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Neue Gadgets: Smarte Handtasche schützt vor Geldverschwendung

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Die Anti-Kaufrausch-Handtasche sorgt für ein volles Portemonnaie. Weitere Gadgets für unterwegs zeigt die Technikschau von neuerdings.com: ein "Betriebssystem to go" und ein mobiler Satelliten-Hotspot.

Chip gegen den blinden Kaufrausch: Die Handtasche zwingt zur Sparsamkeit Zur Großansicht
finder.com.au

Chip gegen den blinden Kaufrausch: Die Handtasche zwingt zur Sparsamkeit

Nie wieder zu viel Geld ausgeben - weil die Handtasche das Portemonnaie bei einem Kaufrausch einfach nicht mehr hergibt. So funktioniert die intelligente Handtasche iBag, die sich irgendwann einfach nicht mehr öffnen lässt. Ein Video zeigt eine Handtasche für Frauen, doch es soll sie auch für Männer geben.

Der integrierte RFID-Chip registriert die Bewegungen, ein GPS-Tracker soll zudem erkennen, wo man sich befindet. Das wird auf dem Massenspeicher des Arduino-Boards mit Hilfe der installierten Software vermerkt. Die Tasche warnt den Träger mit einem Blinklicht und informiert außerdem eine Vertrauensperson per SMS, wenn man ein Kaufhaus betritt, in dem man bereits einmal zu viel Geld ausgegeben hat. Wird dann sehr oft die Geldbörse entnommen, schließt sich die Handtasche - vom Board gesteuert - und lässt sich nicht mehr öffnen.

Hinter der Aktion steht das australische Verbraucherschutz-Portal Finder. Laut Statistik gebe jeder Vierte den Großteil seines Gehalts gleich nach dem Zahltag aus, so die Begründung für die strenge Tasche. Fast jeder Zweite, der seine Kreditkartenrechnung nicht vollständig begleiche, neige laut Statistik zu drei Impulskäufen im Monat. Daher die Idee, eine clevere Handtasche anzubieten. Generell richtet sich diese Aktion an Menschen, die mit Geld nicht gut umgehen können.

Finders Idee ist wohl, dass eine nahestehende Person der Betroffenen diese Handtasche schenkt. Es könnte aber auch einfach eine gute PR-Aktion sein, um auf die Gefahren zu hoher Kreditlimits und die Dunkelziffer der Kaufsüchtigen hinzuweisen.

Unklar jedenfalls, ob es die iBag jemals wirklich zu kaufen geben wird. Finder nimmt Registrierungen sowohl für eine Handtasche für Frauen als auch für Männer entgegen und verlangt dafür umgerechnet 130 Euro.

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"Betriebssystem to go" für ausrangierte PCs

USB-Stick zum Mitnehmen: Ein lauffähiges Betriebssystem im Gepäck Zur Großansicht
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USB-Stick zum Mitnehmen: Ein lauffähiges Betriebssystem im Gepäck

Tag für Tag werden Zigtausende alte PCs weggeschmissen - viele davon landen in Afrika, nützen den Menschen vor Ort aber nichts. Die Initiative Keepod Unite will das ändern - mit folgender Idee: Die Menschen dort sollen mit einem USB-Stick ausgestattet werden, auf dem ein lauffähiges Betriebssystem installiert ist.

Man steckt den Stick einfach in einen X86-PC mit USB-Schnittstelle. Hardware? Fast egal. Hauptsache, das Ding läuft noch. Für ein erstes Projekt in einem Slum in Kenya wirbt die Initiative nun um Fördergelder auf Indiegogo.

Neu ist die Idee eines lauffähigen Systems auf einem USB-Stick freilich nicht. Verschiedene Linux-Distributionen bieten dies zum Selbstinstallieren bereits an. Pendrive Linux ist zum Beispiel eine eigene Distribution, die sich auf Linux auf einem Stick spezialisiert hat. Viel teurer als die fünf Euro, die ein Keepod in der Herstellung kosten soll, wird es dann auch nicht. Wer sich ein bisschen mit Linux auskennt, hat sich also schnell sein eigenes Betriebssystem auf einen Stick gebracht und kann das an einen beliebigen PC anschließen. In der Überflussgesellschaft ist das also kein Problem.

Rechner finden sich auf jeder Müllkippe

Die Keepod-Initiative richtet sich aber an Menschen, die sich trotz allem keinen PC leisten können. Die Idee der Nichtregierungsorganisation: Alte PCs nehmen, die sowieso ausrangiert wurden, und hierauf das Linux-basierte System Keepod OS laufen lassen. Die PCs müssen nicht einmal mehr eine funktionierende Festplatte haben.

Es bleiben allerdings Fragen: Wo bekommen die Nutzer eigentlich den Strom her? Rechner und Handys kann man beinahe auf jeder Müllkippe finden, aber Strom für jede Hütte eines Slums dürfte schwerer zu bekommen sein. Keepod geht auf das Problem nicht wirklich ein. Kenya ist außerdem sehr erfinderisch, was mobile Dienste für die deutlich weiter verbreiteten Mobiltelefone angeht. Können Menschen nur mit PC Wohlstand erreichen, oder ließe sich das nicht auch mit cleveren mobilen Services erreichen?

Keepod Unite allerdings will auch im Slum selbst eine Anlaufstelle einrichten, die Menschen vor Ort beraten und für die nötige Hardware sorgen.

Für all das braucht die Organisation Spender. Für umgerechnet 110 Euro gibt es ein Paket, bei dem der Förderer fünf eigene Keepods bekommt und gleichzeitig fünf Stück an das Projekt in Kenya spendet. Für umgerechnet 77 Euro spendet man fünf, erhält selbst aber nur einen Keepod. Oder man kann für 45 Euro einfach einen Keepod kaufen, ohne einen zu spenden. Da die Kosten nur bei rund 5 Euro liegen, unterstützt man die Initiative auch dann.

Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 1. März und kommt nur zustande, wenn die gewünschte Spendensumme in Höhe von 38.000 Dollar erreicht wird.

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Mobiler Satellitenhotspot für weltweites W-Lan

Tragbarer Hotspot: Teuer, langsam, hässlich? Zur Großansicht

Tragbarer Hotspot: Teuer, langsam, hässlich?

Iridium, ein Hersteller für Satellitentelefone und -empfänger, hat einen tragbaren Hotspot vorgestellt, der an nahezu jedem Fleck der Erde mobiles Internet zur Verfügung stellen will. Zwar ist Internet auf Reisen durch Roaming für den Nutzer im Prinzip kein Problem, schwierig wird es aber in der Wüste, im Himalaja, auf dem Ozean oder in der Antarktis. Hier hilft nur noch eine Satelliten-Verbindung.

Der mobile Router stellt außer in Nordkorea quasi weltweit einen Hotspot für bis zu fünf Geräte gleichzeitig zur Verfügung. Drei Nachteile gibt es allerdings dem Vernehmen nach: Der Iridium Go wird teuer, langsam und hässlich.

Das Gerät ist schlagfest, spritzwasser- und staubgeschützt. Es ist etwa so breit und lang wie ein Smartphone, allerdings mit rund sechs Zentimeter deutlich höher. Die Nutzung ist laut Hersteller denkbar einfach: Man klappt die Antenne hoch, schon verbindet sich der Go automatisch mit dem nächsten Satelliten.

Über den Hotspot lassen sich auch Anrufe führen und SMS verschicken. Ein zusätzliches Satellitentelefon ist also nicht nötig. Auch ein weltweiter Hilferuf lässt sich über das Gerät absetzen.

Teuer und langsam

Die Sache hat allerdings einen Haken: Die derzeit übliche Standardgeschwindigkeit liegt nur zwischen 2,4 und 2,8 kbit/s. Ja, richtig gelesen: Nicht Mbit, sondern kbit - also die Geschwindigkeit früher Analogmodems aus den achtziger Jahren. Für einige Datendienste wie Webbrowsing, E-Mail-Versand und Datentransfers sollen aber immerhin bis zu 26 kbit/s gemessen worden sein. Tatsächlich ist die Sache aber eher für Notfälle geeignet.

Die Pressestelle teilt uns mit, dass mit der neuen Infrastruktur Iridium Next, die zwischen 2015 und 2017 aufgebaut wird, 35-mal höhere Datenraten erreicht werden - was dann immer noch nicht mehr als 100 bis 1000 kbit/s wären.

Iridium verkauft Go über Partner, gibt aber eine unverbindliche Preisempfehlung von umgerechnet knapp 600 Euro. Hinzu kommt ein monatlicher Datenvertrag. Das Unternehmen bewirbt zum Beispiel einen Vertrag für 26 Euro, mit dem man 150 E-Mails verschicken, 15 Minuten telefonieren und zusätzlich ein wenig Daten für Services der Iridium-App nutzen kann. Teurere Pakete erhalten mehr Volumen.

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insgesamt 2 Beiträge
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1. IBag funktioniert tatsächlich
Barxxo 15.02.2014
Diese Geldspartasche IBag funktioniert tatsächlich. Ich habe sie nicht gekauft und schwupps.. schon Geld gespart :-)
2. Besser als IBag
stefan kaitschick 15.02.2014
Für nur 100 Euro biete ich gerne die konsequente Weiterentwicklung an. Die NoBag.
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