Leica X1 vs. Ricoh GXR So gut fotografieren die Luxus-Zwerge

5. Teil: Leistung und Bildqualität


Die Bildqualität beider Kameras (wir vergleichen nur Rohdaten, die in der Fotostrecke gezeigte Aufnahmen wurde mit Adobe Lightroom 2 entwickelt) steht der einer Spiegelreflex wie der Nikon D90 nicht nach - auch Aufnahmen bei Nacht sind für den Druck tadellos geeignet, Bildrauschen ist ab ISO 800 sichtbar, aber so schwach ausgeprägt, dass man sich darüber kaum Gedanken machen muss. Der Tonwertumfang ist hoch, die Detailzeichnung und Schärfe auch im Randbereich hoch.

Sehr gut hat uns das wunderschöne Bokeh der Ricoh-Festbrennweite A12 gefallen: Die Unschärfebereiche sehen phantastisch aus (einige Beispiele in unserer Fotostrecke).

Die Geschwindigkeit des Autofokus ist bei beiden Kameras ein Manko. Es könnte an der Kombination der großen Bildsensoren mit dem kontrastbasierenden Autofokus liegen, jedenfalls brachen die Leica X1 und Ricoh GXR-Festbrennweite für einigen Aufnahmesituationen zu lang, um das Motiv scharf zu stellen. Ein Beispiel: Zwei Hunde stehen nebeneinander vorm Fenster einer Metzgerei und schauen sehnsüchtig hinein. Bis die GXR das Motiv fokussiert hatte, war einer der beiden Hunde schon neugierig zum Fotografen gelaufen. Mit der X1 hatten wir ähnlich unerfreuliche Erlebnisse, vor allem bei Dämmerung.

Dank des gut über den Fokusring am Objektiv zu bedienenden manuelle Fokus kann man mit der GXR auch bei Dämmerung und Dunkelheit ganz gut arbeiten, ohne sich über den Autofokus ärgern zu müssen. Der schlecht zu bedienende Autofokus und das kaum noch durchschnittliche Display der X1 verhindern das bei der Leica.



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