Es ist doch kaum auszuhalten. Von all den Hochglanz-Fotos grinsen uns diese lachenden, superglücklichen Gesichter an, als wollten sie sagen: "Mir geht's soooo viel besser als euch". Um für Abwechslung zu sorgen, haben sich zwei Designer ans Werk gemacht und die "Slingshot Camera" konzipiert, zu deutsch die Steinschleuder-Kamera. Praktisch zu einem Stab zusammengeklappt kann man das bedrohliche Werkzeug wie ein Butterfly-Messer transportieren, um im entscheidenden Moment ganz überraschend die Kamera zu zücken. Hat man ihre Arme ausgeklappt, zielt man auf die zu fotografierende Person und zieht das Gummiband nach hinten
Während die ahnungs- und schutzlosen Opfer schmerzverzerrt Deckung suchen, hat man schon das Foto im Kasten, denn das Gummiband fungiert als Auslöser. Für weiter entfernt stehende Motive sollte man ein paar gefaltete Papierschnipsel als "Munition" bereit halten.
Dabei ist man nicht nur auf tageslichttaugliche Motive beschränkt, durch die beiden Blitz-LEDs in den Ärmchen, lässt sich auch jede noch so dunkle Ecke ausleuchten. Über den integrierten USB-Port lädt man seine Trophäen gleich zu den berüchtigten sozialen Netzwerken hoch.
Der Sinn der schmerzhaften Kamera, die bisher nur ein Konzept ist, mag sich mir nicht so recht erschließen. Spielzeuge wie dieses sprechend sich schnell rum, weshalb der Überraschungsmoment nur von kurzer Dauer sein dürfte. (Kai Zantke)
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