Ein Armwedeln, und der ferngesteuerte Quadrocopter schwingt sich in die Höhe; ein Lufttrommeln, und metallische Klänge erschallen. Solche erstaunlichen Anwendungen basteln Hacker mit dem Bewegungssensor von Microsofts Spielkonsolensteuerung Kinect.
Schon als im November 2010 Kinect als Zubehör für die Spielkonsole Xbox 360 auf den Markt kam, stürzten sich Hacker und Tüftler auf die bewegungsgesteuerte Technologie. Sie stöpselten das 3-D-Kamerasystem in ihren Computer oder schnallten es auf Roboter, sie schufen handgesteuerte Kunstwerke oder ließen ihre Rechner damit Gegenstände erkennen.
Während Microsoft die ersten Hack-Versuche noch ungehalten zur Kenntnis nahm, änderte das Unternehmen schnell seine Linie - plötzlich hieß es, man habe den Zugriff auf das Kamerasystem über den USB-Anschluss ganz bewusst nicht geschützt. Kinect-Hacker hätten nichts zu befürchten, erklärten Microsoft-Manager. Man konnte meinen, dass Microsoft sich über die Hobby-Entwickler sogar freute.
Inzwischen hat Microsoft Research die Beta-Version des Kinect Software Development Kit (SDK) für Windows 7 kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit ermuntert Microsoft Forscher und Technik-Fans, eigene Ideen zu entwickeln - allerdings nur für nicht-kommerzielle Zwecke. Die Hobby-Entwickler stellen inzwischen fast täglich neue Anwendungen ins Netz, die unter anderem auf kinecthacks.net gesammelt werden.
Quadrocopter mit Bewegungssteuerung, intelligente Einkaufswagen, Blinden-Helme - ein Überblick interessanter Hobby-Projekte für die Bewegungssteuerung Kinect.
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