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Neues Betriebssystem: 10 Dinge, die Windows 10 richtig gut macht

Von

Neues Betriebssystem: Die besten Neuerungen von Windows 10 Fotos
Matthias Kremp

Windows 10 ist besser als sein Ruf. Nach den ersten Wochen mit dem neuen Betriebssystem haben wir viele Funktionen gefunden, auf die wir nicht mehr verzichten wollen. Die Übersicht.

Es gab ja schon vieles zu meckern an Microsofts neuem Windows. Noch bevor das Betriebssystem überhaupt veröffentlicht worden war, berichteten wir über Bedenken, dass die sogenannte WLAN-Optimierung das System zur Passwortschleuder machen könnte.

Am Tag der Veröffentlichung warnten wir: Windows 10 sei "als Work in Progress zu betrachten", und es könne in den ersten Wochen noch das eine oder andere Problem auftauchen. Was dann auch passierte. Beispielsweise führte ein kleineres Update bei einigen Anwendern zu endlosen Neustarts.

Außerdem nervte mich persönlich, dass ich bei meinen Laptops noch auf das Upgrade warten sollte. Also fand ich eine Möglichkeit, das neue Windows per USB-Stick zu installieren.

Als furchtbare Verfehlung entpuppte sich Microsofts Umgang mit Privatsphäre und persönlichen Daten in Windows 10. Nur wer tief in den Systemeinstellungen wühlt, findet die Schalter, mit denen sich Microsofts Datenhunger begrenzen lässt, wenn schon nicht abschalten. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bezeichnete Microsofts Betriebssystem daraufhin als "Abhörmaschine".

Das Laptop hält plötzlich länger durch

Das hört sich alles schlimm an, und manchmal, wenn man sich so durch die Schlagzeilen der Tech-Seiten klickt, könnte man glauben, das neue Windows sei ein furioser Flop. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Nach meinen bisherigen Erfahrungen ist Windows 10 das beste Windows, das Microsoft bisher entwickelt hat.

Ich habe die Software mittlerweile auf mehreren Notebooks verschiedener Hersteller, unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Leistung problemlos installieren können. Manchmal gab es anschließend sogar positive Überraschungen. Beispielsweise bei einem rund vier Jahren alten Asus-Laptop, dessen Akku nach dem Umstieg auf Windows 10 plötzlich viel länger durchhält als zuvor.

Wenn doch einmal etwas nicht funktioniert, lässt es sich meist auf die Hardware-Hersteller zurückführen. Manche Firmen brauchen offenbar etwas länger, um sicherzustellen, dass ihre Geräte auch wirklich mit dem neuen System funktionieren.

Wenn aber alles läuft, läuft es gut. Und beschäftigt man sich ein wenig mit Microsofts neuem Betriebssystem, merkt man, dass es neben einigen großen Neuerungen auch ein paar interessante kleine Verbesserungen mitbringt.

Die zehn besten neue Funktionen von Windows 10 haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Zehn gute Neuerungen von Windows 10

Das Start-Menü
Mit der großen Kacheloptik von Windows 8 hat sich Microsoft nur wenige Freunde gemacht. Mit Windows 10 wurde nun ein neues Startmenü eingeführt, das Elemente des alten Desktop-Prinzips mit dem Metro genannten Kacheldesign verbindet. So hat man beide Welten im Griff und kann beispielsweise flink den Windows-Explorer aufrufen.
Vor allem aber lässt sich das Startmenü in den Einstellungen unter Personalisierung/Start anpassen. Wer mag, kann es sogar so umschalten, dass es wie unter Windows 8 den ganzen Bildschirm einnimmt. Zudem lassen sich die Kacheln in der Größe ändern und verschieben, so wie man es mag. Ein nützliches Extra: Klickt man mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol im Startmenü, klappt ein neues Menü auf, von dem aus man direkten Zugriff auf viele Systemeinstellungen, den Task-Manager und die Suchfunktion hat.

Der Tablet-Modus
Zum Startmenü passt auch, dass sich Windows 10 besser als seine Vorgänger an sogenannte Convertibles anpasst, also an Notebooks, die sich durch Umklappen des Bildschirms in Tablets verwandeln lassen. Auf solchen Geräten schaltet Windows 10 auf Wunsch automatisch in einen Tablet-Modus um, der an Windows 8 erinnert und wegen der großen Symbole bequem mit Fingergesten bedient werden kann.

PC und Smartphone arbeiten zusammen
Noch ist sie nicht fertig, aber vermutlich im Herbst wird Microsoft eine Windows-10-Version für Smartphones veröffentlichen. Die neue Handy-Software wird dafür sorgen, dass PC und Handy enger zusammenrücken. Zum einen kann man damit Einstellungen zwischen den beiden Gerätewelten synchronisieren, sodass Mobilgerät und PC beispielsweise dieselben Desktopfarben und Hintergrundbilder verwenden. Zudem können Entwickler ihre Apps so anpassen, dass sie sowohl auf PC als auch auf Smartphones laufen. Kauft oder lädt man eine solche App, kann man sie auf beiden Systemen benutzen. Und schließlich arbeitet Microsoft an einer Continuum genannten Technik. Sie soll es ermöglichen, Windows-10-Apps vom Handy aus auf großen Bildschirmen zu benutzen. Das wird allerdings nur mit Smartphones der nächsten Generation klappen.

Virtuelle Desktops und die Taskansicht
Mit schönen Worten hatte es Microsoft noch nie, aber hinter dem sperrigen Begriff Taskansicht verbirgt sich eine nützliche Funktion: Klickt man auf das entsprechende Symbol neben dem Suchfeld am unteren Bildschirmrand, wird eine Übersicht aller geöffneten Apps angezeigt. Etwas Ähnliches gab es zwar auch vorher schon, doch die neue Version nutzt den Bildschirm besser aus und ermöglicht es, bequem per Fingertipp oder Mausklick eine App auszuwählen, zu der man wechseln will. Probieren Sie mal die Tastenkombination Windows-TAB aus.
Ähnlich funktionieren die virtuellen Desktops, die man erzeugt, indem man in der Taskansicht rechts unten auf Neuer Desktop klickt. So kann man beispielsweise für unterschiedliche Aufgaben eigene Umgebungen basteln. Beispielsweise eine, in der nur das E-Mail-Programm läuft, eine andere, in der Office-Programme bereitstehen, und eine weitere für alles andere. Jeder dieser Desktops verhält sich dann fast wie ein eigener Computer.

Cortana
Auch wenn man dafür einige seiner Daten an Microsoft weitergeben muss: Die sprachgesteuerte Assistenzfunktion Cortana ist einfach praktisch. Allwissend ist sie zwar nicht und oft genug spuckt sie einfach ein Bing-Suchergebnis aus, aber manche Dinge klappen schon ganz prima. Beispielsweise bekommt man, wenn man nach einer Flugnummer fragt, detaillierte Auskünfte zu zur Abflugs- und zur erwarteten Ankunftszeit. Die Bitte “Zeig meine Fotos an” fördert alle auf dem Rechner und im Online-Speicher Onedrive gespeicherten Bilder zutage.

Eine bessere Kommandozeile
Zugegeben, das ist nur etwas für Nerds und Leute, die noch MS-DOS kennen: Aber sogar die sogenannte Kommandozeile, in der man Befehle als Text eingeben kann, hat eine kleine, aber wichtige Neuerung bekommen. Man kann dort jetzt die Tastaturkürzel STRG-C und STRG-V fürs Kopieren und Einsetzen verwenden. Allerdings erst, nachdem man diese Funktion aktiviert hat. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf die Titelzeile des Kommandozeilenfensters, klickt auf Eigenschaften, deaktiviert dann das Häkchen vor Legacykonsole verwenden, beendet das Programm und startet es neu.

Das Info-Center
Über ein Sprechblasensymbol unten rechts am Bildschirm ruft man das neue Info-Center auf. Hier laufen Systemmeldungen ein, etwa über anstehende Updates, aber auch Nachrichten aus sozialen Netzwerken. Richtig nützlich wird das Info-Center aber, weil man dort auch einige Einstellungen per Mausklick erledigen, also beispielsweise schnell den Flugmodus einschalten kann.

In PDF-Dateien drucken
Endlich muss man keine Zusatzsoftware mehr installieren, um Dokumente ins PDF-Format zu drucken. Stattdessen bietet Windows 10 in seinem Druckdialog die Auswahlmöglichkeit Microsoft Print to PDF. So kann man Dokumente bestellen, die bequem per E-Mail verschickt und auf vielen elektronischen Geräten gelesen werden können.

Integrierter Wolkenspeicher
Mit Windows 10 hat Microsoft es leichter gemacht, Speicherplatz in der Cloud zu verwenden - zumindest, solange man Microsofts eigenes Angebot OneDrive benutzt. Denn das ist jetzt direkt in den Windows-Explorer integriert. Abgesehen davon, dass das Speichern je nach Internetanbindung etwas länger dauert, merkt man kaum, dass es sich hier nicht um eine echte Festplatte handelt. Der Vorteil eines solchen Wolkenspeichers: Dateien, die man dort ablegt, kann man von verschiedenen Geräten aus verwenden.

Es ist kostenlos
Das sollte man nicht vergessen: Bisher musste man als PC-User jedes Mal die Geldbörse zücken, wenn es ein neues Windows gab. Windows 10 hingegen gibt Microsoft kostenlos heraus und verspricht auch noch, dass die Sache keinen Haken hat, sprich: es keine versteckten Gebühren gibt. Selbstlos ist dieses Angebot natürlich nicht, soll es doch dafür sorgen, dass möglichst schnell, möglichst viele die Software installieren. So soll Windows 10 für Software-Entwickler attraktiv werden. Der Konzern hofft darauf, auf diese Weise schnell viele neue Apps anbieten zu können. Für die Anwender ist am Ende beides gut: Sie zahlen nichts und bekommen in Zukunft - wahrscheinlich - mehr Auswahl geboten.

Und was schätzen Sie an Windows 10? Was ärgert sie? Schreiben Sie es unten ins Forum.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 536 Beiträge
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1.
bratwurst007 13.08.2015
Wenn man weiß, was man hier sonst so an Produktplatzierungsartikeln erwarten darf, kann einem ob des Teasers Angst werden.
2.
nasodorek 13.08.2015
Dem großen Handelskonzern sei Dank, heißt die in Windows 8 eingeführte Kacheloptik nicht mehr "Metro-UI" sondern "Modern-UI" Das System selbst läuft auch bei mir in mehreren Installationen vom ersten Tag an ohne Probleme.
3.
Nerotip 13.08.2015
Nach zwei größeren Problemen, die sich allerdings von selbst in wohlgefallen auflösten muss ich auch sagen, mein PC funktioniert schneller und stabiler als noch mit Windows 7.
4. Ich, William
appenzella 13.08.2015
bedanke mich bei der SPON-Redaktion für die kostenlose Reklame! Ja Grüezimo
5. Sicherheit
colloz 13.08.2015
ich verweise nur auf https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/windows-10---Ueberwachung-bis-zum-letzten-klick-1
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