Neue Gadgets E-Bikes aus den Sixties

Ein Mailänder Unternehmen baut E-Bikes, die aussehen wie gut erhaltene Zweiräder aus den sechziger Jahren. Außerdem in der Technikschau von neuerdings.com: ein Gimmick, das jeden Gegenstand zum Musikinstrument macht, und eine Endlos-Kerze für Romantiker.


Elektro-Fahrräder von Velorapida: E-Bikes mit Nostalgiefaktor
Velorapida

Elektro-Fahrräder von Velorapida: E-Bikes mit Nostalgiefaktor

Die Elektro-Fahrräder von Velorapida kombinieren die Schlichtheit der Fahrräder vergangener Jahrzehnte mit der neuesten Technik. Diesen Elektrofahrrädern sieht man nicht an, was an Technik in ihnen steckt: Die Sättel sind aus Leder und stammen von Brooks. Die Akkus sind in handgefertigten ledernen Fahrradtaschen untergebracht, bei einem Modell sogar in einem geflochtenen Rattan-Korb. Sie sitzen auf eigenen Gepäckträgern vor dem Lenker, denn der unterstützende Elektromotor treibt das Vorderrad an.

Wie es sich für ein Pedelec gehört, endet die Unterstützung durch den Elektromotor bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h, dadurch gelten Velorapida nach wie vor als Fahrräder, man benötigt keine Fahrerlaubnis und kein Versicherungskennzeichen.

Die Lithium-Akkus mit 36 V und 10,4 Ah enthalten Zellen von Samsung oder Panasonic. Sie wiegen 2,8 Kilo, lassen sich leicht entnehmen und sind in sechs Stunden komplett aufgeladen. Aber auch Teilladungen sind laut Hersteller kein Problem.

Bei einem Körpergewicht des Fahrers bis zu 90 Kilo, ebener Strecke und circa 50 bis 60 Pedalumdrehungen in der Minute soll der Akku für rund 60 Kilometer reichen. Auch Steigungen von 15 bis 20 Prozent kann man mit den Velorapida meistern.

Die Pedelec-E-Bikes von Velorapida werden nur online verkauft, zu Preisen zwischen 1.520 und 2.200 Euro. Dazu kommen noch - abhängig von der Entfernung - Versandkosten von 36 Euro bis 72 Euro, in denen die Zollgebühren schon enthalten sind. (Frank Müller)

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Mogees: Alltagsgegenstände werden zu Musikinstrumenten

Mogees: Sogar Müll soll man damit angenehme Melodien entlocken können
Bruno Zamborlin

Mogees: Sogar Müll soll man damit angenehme Melodien entlocken können

Mit Ototo buhlen aktuell kreative Bastelfreunde bei Kickstarter um die Gunst der Unterstützer. Mit einer Platine soll man selbst aus Pappe und anderen Materialien beliebige Instrumente kreieren können. Die Alternative von Bruno Zamborlin nennt sich Mogees und richtet sich an diejenigen, die gleich zum Musizieren übergehen wollen: Ein kleines Mikrofon nimmt die Vibrationen von Objekten wahr und wandelt diese in elektrische Schwingungen um. Diese wiederum verwandelt eine App in Echtzeit in digitale Musik um.

Für jeden: Die Besonderheit an Mogees ist Bruno Zamborlin zufolge, dass jeder sofort loslegen kann, um Münzen, Autos, sogar Müll oder Steinen angenehme Melodien zu entlocken. Man steckt das empfindliche Mikrofon an das eigene Smartphone mit Kopfhörer-Anschluss, startet die App und beginnt. Im "Free Mode" legt man sofort los und improvisiert nach Lust und Laune. So findet man sicher am schnellsten heraus, welche Töne die Dinge in der Umgebung erzeugen. Im "Song Mode" kann man durch das Antippen beliebiger Gegenstände Songs (Midi-Dateien) nachspielen. Eine Aufnahme-Funktion bietet die Software natürlich auch.

Spaß oder Kunst? Es ist gar nicht mal so leicht zu sagen, ob Mogees eine neckische, stylische Spielerei oder gar eine ernsthafte Art des Musizierens sein soll. Ein Blick auf das offizielle Video des Erfinders zeigt diverse Einsatzmöglichkeiten. In jedem Fall sieht es ganz amüsant aus.

Bis zum 19. März wollen Bruno Zamborlin und sein Team bei Kickstarter mindestens 50.000 Britische Pfund einsammeln, um diese Idee als finales Produkt in den Handel zu bringen - mit etwas Glück schon ab August (iOS, Android ab November) dieses Jahres. Wer Interesse hat, schießt jetzt mindestens 48 Euro (inkl. Versand) für Mikrofon und Standard-App für iOS oder Android vor. Eine Pro-Variante liegt bei 70 Euro und bietet weitere Funktionen wie eine Unterstützung von DMX-kompatiblen Lichtsystemen (Beleuchtung mit Mogees kontrollieren) oder den Zugriff auf erweiterte Synthesizer-Einstellungen. (Sven Wernicke)

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Rekindle: Endlose Kerze für Romantiker

Rekindle: Während die Kerze abbrennt, entsteht eine neue

Rekindle: Während die Kerze abbrennt, entsteht eine neue

Industriedesigner Benjamin Shine hat sich eine "endlose Kerze" patentieren lassen. Das geschmolzene Wachs wird bei der Rekindle im Boden des Kerzenständers wieder aufgefangen. Eine neue Kerze entsteht, während die alte schwindet. Bei dieser Kerze geht nur wenig verloren.

Die Konstruktion ist durchsichtig. Das Wachs tropft über Löcher im Boden in den Ständer herab. So kann man also schon beim Abbrennen der einen Kerze beobachten, wie eine neue entsteht. Da ein Teil des Wachses natürlich verbrennt, dürfte eine Kerze allerdings nicht ausreichen, um eine neue zu erschaffen. Es müssten schon mehrere sein. Was man natürlich außerdem immer neu braucht, ist einen Docht, der in den Hohlraum gehängt wird.

Vermutlich werden zwar die wenigsten Menschen in ihrer Wohnung einen Verschleiß an Kerzenwachs haben, der jährlich in die Tausende ginge. Doch man stelle sich den Bedarf in Gaststätten oder Gebetshäusern vor. Oder in Ländern, in denen eine zuverlässige Stromversorgung nicht selbstverständlich ist. Davon abgesehen könnte die Rekindle ganz einfach als Deko-Gegenstand Spaß machen.

Mehr Infos gibt es auf der Webseite. Designer Benjamin Shine will die Kerze weltweit an Einrichtungshäuser verkaufen. Wann, wo und zu welchem Preis sie dann erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. (Jürgen Vielmeier)

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insgesamt 12 Beiträge
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susiwolf 01.03.2014
1. Solidität aus ... Mailand !
Nach den fast endlosen Diskussionen über Fahrräder mit Elektroantrieb ... Nun - endlich mal eine 'Variante', die zwar grösstenteils bekannt ist, dennoch einen 'Hervorstecher' des praktischen Gebrauchs anbietet. Es kann wieder Rad gefahren werden: Mit oder ohne Akku - je nach Kondition. Man weiss ja vorher, was man täglich so vor hat. Qualität lässt sich aus den Bildern nicht unbedingt herleiten, dennoch ... die Preise bewegen sich offensichtlich im normalen Rahmen. Ein gewisses 'flair' der Sechziger scheint auch mit der soliden Konstruktion einherzugehen.
tam_venceremos 01.03.2014
2. Ein 'Pedelec E-Bike'?
Ein E-Bike fährt alleine nur mit Akku ohne das zutun von Muskelkraft. Ein Pedelec hingegen unterstützt den Fahrer nur. Das ist ein Unterschied. Also worum handelt es sich hier?
gorkamorka 01.03.2014
3.
Zitat von tam_venceremosEin E-Bike fährt alleine nur mit Akku ohne das zutun von Muskelkraft. Ein Pedelec hingegen unterstützt den Fahrer nur. Das ist ein Unterschied. Also worum handelt es sich hier?
Beides, der Unterschied ist ja nur eine kleine Änderung der Steuerungsfirmware, um ein E-Bike in ein sogenanntes "Pedelec" zu kastrieren.
hubertrudnick1 01.03.2014
4. E-Bike
Zitat von tam_venceremosEin E-Bike fährt alleine nur mit Akku ohne das zutun von Muskelkraft. Ein Pedelec hingegen unterstützt den Fahrer nur. Das ist ein Unterschied. Also worum handelt es sich hier?
All diese Räder sind für Leute gedacht, die nicht mehr ausreichend Muskelkraft haben, sonst brauch man sie nicht wirklich. Es gibt eine vielzahl guter moderne Fahrräder, die sich auch gut fahren lassen und Personen die noch genügend Kraft aufbringen benötigen eine zusätzliche E-Unterstützung kaum. Ich wollte mir schon im letzten Jahr ein qualitativ gutes E-Bike zulegen, aber da ich noch genügend Kraft aufbringen kann, so verschiebe ich es auf die Zeit wo meine Leistungsfähigkeit steil Berg ab gehen wird. Sonst finde ich es schon gut, dass man für Personen mit einer Leistungsschwäche so etwas anbietet.
lan_core 01.03.2014
5. Ich mag e-Bikes
Ebike angeschafft, Auto abgeschafft. 500 Watt, ohne PAS sensor zugelassen. 1000 Watt für die Freundin angeschAfft und zugelassen. 50 und 90km/h, 30 Cent Stromverbrauch pro 100km und fürs umrüsten im Eigenbau inkl. Eigenbau Akkus 400 Euro bezahlt. Wenn man trainieren will, fährt man Fahrrad, aufm 30km weg zur Arbeit e-Bike Was an den "neuen" gammelbikes so toll sein soll, weiß ich nicht. Die alten Räder gibts bei eBay für 10 Euro, der Umbau kostet wenn's billig wird für jede Leistung (250-800 Watt) immer maximal 600 Euro. Man verdient echt mit jedem Schrott Geld.
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