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Sprachgesteuerter Assistent: Blackberry soll Siri und Cortana nachplappern

Blackberry Assistant: Öfter mal mit dem Handy sprechen Zur Großansicht
Blackberry

Blackberry Assistant: Öfter mal mit dem Handy sprechen

Jetzt soll man auch noch mit den Blackberrys sprechen. Der kanadische Smartphone-Hersteller will mit der nächsten Version seines Betriebssystems eine sprachgesteuerte Assistenzfunktion ähnlich Apples Siri anbieten - nur besser.

Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Blackberry verfolgt weiter seine neue Strategie, Produkte scheibchenweise anzukündigen. Nachdem der Konzern vor Kurzem bereits seinen aufsehenerregenden Quadrat-Blackberry namens Passport per Blogpost ankündigte, legte er am Donnerstag nach. Ebenfalls im Firmenblog berichtet nun Firmensprecher Donny Halliwell von seinen ersten Erfahrungen mit dem Blackberry Assistant.

Die neue Funktion, die mit dem nächsten großen Update des Blackberry-Betriebssystems eingeführt werden soll, erinnert der Beschreibung nach an Siri, die sprachgesteuerte Assistentin, die Apple 2011 mit iOS 5 auf dem iPhone 4s einführte. Genau wie dort kann man dem Telefon in natürlicher Sprache Anweisungen geben, um beispielsweise Kalendereinträge oder Erinnerungen zu erstellen.

Der Blackberry Assistant wird per Sprachbefehl aktiviert und soll vollkommen transparent im Hintergrund laufen - er kann also genutzt werden, ohne die gerade aktive App zu beenden. Zudem, so lobt der Blackberry-Sprecher das Produkt, würde man überrascht sein, wie akkurat die Software Anfragen verstehe und umsetze, gerade im Vergleich mit ähnlichen Lösungen anderer Hersteller.

Viel reden hilft viel

Halliwell erzählt unter anderem, wie er während einer Autofahrt über die Freisprecheinrichtung seines Autos mit dem Gerät kommunizierte, ihm verschiedene Verabredungstermine diktierte, sich E-Mails vorlesen und den Text eines Kinderliedes suchen ließ.

Eine Besonderheit des Blackberry Assistant sei dessen Lernfähigkeit, schreibt Halliwell weiter: "Je mehr ich ihn benutze, desto mehr lernt er und passt sich mir an. Je mehr ich mit ihm spreche, desto besser versteht er meine Fragen". Außer per Stimme sollen sich die Assistenzfunktionen auch mit Textanweisungen steuern lassen.

Drei Jahre Verspätung

Die neuen Fähigkeiten sollen mit Blackberry OS 10.3 eingeführt werden, einer neuen Version des Blackberry-Betriebssystems, die voraussichtlich mit dem Passport eingeführt wird. Dazu, ob und wann die Software auch für ältere Modelle wie den Z30 verfügbar sein wird, hat sich das Unternehmen noch nicht geäußert.

Wie schon oft zuvor muss sich Blackberry nun den Vorwurf anhören, sehr spät auf einen Trend zu reagieren. Apples Siri ist seit fast drei Jahren verfügbar, Google legte zwischenzeitlich mit Google Now nach und zuletzt hatte Microsoft seine sprachgesteuerte Assistentin Cortana für Windows Phone vorgestellt, die bisher allerdings nur Englisch spricht. Ähnlich spät reagierte Blackberry auf den Trend zu Touchscreen-Smartphones. Das Unternehmen hielt lange an seinem einst sehr populären Tastatur-Design fest.

mak

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insgesamt 3 Beiträge
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1. RIM is toast
c218605 17.07.2014
In Restauration auf Playbooks gesetzt und trotz Versprechen des BlackBerry CEO Thorsten Heins dann doch kein OS 10 am Ende. Die meisten Apps sind sowieso Android Klone oder apk konvertierte, Updates nur in eigener Sache und Support ist mittlerweilen eingestellt. Bargeld zum Spielen ist ja bei RIM noch genug da. Mit mir aber nicht noch einmal.
2. ...
Vex 17.07.2014
"Ähnlich spät reagierte Blackberry auf den Trend zu Touchscreen-Smartphones. Das Unternehmen hielt lange an seinem einst sehr populären Tastatur-Design fest." Das könnte daran liegen das die Tastaturen genial sind und immer noch jedem Touchscreen weit überlegen. Ich merk das jedes mal wenn ich die Samsung und iPhone Besitzer mal mit meinem Q10 spielen lasse die sind nach 5-10 Min ähnlich fix mit dem tippen wie bei ihrem Touchscreen obwohl sie schon jahrelang Übung darin haben. Und die 5-10 Apps die ich brauche gibt auch bei BB einige davon sogar besser als von Google find ich. Wer Spiele und 200 Apps auf seinem Smartphone braucht ist bei BB falsch das ist aber auch nicht die Zielgruppe.
3. Highlight im Nebensatz nur erwähnt...
mouseware 17.07.2014
...der Assistent läuft im Hintergrund parallel zu den anderen Aufgaben. Das ist ja bereits jetzt der riesige Unterschied zur iOS-Plattform. Darauf ist es nicht möglich, sich den Stream der Apple-Keynote anzuschauen, bei Eingang einer Mail diese zu bearbeiten und z.B. noch den Kalender öffnen während dann im Hintergrund der Stream weiterläuft und das Gesagte auch weiter gehört werden kann. Selbst die unter "Amazing"-Rufen vorgestellte 64bit-Architektur der Prozessoren verhilft dem iOS nicht zu dieser simplen und täglich verwendeten Selbstverständlichkeit. Da wird der Stream (oder auch nahezu alle anderen Programme) schön im Hintergrund disabled und muss sich beim Wiederaufruf erst wieder connecten. Rückständig und nervig ohne Ende, wenn man effizient arbeiten möchte.
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