Mobile World Congress Diese Neuheiten gibt es auf der Handymesse

Samsung, LG und Co. präsentieren nächste Woche auf dem Mobile World Congress neue Smartphones, Tablets und Wearables. Hier sehen Sie schon heute, auf was Sie sich freuen können.

Eine der Messeneuheiten: Das Cat S60 mit Wärmebildkamera
Cat Phones

Eine der Messeneuheiten: Das Cat S60 mit Wärmebildkamera

Von


Wasserdichte Handys? Klar. Smartwatches mit Mobilfunkanbindung? Logisch. Gadgets, mit denen man auf keinen Fall gerechnet hätte? Sowieso. Am 22. Februar beginnt in Barcelona wieder der Mobile World Congress (MWC), das größte und wichtigste Treffen der Mobilfunkbranche - und der Ort, an dem Unternehmen wie Samsung und LG ihre neuen Smartphones, Tablets und Gadgets vorstellen.

Natürlich werden wir vor Ort sein und live berichten, doch etliche Neuheiten sind schon im Vorfeld durchgesickert. Die interessantesten Details, Prognosen und Gerüchte haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Was Samsung zeigen könnte

Dass der koreanische Konzern in Barcelona seine neuen Flaggschiff-Smartphones zeigen wird, ist kein Geheimnis. Unter dem Titel "TheNextGalaxy" hat Samsung für den Vorabend der Messe zu einem seiner sogenannten Unpacked-Events eingeladen. Stars der Veranstaltung sollen das Galaxy S7 und das S7 edge sein. Diese Handys sollen ähnlich aussehen wie die aktuellen S6-Modelle, berichten etliche Quellen. Sogar Fotos sind schon im Netz:

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört den Gerüchten zufolge ein Speicherkartensteckplatz, den Samsung offenbar wieder einführt, nachdem sein Fehlen beim S6 kritisiert wurde. Außerdem soll die Hauptkamera auf zwölf Megapixel abgespeckt worden sein. In den aktuellen S6-Smartphones findet sich noch ein 16-Megapixel-Modell. Das Ergebnis könnten größere Pixel auf dem Fotochip und damit bessere Bilder bei schlechter Beleuchtung sein.

Daneben wird spekuliert, dass Samsung eine Rundumkamera vorstellen wird, mit der man unter anderem Aufnahmen machen kann, die sich mit Virtual-Reality-Brillen betrachten lassen. Als Bezeichnung wird der Name Gear 360 genannt. Angeblich soll das Gerät billiger sein als ähnliche Produkte, weil es mit nur zwei Kameras auskommt. Als Basis soll Samsungs Project Beyond gedient haben, bei dem 16 Kameras für Rundumaufnahmen verwendet wurden.

Samsung-Prototyp Project Beyond: 2015 auf Samsungs Entwicklerkonferenz vorgestellt, dient diese Rundumkamera offenbar in erster Linie dazu, VR-Software zu entwickeln und VR-Filme für die Virtual-Reality-Brille Gear VR zu filmen.

Insgesamt 16 Kameras sind in Project Beyond kreisförmig angeordnet. Eine weitere steckt im Deckel der Konstruktion.

Um wenigstens ein paar Inhalte für die Gear VR anbieten zu können, waren einige der Project-Beyond-Geräte offenbar schon im Einsatz.

Mit der 360-Grad-Kamera aufgenommene Standbilder machen ohne VR-Brille eine eigentümlich verzerrten Eindruck.

Was von LG erwartet wird

Fast genau so viel wie über das Galaxy S7 wird über LGs neues G5 spekuliert. Das Unternehmen selbst hat die Gerüchte angeheizt, etwa indem es für den 21. Februar zu einem "LG G5 Day" in Barcelona eingeladen hat. Zudem hat es über seine Facebook-Seite zumindest ein technisches Detail bereits verraten: Das G5 wird einen "Always on"-Bildschirm haben, der bestimmte Informationen auch im Ruhezustand anzeigt.

Ungewöhnlich am G5 soll außerdem der sogenannte "Magic Slot" sein, eine Art Steckplatz für Erweiterungen, an den sich beispielsweise Zusatzakkus oder eine externe Kamera anschließen lassen. Ulkig: Fast zwei Wochen vor Messebeginn hat LG schon die erste Schutzhülle für das G5 angekündigt.

Was Huawei zeigen könnte

Da Huawei gerade erst auf der CES in Las Vegas das neue Mate 8 als Top-Modell vorgestellt hat, ist kaum zu erwarten, dass die Chinesen in Barcelona schon wieder ein Highend-Handy nachlegen. In Gerüchten ist davon die Rede, dass eher ein 2-in-1-Notebook mit Windows 10 das Highlight werden könnte.

Laut "Gizmochina" wird das wahrscheinlich Matebook genannte Gerät ein abnehmbares 12,9-Zoll-Display haben und mit einem digitalen Stift geliefert werden. Seine Besonderheit könnte sein, dass es außer mit Windows 10 parallel auch mit Android betrieben werden kann. Damit wäre es ein interessantes Gegenstück zu Geräten wie Microsofts Surface Book.

Microsoft Surface Book: Zum ersten Mal bringt der Windows-Konzern ein eigenes Notebook auf den Markt - und dann gleich eines, das es in sich hat.

Schon der Bildschirm beeindruckt: Mit ungewöhnlichen 3000 x 2000 Pixeln auf 13,5 Zoll bietet er extrem feine Details und bis in kleine Schriftgrößen gut lesbare Buchstaben.

Beim Design geht Microsoft durchaus eigene Wege. Das Surface Book ist unverwechselbar.

Der Verzicht auf ein heutzutage meist sowieso überflüssiges DVD-Laufwerk hat eine sehr schlanke Bauform ermöglicht. Laut Datenblatt misst es an der dicksten Stelle 22,8 Millimeter.

Im Rückendeckel prangt gut sichtbar ein Windows-Logo.

Wie bei schlanken Notebooks üblich, hält sich die Zahl der Anschlüsse in Grenzen. Links stehen zwei USB-3.0-Buchsen und der Speicherkartensteckplatz bereit.

Rechts findet man neben der flachen Surface-Connect-Netzteilbuchse nur einen Mini-DisplayPort, an den sich beispielsweise externe Bildschirme anschließen lassen.

Zwei ungewöhnliche Eigenheiten fallen beim Surface Book auf. Zum einen sind der Einschalter und die Lautstärkewippe in der Bildschirmeinheit und nicht im Bodenteil eingebaut. Zum anderen ist der Bildschirm von Lüftungsschlitzen eingefasst.

Genau wie den Surface-Tablets liegt auch den Microsoft-Notebook ein Stift bei, mit dem man auf dem Bildschirm schreiben und zeichnen kann.

Das Netzteil kann beim Aufladen sehr heiß werden, hat als dicken Pluspunkt aber eine USB-Buchse, an der man beispielsweise sein Handy aufladen kann.

Die Tasten sind leicht erhaben eingebaut, statt aus Plastik offenbar aus derselben Magnesiumlegierung wie das Gehäuse und außerdem von unten beleuchtet.

Von außen betrachtet die auffälligste Besonderheit ist das Scharnier, das Bodeneinheit und Display verbindet.

Das ungewöhnliche Scharnier wirkt von außen unbeweglich, ist aber sehr leichtgängig und macht einen äußerst robusten Eindruck.

Auf der Tastatur fällt zwischen den Einfügen- und Entfernen-Tasten eine Taste mit einem ungewöhnlichen Symbol auf.

Diese Sondertaste dient dazu, die Bildschirmeinheit von der Bodeneinheit zu lösen. Einen mechanischen Schalter gibt es dafür nicht.

Die beiden Teile vom Surface Book werden von diesen drei Kontaktelementen extrem fest zusammengehalten.

Sind sie jedoch voneinander gelöst, ist der Bildschirm ein vollkommen eigenständig agierendes Tablet von der Größe eines Apple iPads Pro.

Im direkten Vergleich mit dem Apple-Tablet ist das Surface-Book-Tablet einen Hauch dicker.

Die Qualität der Bildschirme von iPad Pro (r.) und Surface Book liegt auf ähnlichem Niveau. Die geringfügig größere Bildschirmfläche des Microsoft-Produkts macht keinen spürbaren Unterschied.

Was HTC präsentieren könnte

Was es an Neuigkeiten von HTC zu berichten geben wird, ist im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen noch weitgehend unklar. Sicher ist, dass das Unternehmen an einem neuen Highend-Gerät arbeitet, das wohl One M10 heißen soll.

Aktuell sieht es aber so aus, als würde dieses Gerät nicht in Barcelona, sondern erst im April auf einer eigenen Veranstaltung vorgestellt. Möglicherweise wird der Konzern stattdessen eine Smartwatch zeigen, die dann wohl HTC Watch heißen wird.

Was Xiaomi zeigen könnte

Das ist mal etwas Neues: Zum ersten Mal wird der chinesische Hersteller Xiaomi auf dem Mobile World Congress präsent sein und ein neues Produkt ankündigen. Dabei wird die eigentliche Veranstaltung in Peking stattfinden und per Videostream nach Spanien übertragen. Laut Einladung wird dabei ein neues Smartphone namens Mi 5 präsentiert.

Über das Gerät selbst ist nicht viel bekannt, außer dass es dank eines schnellen Prozessors eher der Highend-Kategorie zuzuordnen ist. Ein Screenshot, den der Ex-Google- und jetzt Xiaomi-Manager Hugo Barra gepostet hat, zeigt zudem, dass es mit Dual-Sim-Technik bestückt ist.

Und sonst?

Tausende weitere Unternehmen stellen auf dem Mobile World Congress aus. Auch von ihnen werden etliche Neuheiten erwartet.

Zwei spannende Produkte wurden schon enthüllt: Die Firma Cat Phones zeigt mit dem Cat S60 das erste robuste Smartphone mit integrierter Wärmebildkamera. Und Alcatel ist auf die Idee gekommen, die Verpackung des Onetouch Idol 4S so zu bauen, das sie nach dem Auspacken als VR-Brille benutzt werden kann.

Wir werden ab Sonntag mit einem Liveblog von der Messe und über alle wichtigen und viele skurrile Neuheiten berichten.



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
alex300 20.02.2016
1. Windows 10 UND Android auf einem Tablet. Wozu?
Android kann so ziemlich alles, was Windows kann. Nur eben besser und effizienter. Wozu noch dieses altbackene Windows?
monoman 20.02.2016
2. Neuheiten?
Zigfach überteuerte rechteckige Dinger mit buntem Streichelbildschirm, hach wie neu...
diestimmevonunten 20.02.2016
3. mein s3neo
ist genauso schnell wie das neue 7 .einfach root drauf den ganzen samsung mist runter schon springt das smartphone.
kewlo 20.02.2016
4. Schon versucht...
Zitat von alex300Android kann so ziemlich alles, was Windows kann. Nur eben besser und effizienter. Wozu noch dieses altbackene Windows?
...Android - inkl. Bootloader - auf ein Tablet/Smartphone zu installieren, wo man nur APX Mode zur Verfügung hat? Windows, Linux, DOS... alles geht. Bloß Android nicht.
orosee 20.02.2016
5.
Es ist an der Zeit, den archaischen Begriff "Smartphone" zu Grabe zu tragen. Im Bereich Telefonie hat sich seit Jahren wenig Neues getan - 3G wird immer noch parallel zu LTE benutzt - das wesentliche bezieht sich auf die Kamera, das Frontglas, den Akku und die Prozessoren. Eventuell ist das doofe Wort "Handy" letztendlich der beste Begriff für diese PDAs. Oh, und Samsung ist bei mir durch, seit uns 2 S3 zeitgleich kaputt gegangen sind und das S6+ eines Freundes nach 3 Tagen ein verkratztes Glas hatte. Bin beim LG V10 gelandet - Wechselakku und Micro SD Slot müssen halt sein.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.