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Netbooks Schneller die Preise nie fielen

2. Teil: Die Schnäppchenphase wird nicht andauern. Außerdem: Worauf Sie beim Schnäppchenkauf achten sollten


Was den Kunden freut, ist für den Handel weniger lustig: Der verdient am Verkauf von Netbooks nicht viel, die Margen sind äußerst knapp. Bis also die Einkaufspreise entsprechend gesenkt werden, wird der Abverkauf eher schmerzhaft. Da auch die Hersteller keinen großen Schnitt mit den kleinen Rechnern machen, ist damit zu rechnen, dass sie eher versuchen werden, das bisherige Preisniveau durch Aufrüstung der Modelle zu halten - die Standard-Atoms der N270er und N280er-Ära dürften schon bald nach Jahreswechsel verdrängt werden und nur noch in den nächsten Monaten Gelegenheiten für echte Schnäppchen bieten. Mittelfristig haben Industrie und Handel kein Interesse daran, sich den Markt mit einer Einstiegsklasse mit Mikro-Margen zu versauen.

Doch was soll's, man hat ja prächtige Geschäfte gemacht. So drückt der Branchenverband Bitkom das nicht aus, aber er meint es, wenn er schon jetzt das "gute Weihnachtsgeschäft mit Hightech-Produkten" bejubelt. Die Erwartungen der Branche, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Verbandes, seien schon jetzt übertroffen worden. Als einen der Motoren des erfreulichen Absatzbooms nennt der Bitkom die Netbooks: "Besonders gefragt sind derzeit Netbooks. Nach Bitkom-Angaben hat sich der Absatz der mobilen Mini-Computer im Jahr 2009 auf rund 2,5 Millionen Stück mehr als vervierfacht."

Diese 2,5 Millionen Käufer sitzen auch nach dem anstehenden technischen Generationenwechsel weiter vor brauchbaren Geräten: Wer ein Netbook einfach als ultramobilen Rechner für leichte Arbeiten, für Internet und ein wenig Multimedia sieht, ist auch jetzt noch gut bedient mit der auslaufenden Generation. Die war bisher, bedingt durch Vorgaben des Betriebssystemherstellers Microsoft, technisch ziemlich uniform. Die Standardausstattung:

  • 1,6-GHz-Atom-CPU
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • 10-Zoll-Display mit WSVGA-Auflösung
  • 160 GB Festplatte
  • Windows XP

Wenn Sie in dieser Klasse jetzt noch ein Schnäppchen landen wollen, sollten Sie auf folgende Merkmale achten, mit denen sich einzelne Modelle aus diesem Standard auszeichnen und abheben:

  • Der Bildschirm sollte matt sein (weniger Spiegelung, bessere Nutzungsmöglichkeit außerhalb geschlossener Räume).
  • Der 6-Zellen-Akku ist Pflicht: Er bringt vier bis neun Stunden Laufzeit, 3-Zellen-Akkus geben nach 1,5 bis 2,5 Stunden auf.
  • Tastatur: Muss subjektiv "passen", sollte sich aber keinesfalls durchdrücken oder instabil oder "folienhaft" wirken. Ein fühlbarer Druckpunkt ist wichtig für alle, die wirklich auf dem Netbook schreiben wollen.
  • LED-Displays bieten eine gleichmäßigere Ausleuchtung, bessere Kontrastverhältnisse und sparen Strom. Man findet sie durchaus auch schon in Schnäppchen-Rechnern (Beispiel: Lenovo S10).
  • Ein WXVGA-Display (1.366 x 768 Pixel) bietet mehr Auflösung. Das muss der eingebaute Grafikchip aber nicht unbedingt mitmachen (Testberichte zum Modell einsehen!): Was nutzt scheinbares HD, wenn ein Film beim Abspielen nur ruckelt?
  • Aufpreise sind berechtigt, wenn Nvidias ION-Chip verbaut ist: Er bietet WXVGA und dank höherer Geschwindigkeit ruckelfreie HD-Video-Fähigkeit.
  • 11,6- und 12-Zoll-Geräte sind für Männerhände leichter zu handhaben als 10-Zöller: Tastengrößen bei den kleinen Geräten liegen bei 92 bis 96 Prozent der Normtasten, die etwas größeren Geräte bieten meist Volltastaturen.

Gute Geräte, die wir im Laufe des Jahres getestet haben und die nun im Preissegment von 250 bis 300 Euro zu haben sind: Asus EeePC-Rechner der 1005er-Reihe (ab ca. 259 Euro), Samsungs NC10 (Auslauf, regulär ab 299 Euro) und das bereits erwähnte Lenovo S10 (199 bis 222 Euro in Angeboten) respektive der 12-Zöller S12 (mit Standard-Atom ab 299 Euro).

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insgesamt 11 Beiträge
Dino 23.12.2009
Die Preisentwicklung bei Internetanbietern mit wenig bis keiner Marktbedeutung bildet das Geschehen im Netbookmarkt nur sehr unvollständig bis gar nicht ab. Das einzige was man diesem Artikel entnehmen kann, ist die [...]
Zitat von sysopIm Endspurt des Weihnachtsgeschäftes purzeln plötzlich die Netbook-Preise. Das ist kein Wunder, sondern das Signal für den Beginn eines ganz anderen Advents: Die CES naht und mit ihr die nächste Gerätegeneration. Top-Bedingungen, echte Schnäppchen zu ergattern. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,668788,00.html
Die Preisentwicklung bei Internetanbietern mit wenig bis keiner Marktbedeutung bildet das Geschehen im Netbookmarkt nur sehr unvollständig bis gar nicht ab. Das einzige was man diesem Artikel entnehmen kann, ist die offensichtliche Tatsache, dass es bei diesen Anbietern mit den Umsätzen im Weihnachtsgeschäft hapert und das bei SpOn ein wenig sachkundiger Redakteur/Praktikant am Werke war. Wer 2 Tage vor Weihnachten die Preise derart senkt, hat eh den Schuss nicht gehört oder eine heftige Panikattacke ob der Lagerbestände. Die Bemerkung über den angeblichen Preisverfall in Bezug auf die CES ist genauso unwichtig. Nur sehr wenige der ambitionierteren User wissen überhaupt, dass diese Messe existiert und nur die allerwenigsten können daraus die richtigen Schlüsse über die zukünftige Marktentwicklung in Europa bzw. Deutschland ziehen. Books in dieser Lieschen Müller-Preislage werden hauptsächlich von Anfängern oder Jugendlichen gekauft. Mein Resumee: selten so einen Unsinn gelesen, setzen 6. Dino
mhenny 23.12.2009
gleich faule Bananen für 2 Cent billiger das Kilo. Netbooks der aktuellen Generation = Schrottware; für nichts richtig zu gebrauchen (als evtl. nur mit Google Chrom zu surfen).
gleich faule Bananen für 2 Cent billiger das Kilo. Netbooks der aktuellen Generation = Schrottware; für nichts richtig zu gebrauchen (als evtl. nur mit Google Chrom zu surfen).
j0nnl 23.12.2009
16,4 mio verkaufte Netbooks weltweit in 2008 (laut DisplaySearch). Die Zahl scheint auf den ersten Blick gering, ist aber im PC Bereich die einzige Kategorie in dem die Verkaufszahlen steigen (laut Ct und DisplaySearch). 2008 [...]
16,4 mio verkaufte Netbooks weltweit in 2008 (laut DisplaySearch). Die Zahl scheint auf den ersten Blick gering, ist aber im PC Bereich die einzige Kategorie in dem die Verkaufszahlen steigen (laut Ct und DisplaySearch). 2008 war das erste Jahr in denen Netbooks überhaupt weltweit auf dem Markt eingeführt worden sind, da bereits einen weltweit zweistelligen Millionenabsatz zu haben ist ein Erfolg und kein Flop! Die Prognose für 2009 war eine Verdopplung der Zahl also im Bereich 30mio, man wird aktuelle Statisken abwarten müssen, die dazu eine aussagekräftige Statistik bieten. Laut GfK wurden bis August 2009 in Deutschland von Business-Kunden 91.000 Netbooks geordert. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 18.000. Von Januar bis August 2009 haben Privatleute 808.000 Netbooks gekauft. Wenn man sich mal in verschiedenen Foren umhört, merkt man, dass viele Leute ein Netbook haben oder gerne hätten. Hier geht es nicht um Sinn oder Unsinn der Geräteklasse, das muss jeder selber wissen. Es kommt nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf den persönlichen Anspruch an Ergonomie und Leistung an sowie den Einsatzzweck. Da kann es durchaus sogar objektiv sinnvoll sein, ein Netbook für 300€ zu kaufen statt ein wesentlich besser ausgestattetes Notebook für 400€. Man muss ja auch mal sehen, dass es vielleicht viele Jahre ein Flop war, bei PCs und Netbooks immer auf ein "mehr Leistung" zu setzen. Ohne Apples Erfolg hätten wir alle noch graue Midi Tower zu Hause stehen, die eine Jet-Turbine als Lüftung nutzen. Für den privaten Durchschnittskonsumenten, der älter als 25 ist (also kein Gamer, der ständig die aktuellesten Spiele braucht), sind diese Leistungsmonster aber uninteressant, er hatte nur jahrelang praktisch keine Alternative. Gerade Mobilität ist der aktuelle Trend (seit ein paar Jahren und sicher auch noch ein paar weitere Jahrzehnte lang), gerade wo in den letzten Jahren Internet für unterwegs bezahlbar geworden ist. IMHO sind Netbooks alles, aber kein "weitgehend geflopptes Konzept", und ich habe im Artikel vergeblich nach einer argumentativen Erörterung dieser Behauptung gesucht. Der Autor behauptet ohne Quellen zu nennen, das sowohl Handel als auch Hersteller kaum Geld verdienen an Netbooks. Zitiert dann aber sogar Bitkom "Besonders gefragt sind derzeit Netbooks. Nach Bitkom-Angaben hat sich der Absatz der mobilen Mini-Computer im Jahr 2009 auf rund 2,5 Millionen Stück mehr als vervierfacht." Das klingt für mich nicht nach "geflopptem Konzept". Statt eines Flops ist das Netbook Geschäft, der rettende Anker im Portfolio der Hersteller. Ein gut gemeinter Rat, gerade bei einem Thema wie diesem: Der Autor sollte bei nachvollziehbaren Fakten bleiben, und es anderen Leuten wie Frauke Ludowig überlassen, "Tops und Flops" zu benennen. Persönlich benutze ich übrigens kein Netbook, da ich unterwegs kein Internet brauche und zuhause mit meinem alten PC noch zurecht komme. Davon ab habe ich nicht viel Geld und muss sparsam sein, sonst hätte ich sehr wahrscheinlich auch ein Netbook. Ich bin auch nicht der typische Konsument, der zur angepeilten Zielgruppe der Elektronikindustrie gehört, die offensichtlich ihre Kunden regelmäßig erflogreich finden.
mcemu 23.12.2009
Das stimmt so gleich in doppelter Hinsicht nicht: 1. sind die momentanen Standard-Netbooks durchaus für den normalen User (Internet surfen, Mails lesen, Fotos von Freunden anschauen und vielleicht mal eigene Bilder minimal [...]
Zitat von mhennygleich faule Bananen für 2 Cent billiger das Kilo. Netbooks der aktuellen Generation = Schrottware; für nichts richtig zu gebrauchen (als evtl. nur mit Google Chrom zu surfen).
Das stimmt so gleich in doppelter Hinsicht nicht: 1. sind die momentanen Standard-Netbooks durchaus für den normalen User (Internet surfen, Mails lesen, Fotos von Freunden anschauen und vielleicht mal eigene Bilder minimal bearbeiten) gerade so ausreichend. 2. wird die kommende Generation an Netbooks nur minimal schneller sein - aktuelle Netbooks schaffen HD-Video mit 720p nicht ganz, die zukünftigen werden es wohl knapp schaffen... "aktuelle Generation = Schrottware" klingt nach "die neuen sind viel besser", das ist falsch - wer im Moment mit einem Netbook gut bedient wäre, wird das auch mit der neuen Generation sein, und wem die aktuellen nicht reichen, der wird auch mit den neuen nichts anfangen können - deshalb macht es durchaus Sinn, jetzt ein Schnäppchen zu machen, sofern man ein Netbook brauchen kann und noch keines hat. Thomas Reischl
rabenkrähe 23.12.2009
.... Das mag ja für die inettfähigen handies und andere Kleinstgeräte gelten, aber Netbooks können als Drittgeräte zum leichten Mitnehmen schon Sinn machen. Die "Preisverfallsgeschichte" läßt sich am besten bei [...]
Zitat von mhennygleich faule Bananen für 2 Cent billiger das Kilo. Netbooks der aktuellen Generation = Schrottware; für nichts richtig zu gebrauchen (als evtl. nur mit Google Chrom zu surfen).
.... Das mag ja für die inettfähigen handies und andere Kleinstgeräte gelten, aber Netbooks können als Drittgeräte zum leichten Mitnehmen schon Sinn machen. Die "Preisverfallsgeschichte" läßt sich am besten bei Medion beobachten, und zwar nicht wegen CES, sondern wenn Aldi ein neues Netbook auf den Markt geworfen wird. Schlagartig werden die überholten Modelle dann im Medionshop oder über ebay verkauft. Peinlicherweise zu irrwitzig unterschiedlichen Preisen. Die gemeine Kundenverarsche läßt sich nirgends besser verfolgen, als dort. rabenkrähe
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