Neue Gadgets: Dieser MP3-Player geht gerne baden

Von Frank Busch, Frank Müller und Jürgen Vielmeier

Power-Pop statt Blubb-blubb-blubb: Mit dem Neptune-MP3-Player soll man sich beim Schwimmen mit Musik berieseln lassen. Er pumpt den Schall direkt in die Knochen. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Kopfhörer für jedes Handy und eine drahtlose Smartwatch.

Unterwasser-Kopfhörer Finis Neptune: Klang durch die Knochen Zur Großansicht
Finis

Unterwasser-Kopfhörer Finis Neptune: Klang durch die Knochen

Die Geister werden sich hier scheiden, das dürfte feststehen: Nutzt man das Schwimmbecken als einzigen Ort, an dem man noch wahre Ruhe genießen und vom Alltag abschalten kann? Oder schwimmt man lieber mit einem Kopfhörer und trainiert bei seiner Lieblingsmusik? Es bleibt wohl eine Geschmacksfrage, ähnlich wie beim Joggen. Fakt ist, dass wir mittlerweile Möglichkeiten haben, auf Wunsch unter Wasser Musik zu hören. So wie den Unterwasserkopfhörer Finis Neptune.

Der Kopfhörer verwendet Knochenleitung (Bone Conduction) statt herkömmlicher Lautsprecher. Das soll unter Wasser für einen starken Sound sorgen. Der Neptune ist bis drei Meter Tiefe wasserdicht, bietet vier GB Speicher, ein OLED-Display und einen Adapter, über den sich der Akku aufladen und Songs übertragen lassen. Das Gerät soll mit iTunes zusammenarbeiten.

Im Prinzip ist der Neptune mit diesen Eigenschaften eigentlich nur ein besonders hübscher MP3-Player. Zwar kann er auch WMA- und AAC-Dateien abspielen, App-fähig ist er aber nicht. Streaming mit Apps wie Spotify, Deezer oder Rdio geht also nicht. In der Praxis klemmt man die Elektronik - Player wie Hörer - an seine Schwimmbrille.

Der Neptune ist eine Weiterentwicklung des SwiMP3, den Finis bereits seit einigen Jahren anbietet. Interessant ist das Thema Audio per Knochenleitung allerdings auch abseits des Wassers, etwa für mittelohrgeschädigte Menschen. Sie können mit einem solchen Kopfhörer im Prinzip wieder Musik hören. Panasonic etwa arbeitet an Kopfhörern mit Knochenleitung, die sich für eine Anwendung außerhalb des Wasser eignen sollen. Zum Einsatz kommt die Technik auch in Googles Datenbrille Glass, die über Knochenleitung mit dem Anwender spricht.

Der Finis Neptune ist ebenso wie der Vorgänger SwiMP3 in Deutschland über Online-Versender erhältlich. Der Neptune kostet rund 160 Euro, der SwiMP3 130 Euro. (Jürgen Vielmeier)

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Jays a-Jays Five: Kopfhörer für Android, iOS und Windows

A-Jays Five Kopfhörer: Für jedes Handysystem ein eigenes Modell Zur Großansicht
Jays

A-Jays Five Kopfhörer: Für jedes Handysystem ein eigenes Modell

Die a-Jays Five sind die neuesten Modelle der a-Jays In-Ohr-Kopfhörer. Wie die Vorgänger sind sie schlicht gestaltet und an flachen Kabeln zu erkennen, die ein Verheddern verhindern sollen. Sie sollen - wen wundert's - die bisher besten der Reihe sein. Laut Hersteller wurden die a-Jays Five von Grund auf neu konzipiert.

Das Aluminiumgehäuse ist mit einem flexiblen Kunststoff überzogen, so dass sie sowohl haltbar als auch angenehm zu tragen sein sollen. Ungewöhnlich ist die Tatsache, dass man aus drei Modellen für Android, iOS und Windows Phone wählen kann. Jays dürfte der erste Hersteller sein, der seinen Kunden diese Wahl lässt. Bisher schmückten sich Hersteller meist mit dem "Made for iPhone"-Zeichen.

Den Unterschied macht die ins Kabel integrierte Fernbedienung, die je nach Handysystem ein wenig unterschiedlich gestaltet ist. Zwar haben sie jeweils drei Knöpfe mit dem man Telefon und Musik steuern sowie die Lautstärke regulieren kann. Doch sollen die drei Modelle speziell an die Eigenheiten des jeweiligen Betriebssystems angepasst sein.

Die a-Jays Five sollen laut Pressemitteilung im Sommer auf den Markt kommen, ein genauer Termin wurde nicht genannt. Der Preis soll 89,99 Euro betragen. (Frank Müller)

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Smartwatch Agent: Die bessere Computer-Uhr?

Smartwatch Agent: Drahtlos den Akku aufladen Zur Großansicht

Smartwatch Agent: Drahtlos den Akku aufladen

Die Smartwatch Agent, welche von ihren Machern vollmundig als "Die intelligenteste Uhr der Welt" angekündigt wird, wirbt derzeit auf Kickstarter um Unterstützung. Bereits am ersten Tag der Projektlaufzeit war das gesteckte Ziel von 100.000 US-Dollar bei weitem überschritten. Was macht die Uhr so besonders? Ist sie nur eine Alternative für jene, die es leid sind, auf die Pebble zu warten? Oder sticht sie aus dem Reigen der Smartwatch-Ankündigungen heraus?

Massives Äußeres

Es fällt auf den ersten Blick auf, dass die Agent deutlich massiver daherkommt als die meisten anderen Smartwatches. Dies hat drei Gründe: Die Agent ist aus Metall gefertigt, sie ist wasserdicht und sie lädt ihren Akku drahtlos auf. Das sind drei Features, mit denen sie momentan alleine dasteht.

Das Metallgehäuse macht sie robust und unempfindlich gegen die Widrigkeiten des Alltags. Wasserdicht zu sein ist immer eine gute Idee: Wer beim Händewaschen schon einmal aus Versehen die teure Smartwatch unter fließendes Wasser gehalten hat und im nächsten Moment eine mehrere hundert Euro teure, aber gar nicht mehr so smarte Uhr am Arm trug, wird das zu schätzen wissen.

Drahtloses Laden

Das beste ist jedoch die drahtlose Ladefunktion: Per Induktion versorgt eine flache Ladestation die Agent mit Strom und hält den Akku bei Laune. Das ist deutlich einfacher, als jeden Abend ein Ladekabel mit einem Stecker im Miniaturformat in eine ebenso kleine Ladebuchse zu fummeln. Trotzdem soll es nicht notwendig sein, die Agent jeden Abend aufzuladen. Man verspricht eine durchschnittliche Akkulaufzeit von rund einer Woche. Wer die Uhr im "watchface-only mode" betreibt soll sogar einen Monat fernab der Steckdose damit umgehen können.

Innere Werte

Die inneren Werte der Smartwatch Agent brauchen sich gegenüber ihren äußeren dabei nicht zu verstecken. Die Macher hinter der Smartwatch Agent, Secret Labs und House of Horology, denken grün genug, um das Gehäuse reparatur- und servicefreundlich zu gestalten. Außerdem ist der Akku austauschbar. Das machen die meisten anderen Smartwatches gänzlich anders.

Und die Software?

Die Agent ist kompatibel mit iPhone 4S oder neuer, Android ab Version 2.3 und Windows Phone 8. Bei der Zusammenarbeit mit diesen Smartphones meldet sie Anrufe, erinnert an Termine, zeigt die Wetteraussichten und vieles mehr. Sie warnt auch davor, wenn Gefahr besteht, dass man sein Smartphone im Café liegen lasst, verbindet sich per Bluetooth 4 mit Puls-Sensoren und zeigt zu allem Überfluss gelegentlich auch noch die Zeit an.

Fazit

Die Agent scheint ihrem Namen alle Ehre zu machen, denn sie bietet interessante Funktionen mit, die man bei anderen Smartwatches vergebens sucht. Die guten Akkulaufzeiten und das drahtlose Laden dürfte für viele ein Kaufgrund sein und so darf man gespannt sein, ob die Agent den Pebble-Rekord knacken wird.

Wer sich sein Exemplar sichern möchte, kann dies auf der Kickstarter-Seite tun. Die Preise beginnen bei umgerechnet 127 Euro inklusive internationalem Versand. (Frank Busch)

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1. Die
schüler.aus.bremen 01.06.2013
Die Uhr Kauf ich mir! Die hört sich echt Genial an
2. Aber Hallo
mitbestimmender wähler 01.06.2013
Wohl in der Apotheker-Preisliste geschaut: Der SwiMP3 gibt es ab 73.-Euro plus Versand Den Neptune MP3 ab 122.-Euro plus Versand Da lohnt es sich besonders für den SwiMP3 ihn von draussen einfliegen zu lassen.
3. Smartwatch
erotico7 01.06.2013
Für 80 Euro bekommt man eine viel bessere Sony Smartwatch die ich bereits besitze und super funktioniert! Selbst im Regen läuft sie einwandfrei und der Akku hält auch gut 5 Tage durch.
4. Unterwasser MP3
chickenwings 01.06.2013
mach ich in der Badewanne mit'm gescheiterten Panasonic-Androiden Eluga ...
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