Ortung von Personen Mit W-Lan durch Wände sehen

So wird das W-Lan zum Personenscanner: Forscher haben eine Software entwickelt, die mit Hilfe der Funksignale Personen erkennen kann - auch durch Wände. Die Technik könnte Leben retten.

Demonstrationsvideo zur W-Lan-Ortung: MIT-Software erkennt Bewegung hinter Wänden
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Demonstrationsvideo zur W-Lan-Ortung: MIT-Software erkennt Bewegung hinter Wänden


Anfang Juni stellten Forscher der University of Washington eine durch Wände funktionierende Gestensteuerung per W-Lan vor. Nun zeigen Informatiker des Massachusetts Institute of Technology, wie sich W-Lan-Strahlung zur Ortung von Personen hinter verschlossenen Türen nutzen lässt.

Die Informatiker Dina Katabi und Fadel Adib haben jüngst das "Wi-Vi"-Projekt vorgestellt, das Personen auch hinter Wänden orten kann. Die Forscher des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) entwickelten dafür eine Software, die Reflektionen und Veränderung der elektromagnetischen Strahlung, die von einem kabellosen Router ausgeht, nutzt.

Weil ein sich bewegender menschlicher Körper die Funksignale beeinflusst, lassen sich Ort und Bewegung einer Person anhand der Signalmuster bestimmen. Auch die Anzahl der Personen im Raum wollen die Forscher mit Hilfe der Strahlung auswerten können. In einem YouTube-Video demonstrieren sie, wie ein durch einen Raum gehende Mann das Signalbild verändert.

Wi-Vi ist dabei nur auf einen Empfänger angewiesen, um eine Person zu verfolgen, schreiben die Informatiker. Die vom Körper reflektierte Strahlung und ihre sich verändernde Laufzeit zur Empfangsstation seien ausreichend, um Position und Bewegung zu bestimmen.

Als Anwendungsbereich ihrer Technik sehen die Forscher unter anderem Rettungs- und Bergungsoperationen. Die Ortung verschütteter Personen könnte so auch durch Objekte oder Hindernisse hindurch funktionieren. In der Sicherheitstechnik wären Wi-Vi-Systeme als flächendeckende Beweungssensoren für Gebäude denkbar. Ihre vorab in einem Paper beschriebene Technik werden Katabi und Adib auf der SIGCOMM 2013, einer Konferenz für Datenkommunikation, im August in Hongkong vorstellen.

kpg

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insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
KurtFolkert 05.07.2013
1.
Leben retten? Soso!
harmlos01 05.07.2013
2. Science Fiction
Das als App im Smartphone und der Tricorder ist ein Stück näher! Coole Sache!! Will ich haben
der_joerg 05.07.2013
3. Hä,
Zitat von sysopYouTube So wird das W-Lan zum Personenscanner: Forscher haben eine Software entwickelt, die mit Hilfe der Funksignale Personen erkennen kann - auch durch Wände. Die Technik könnte Leben retten. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/mit-software-ortung-von-menschen-durch-w-lan-strahlung-a-909382.html
najzero 05.07.2013
4. Das dürfte die NSA freuen...
Na toll, dank dieser super Technik, reicht mein Alu-Hut nicht mehr aus um mich gegen Spionagesateliten zu schützen... neeein jetzt darf ich mich komplett in Alufolien einwickeln. -.-
der_joerg 05.07.2013
5. Hä,
Zitat von sysopYouTube So wird das W-Lan zum Personenscanner: Forscher haben eine Software entwickelt, die mit Hilfe der Funksignale Personen erkennen kann - auch durch Wände. Die Technik könnte Leben retten. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/mit-software-ortung-von-menschen-durch-w-lan-strahlung-a-909382.html
"Weil ein sich bewegender menschlicher Körper die Funksignale beeinflusst, lassen sich Ort und Bewegung einer Person anhand der Signalmuster bestimmen." und "Die Ortung verschütteter Personen könnte so auch durch Objekte oder Hindernisse hindurch funktionieren." Schließt sich irgendwie aus, oder? Verschüttete Personen bewegen sich normalerweise nicht. Und wenn es verschüttete Personen gibt, wird bestimmt das WLAN noch funktionieren. Irgendwie beruhigend, dass man in einer solchen Situation noch schnell seine Mails checken kann.
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