. Sie finden es sicher auch nicht so toll, wenn so ein Ding Ihnen auf den Kopf fällt.
cih 13.12.2015
5.
@Seksa Larafey: eine kleine Drohne darf maximal 5kg wiegen und die ist locker haltbar wenn o.g. Drohne 8 Rotoren hat. Selbst die kleinen haben eine grosse Digicam intus... und soooooo fix lassen die sich auch nicht im Zickzack bewegen das ein 2x3 Meter Netz die nicht fangen kann. Ich fliege selbst n kleinen Copter und weiss wie langsam die reagieren
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