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Forschungsprojekt: Ultraschall verpasst Smartphones neue Funktionen

Linker Ohrstöpsel ist nicht im Ohr: Dank Ultraschall kann Technik das erkennen Zur Großansicht
Carnegie Mellon University

Linker Ohrstöpsel ist nicht im Ohr: Dank Ultraschall kann Technik das erkennen

Hat jemand seine Ohrstöpsel im Ohr oder macht er gerade etwas anderes? Mit Ultraschallwellen lässt sich das feststellen. "t3n" erklärt, was sich Forscher von der Technik erhoffen.

Man hört Musik auf dem Smartphone und hat beide Ohrstöpsel im Ohr, dann kommt ein Anruf. Statt nach dem Handy zu kramen, zieht man sich einfach kurz einen der Stöpsel aus dem Ohr und nimmt so den Anruf an: Dieses und ähnlich praktische Features für Smartphones und Laptops wollen Wissenschaftler an der Carnegie Mellon University entwickeln. Die Forscher setzen dabei auf Ultraschallwellen, die über die eingebaute Audio-Technik der Geräte abgestrahlt und analysiert werden.

Dadurch lässt sich etwa erkennen, ob der Nutzer den linken, den rechten oder beide Ohrstöpsel aus dem Ohr genommen hat. So sollen neue Features - wie das oben genannte Beispiel mit dem Anruf-Annehmen - möglich werden. Auch das Stoppen der Musik, wenn gerade beide Ohrhörer nicht im Ohr sind, wäre dann möglich.

Für Laptops haben die Wissenschaftler ähnlich spannende Funktionen im Sinn. Hier könnte die Software dafür sorgen, dass sich durch leichtes Kippen des Bildschirms Programme aufrufen lassen. Die Einsatzmöglichkeiten sind aber noch vielfältiger: Beim Auto etwa könnte man durch die Ultraschall-Technik erkennen, ob und wie weit die Tür geöffnet wird.

Ultraschall-Features dank Audio-Technik

Aufnahme eines Smartphones: Das Projekt SweepSense will Mikrofon und Lautsprecher nutzen Zur Großansicht
Carnegie Mellon University

Aufnahme eines Smartphones: Das Projekt SweepSense will Mikrofon und Lautsprecher nutzen

Für ihr SweepSense-Projekt nutzen die Forscher die in den Geräten wie Smartphones, Laptops und eben Ohrhörern vorhandenen Lautsprecher und Mikrofone. Über diese werden Frequenzen im Ultraschall-Bereich ausgesendet und deren Reflexionen ausgewertet. Projektleiter Gierad Laput will im März einen Fachaufsatz über die Forschung auf der ACM IUI 2016, einer Konferenz über intelligente Schnittstellen, vorstellen.

Es gibt bereits Unternehmen, die an Bedienungskonzepten auf Basis der Ultraschall-Technik arbeiten. So hat etwa Elliptic Labs eine Software entwickelt, bei der Ultraschall für die Gesten- und Näherungserkennung auf Smartphones zum Einsatz kommt. Auch Chirp Microsystems setzt Ultraschall zur Gestenerkennung ein, wie "Technology Review" berichtet.


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Von "t3n"-Autor Kim Rixecker

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insgesamt 22 Beiträge
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1.
chalchiuhtlicue 21.02.2016
Blödsinn, der eh nur wieder zur heimlichen und illegalen Überwachung genutzt werden wird. Es ist erschreckend, wie unbedacht die Wissenschaft neue Methoden entwickelt ohne vorher darüber nach zu denken, wie groß das Missbrauchspotenzial ist.
2. Ultraschall?
scottbreed 21.02.2016
Ultraschall ist Müll. Das hat den Grund das führende Wissenschaftler festgestellt haben das Ultraschall auch das gehör schädigen kann.. Nur weil man was nicht hört denkt man das es ein nicht schaden kann.. dem ist aber doch so.. auch Marder sind schon taub vom den Ultraschall Anlagen im Auto und reagieren darauf nicht mehr.. sowas auch noch ins Handy einzubauen ist absoluter quatsch.
3.
politik-nein-danke 21.02.2016
Zitat von chalchiuhtlicueBlödsinn, der eh nur wieder zur heimlichen und illegalen Überwachung genutzt werden wird. Es ist erschreckend, wie unbedacht die Wissenschaft neue Methoden entwickelt ohne vorher darüber nach zu denken, wie groß das Missbrauchspotenzial ist.
Wenn die Menschen jedesmal zuerst über das Mißbrauchspotenzial einer Sache nachgedacht hätten, dann würden wir heute noch in Höhlen sitzen und Beeren sammeln....dann hätte man nicht mal Faustkeil und Pfeil/Bogen erfunden, geschweige denn das Rad....
4. Ultraschallwellen
o-w 21.02.2016
erwärmen Gewebe. Ob das auf Dauer zu Veränderungen in Weichgeweben wie Haut, Auge oder Muskulatur führen wird, wird man noch herausfinden müssen.
5.
kuac 21.02.2016
Zitat von politik-nein-dankeWenn die Menschen jedesmal zuerst über das Mißbrauchspotenzial einer Sache nachgedacht hätten, dann würden wir heute noch in Höhlen sitzen und Beeren sammeln....dann hätte man nicht mal Faustkeil und Pfeil/Bogen erfunden, geschweige denn das Rad....
Wir sitzen heute aber nicht in Höhlen.
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