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Kaufberatung: Das sind die besten Spiegelreflexkameras

Von Horst Gottfried

Für viele Fotografen die Königsklasse: Spiegelreflexkameras Zur Großansicht
Pentax

Für viele Fotografen die Königsklasse: Spiegelreflexkameras

Sind Sie bereit, in eine höhere Klasse aufzusteigen? Spiegelreflexkameras sind die Champions League der Fotografie. Wir stellen die besten Modelle vor.

So wie der Appetit mit dem Essen kommt, steigen bei vielen Kompaktkamera-Nutzern im Laufe der Zeit und mit zunehmender Erfahrung die Ansprüche an ihr fotografisches Werkzeug. Das Traumziel ist dann meist eine Spiegelreflexkamera (SLR, Single-Lens Reflex). Für viele ist Weihnachten deshalb eine gute Gelegenheit, sich selbst zu beschenken und sich diesen Wunsch zu erfüllen. Das Angebot an SLRs reicht von günstigen Einsteigermodellen zum Kompaktkamera-Preis bis hin zu imageträchtigen und teils sehr teuren Profi-Boliden.

Mit ihrer großen Auswahl an Wechselobjektiven behaupten die universellen Spiegelreflexmodelle immer noch ihre Rolle als Königsklasse der Kameras. Ein Grund dafür ist sicher, dass Profis und ambitionierte Amateure bei der Wahl ihrer Geräte oft eher konservativ sind und gerne beim Gewohnten bleiben. Sie freuen sich über große Sensoren, viel Zubehör und ein klares Sucherbild. Zudem lassen sich viele Amateuren gerne vom prestigeträchtige Profi-Image der Canons und Nikons zum Kauf verleiten.

Im Folgenden haben wir einige der derzeit besonders empfehlenswerten Spiegelreflexkameras zusammengestellt. Neben technischen Unterschieden zeigt unsere Auswahl auch, wie groß die Preisspanne bei den aktuellen Modellen ist.

Nikon D750 – Vollformat-Profi
Nikon

Die Nikon D750 kommt in einem handlichen und spritzwassergeschützten Gehäuse und ist mit einem großen 24,3-Megapixel-Sensor ausgestattet. Mit ihrer Bildqualität spielt die D750 nicht nur im Nikon-Programm ganz vorne mit. Neu für eine Vollformat-SLR ist der Schwenkmonitor. Auch eine W-Lan-Funktion zur Fernbedienung der Kamera und für die Bildübertragung ist eingebaut. Der neue 51-Feld-Autofokus soll bewegten Motiven noch besser mit der Schärfe folgen. Professionell ist auch der große optische Sucher. Mit Serienbelichtungen von maximal 6,5 Bilder pro Sekunde stellt die D750 aber keinen neuen Rekord auf. Videos kann sie in Full-HD mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die D750 wird für rund 2000 Euro angeboten.

Canon EOS 7D MkII – Sprinter im APS-C-Format
Canon

Die EOS 7D MkII mit neu entwickeltem 20-Megapixel-Sensor ist das aktuelle Spitzenmodell der EOS-Reihe mit Sensoren im APS-C-Format. Canon setzt hier vor allem auf Geschwindigkeit. Zwei Bildprozessoren beschleunigen den neuen Autofokus mit 65 Sensoren und verbesserter Schärfenachführung bei bewegten Objekten. Die Bildverarbeitung rechnet auch gleich Farbsäume, Vignettierung und Verzeichnung aus den Bildern heraus. Serienbilder macht die 7D Mark II mit maximal zehn Bilder pro Sekunde. Dabei soll der Spiegelschlag weniger klappern. Full-HD-Videos beherrscht sie mit 60 Bildern pro Sekunde. W-Lan gibt es nur als Zubehör, dafür ist GPS eingebaut. Ihr Preis liegt bei 1700 Euro.

Pentax K-S1 – Klares Design für Einsteiger
Pentax

Schnörkelloses Design und ebensolche Bedienung zeichnen die K-S1 mit 20-Megapixel-APC-Sensor und Sensor-Shift-Bildstabilisierung aus. Die handliche SLR kommt für 650 Euro im Set mit dem einem Zoomobjektiv. Besonders auffallend sind die fünf grünen LEDs am Handgriff. Sie zeigen die Zahl der von der automatischen Gesichtserkennung erfassten Personen an. Von der Vollautomatik bis zu manuellen Einstellung und digitalen Effekten vor und nach der Aufnahme hat die K-S1 alles an Bord, was heute üblich ist. Fotos im RAW-Format können schon in der Kamera zu JPGs entwickelt werden. Kabellose Fernbedienung und Bildübertragung ist nur mit einer speziellen W-Lan-Speicherkarte möglich. Die K-S1 ist in verschiedenen Farben lieferbar.

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insgesamt 75 Beiträge
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1. Ähm....
sachfahnder 17.12.2014
... das soll eine Kaufbereitung sein? Von SPON bin ich aber über die Jahre bessere Informationen gewohnt!
2. ganze 3 Kameras?
EmmaDiel 17.12.2014
Weitwinkel besser als Tele? Kommt das nicht drauf an, was man knipsen will? Und dann so was: "Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe." - Wie meinen? "Wir stellen die besten Modelle vor." Haha, starker Anlauf, aber leider den Sprung vergessen!
3. Zu simpel
SarahMue 17.12.2014
Generell sollte man sich die Kommentare im Artikel über die Kompakten durchlesen. Der Artikel ist auch ok. Dieser Artikel über die Spiegelreflexkameras ist jedoch viel zu oberflächlich. Es gibt zahlreiche gute Modelle mit wirklich sehr guter Qualität. Die Kriterien sind komplex und zahlreich. Da reichen ein paar Zeilen und drei Empfehlungen nicht. Die Kriterien können sein: Preis, Gewicht, Objektivanschluss (Anzahl der Objektive, ältere günstige Objektive), Sensor, Pixel (je nach Einsatzzweck können mehr oder weniger sinnvol sein), Verarbeitung (z.B. Body, Wasserschutz), Anschlüsse, Videofunktion (fps, Auflösung etc), Qualität des Kit-Objektivs, Verwacklungsschutz uvm. Man merkt schnell: Die Auswahl ist schwierig und es kommen viele Modelle in Frage.
4. So, so, Champions League ...
nadennmallos 17.12.2014
... aufsteigen, die besten Modelle!! Nun ja, drei Modelle sind doch sehr dünn, als Menge gesehen, wenn man die Vielzahl der Angebote des DSLR-Marktes betrachtet. Und auch die Aussage in Bezug auf Qualität ist mehr als gewagt. Sicher, die Kameras sind vermutlich nicht schlecht, aber die besten Modelle ...?! Entweder SPON stellt die Flagschiffe vor, bzw. echte Highlights und dann aber auch bitte im Dutzend, mindestens!! Und wenn der verantwortliche Redakteur sich wirklich Arbeit machen möchte, schreibt er auch ein bißchen über Brennweiten, Objektive, vergleicht zwischen KIT- und Markenoptiken, etc, etc. Nur dieser Artikel ist eigentlich keiner.
5. ein wenig Redaktionsplatz...
Emil Peisker 17.12.2014
Zitat von sachfahnder... das soll eine Kaufbereitung sein? Von SPON bin ich aber über die Jahre bessere Informationen gewohnt!
Der Artikel ist ein schlechtes Beispiel für redaktionelle Produktwerbung. Drei Hersteller kriegen ein wenig Redaktionsplatz, das wars. Die Fortsetzung, mit breiter technischer Darstellung, ist dann wesentlich "teurer".:-))
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Darauf müssen Sie beim Kamera-Kauf achten
Pixelzahl und Sensorgröße
Achten Sie vor allem bei Kompaktkameras auf die Sensorgröße. Sie steht oft nur im Kleingedruckten, ist aber genauso wichtig wie Megapixelzahl. Zwölf Megapixel auf einem 1/1,7-Zoll-Sensor (rund 9,5 Millimeter Diagonale) können ein besseres Bild liefern als 16 Megapixel auf einem kleinen 1/2,3-Zoll-Sensor (rund 7,7 Millimeter Diagonale). Je größer das einzelne Pixel ist, desto besser ist die Bildqualität. Einige SLR- und Systemkameras sowie einige teurere Kompakt-Modelle haben noch größere Sensoren. Bei sogenannten Four-Thirds-Kameras etwa beträgt die Sensordiagonale 22 Millimeter, bei APS-C-Kameras 28 Millimeter. Beim Kleinbild-Format sind es 43 Millimeter.
Objektivbrennweite und Lichtstärke
Lassen Sie sich bei Kompaktkameras nicht von superlangen Tele-Brennweiten blenden. Mit zunehmender Tele-Brennweite verringern sich Lichtstärke und Qualität. Trotz Bildstabilisierung drohen verwackelte Bilder. Größere Weitwinkel (zum Beispiel 24 statt 28 Millimeter) und eine höhere Lichtstärke (Werte wie f/2,8, f/2,0 oder f/1,8) bringen in der Praxis mehr als superlange Teleobjektive. Mit Spiegelreflex- und Systemkameras sind Sie freier in der Objektivauswahl und können sie bei Bedarf später ausbauen.
Monitor und Sucher
Achten Sie auf die Auflösung bzw. auf die Schärfe des Bildes. Ein Blick auf den Monitor sagt mehr als die reine Pixelzahl, bei der Hersteller gern tricksen. Sie geben manchmal die Gesamtzahl aller roten, grünen und blauen Pixel an. Die effektive Auflösung beträgt dann aber nur ein Drittel, da für einen farbigen Bildpunkt drei Pixel in drei Grundfarben zusammengefasst werden. Aus 2,36 Millionen Pixeln werden so effektiv 786.666 Bildpunkte. Praktisch ist ein klappbarer Monitor, der Aufnahmen aus verschiedenen Betrachtungswinkeln ermöglicht. Ein elektronischer Sucher hilft bei hellem Sonnenlicht, weil dann das Monitorbild schlecht zu erkennen ist.
Geschwindigkeit und Empfindlichkeit
Wichtig ist eine kurze Einschaltzeit und ein schneller Autofokus. Hohe ISO-Werte (Indikator der Lichtempfindlichkeit) sollte man vor allem bei den Kompakten nicht überbewerten. Sie eignen sich wegen schlechterer Bildqualität meist nicht für normale Fotos, sondern nur als Reserve etwa für Dokumentationszwecke.
Größe und Gewicht
Das ist Geschmacksache. Man sollte aber immer daran denken: Was nützt die dickste Profi-Kamera, wenn sie zu Hause liegen bleibt, weil sie unterwegs zu groß und zu schwer ist?
Sekundärtugenden
Das Angebot an nützlichen Funktionen und Helferlein ist groß: Ein Bildstabilisator, eine einfache Bedienbarkeit und übersichtliche Menüs sind wichtig. Eine elektronische Wasserwaage, eine Videofunktion und ein Blitz sind praktisch. Digital-Effekte, W-Lan, NFC und GPS sind schön zu haben, machen aber keine besseren Bilder.

Fototechnik-Fachbegriffe
Konrad Lischka
Klicken Sie auf die einzelnen Begriffe, um die Definitionen zu lesen
Brennweite
Konrad Lischka
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Konrad Lischka
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Konrad Lischka
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Konrad Lischka
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.

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