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Neue Gadgets: Diese Zahnbürste spricht mit dem Handy

Die Selbstvermessung geht weiter: Eine neue Zahnbürste ermöglicht die statistische Auswertung der Putzergebnisse samt Verbreitung derselben in sozialen Netzen. Das und mehr in der Gadget-Schau von neuerdings.com.

Kolibree: Zahnbürste mit Smartphone-Anschluss Zur Großansicht
Kolibree

Kolibree: Zahnbürste mit Smartphone-Anschluss

Nach intelligenten E-Zigaretten, Dutzenden Fitness-Gadgets und der smarten Trinkflasche gibt es jetzt auch eine vernetzte Zahnbürste. Das Kolibree genannte Gerät fertigt Zahnputzstatistiken an und übermittelt sie via Bluetooth an ein Smartphone.

Gedacht ist das vor allem für Eltern: Putzen die Kinder auch brav ihre Zähne? Machen sie das richtig und lange genug? Die App, die bis zu fünf Zahnbürsten verwalten kann, soll dabei helfen. Wer das unbedingt will, kann von hier aus auch seinen Freunden mitteilen, wie gut und intensiv man seine Zähne im Vergleich zu den Vortagen geputzt hat. Aber wer wird das mitteilen wollen - und wer will das lesen?

Technisch handelt es sich bei der Kolibree um eine Ultraschall-Zahnbürste mit pulsierendem statt rotierendem Kopf. Sie ist wasserdicht bis zu einem Meter Tiefe. Die "Kolibree"-App steht sowohl für iOS als auch Android zur Verfügung. Weil das stromsparende Bluetooth 4.0 LE verwendet wird, werden allerdings nur wenige kompatible Android-Geräte unterstützt.

Das Gerät an sich macht keinen schlechten Eindruck. Aber muss eine Zahnbürste wirklich vernetzt sein? In meinen Augen hätte auch ein kleines Display ausgereicht, um die Putzergebnisse zu bewerten. Brauchen wir unbedingt detaillierte Statistiken darüber, wie viele Minuten und Sekunden wir die Zähne geputzt haben und welcher Zahn am längsten gestreichelt wurde? Was kommt als nächstes? Der Sensor, der unseren Freunden eine Live-Info aufs Smartphone schickt, welche Körperteile wir gerade mit wie viel Litern Duschgel gewaschen haben? Das intelligente Taschentuch?

Der Hersteller der Kolibree sitzt in Frankreich. Die Bürste soll ab Juli zum Kauf angeboten werden und je nach Version 99 oder 199 Dollar plus Steuern kosten. In Euro dürfte das knapp 100 oder 200 Euro ergeben. (Jürgen Vielmeier)

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Das Einrad-Skateboard mit Elektromotor

Onewheel: Skateboard mit Elektromotor und nur einem Rad Zur Großansicht

Onewheel: Skateboard mit Elektromotor und nur einem Rad

Wie werden wir morgen zur Arbeit kommen? In der überfüllten S-Bahn, eingepfercht im Bus, im Stop-and-Go-Verkehr mit dem Auto, verschwitzt mit dem Fahrrad? Das US-Start-up Future Motion hat eine andere Lösung vorgestellt: eine Art Elektro-Skateboard.

Das Onewheel genannte Gerät ist ein Blech mit einem großen Antriebsrad in der Mitte. Dazu gesellen sich Steuerung, Elektromotor und natürlich ein Akku. Steuern soll man das Onewheel allein mit der Verlagerung des Körpergewichts. In der Spitze soll es immerhin 12 Meilen pro Stunde schaffen, fast 20 Stundenkilometer.

Nur 20 Minuten

Beschleunigungs- und Neigungssensoren sowie ein spezielles Kontrollsystem dienen zur Steuerung. Der Fahrer lehnt sich etwa nach vorne, hinten, links oder rechts, um mit dem Onewheel zu beschleunigen, zu bremsen oder die Richtung zu ändern.

Einen gravierenden Nachteil gibt es allerdings: Eine Akkuladung reicht gerade einmal für 20 Minuten Fahrt. Das reicht so gerade, um ein paar Kilometer zu fahren. Für mehr aber auch nicht. Für viele dürfte das zu wenig sein, um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Da hilft es nur wenig, dass man den Akku mit einem Schnellladegerät in der gleichen Zeit wieder aufgeladen hat.

Doch davon haben sich einige Enthusiasten nicht bremsen lassen. Auf Kickstarter.com sind die ersten 20 Onewheels aus dem Early-Bird-Special trotz eines Preises von 1200 Dollar bereits vergriffen. Von den weiteren Angeboten ab 1300 Dollar sind aber noch einige verfügbar. Die ersten fertigen E-Boards werden im August und September dieses Jahres erwartet. (Jürgen Vielmeier)

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Doppeltastatur für Handy und Tablet

Trewgrip: Mobiles Keyboard mit Tasten auf der Rückseite Zur Großansicht
Trewgrip

Trewgrip: Mobiles Keyboard mit Tasten auf der Rückseite

Wenn man darüber nachdenkt, ist es eigentlich naheliegend, dass das Tippen ausschließlich mit dem Daumen ineffektiv ist. Aufgrund der Gestaltung unserer Smartphones und Tablets blieb uns bislang allerdings keine bessere Möglichkeit. Zwar gibt es klassische externe Tastaturen, die sich über Bluetooth mit dem Gerät verbinden lassen, jedoch ist das eine unbefriedigende Lösung für ein mobiles Gerät. Trewgrip geht dieses Problem sehr unkonventionell an und hat eine Tastatur entwickelt, bei der sich die Tasten auf der Rückseite befinden.

Das Smartphone oder Tablet wird auf der Vorderseite mittig befestigt. Links und rechts davon befinden sich Kontrollfelder, die anzeigen, welche Taste man auf der Rückseite gedrückt hat. Dort - in Reichweite der Finger - befindet sich eine vollwertige Tastatur im QWERTY-Layout.

Der Hersteller spricht von einer durchschnittlichen Eingewöhnungsdauer von etwa acht Stunden, bis man die Tastatur flüssig bedienen kann. Um diesen Schritt zu vereinfachen, bietet er auf der Webseite Trainingskurse an. Die Handlichkeit des Smartphones oder Tablets wird mit dieser Tastatur allerdings eindeutig eingeschränkt.

Nachdem im Herbst 2013 die Kickstarter-Kampagne zu Trewgrip mit nicht einmal einem Viertel der geplanten Summe scheiterte, war die Zukunft der Erfindung unsicher. Erst im November des Jahres meldeten sich die Entwickler zurück und versprachen, dass es weitergehen würde. Auf der diesjährigen CES stellte man die Tastatur dann erstmals einem großen Publikum und der Presse vor.

Zum endgültigen Preis der Trewgrip-Tastatur hat sich der Hersteller noch nicht geäußert. Über Kickstarter hätte ein Exemplar 249 Dollar gekostet. (Ricarda Riechert)

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1. ...
stacheldraht10 18.01.2014
Inzwischen haben wir Rogue Chips in Alltagsgegenstaenden, die bereits zur Cyberkriminalitaet herangezogen werden - wie Internetfaehige Kuehlschraenke fuer Bot - Netze. Die Medien entbleoden sich aber auch weiterhin nicht, Apps und internetfaehigen Kram aller Art als Verbesserungen anzupreisen. Das Gegenteil duerfte wohl richtig sein. Solcher Kram ist nicht nur nicht hipp, sondern in Zeiten von NSA & Botnetzen nicht nur ueberfluessig sondern bescheuert.
2. Ach was?
shardan 18.01.2014
Die Kontaktlinse funkt meinen Blutzucker an Google, die Brille berichtet (mit Bildern!) and google, mit wem ich mich getroffen habe und wo ich entlanggehe. Die Raumthermostaten werden von Google gesteuert, da mewine ganze Familie die Anwesenheit per Lokationservice zwecks Heizungssteuerung an Google rapportiert. Die Socken berichten meine Fußgesundheit ans Telefon und dann Gott weiß wohin. Und nun berichtet die Zahnbürste an Facebook. 1. Frage: Seid ihr alle miteinander total bescheuert oder ist euch nur versehentlich das Hirn aus der Birne gefallen? 2. Frage: Wozu regt ihr euch eigentlich über NSA und GCHQ auf, wenn ihr bis hin zum Gewicht der Scheisse in der Toilette (selbst das gibt es schon als "App") allen und jeden Mist meint veröffentlichen zu müssen? 3. frage: Wie geistig arm muss man sein, um zu glauben, dass die persönlichen Zahnputzergebnisse oder Fußschweißmengen auch nur irgendjemanden interessieren? (Außer vlt. die Krankenversicherung, die dann die Zuschüsse zur Plombe streicht).
3. ...
jujo 18.01.2014
Zitat von sysopKolibree Die Selbstvermessung geht weiter: Eine neue Zahnbürste ermöglicht die statistische Auswertung der Putzergebnisse samt Verbreitung derselben in sozialen Netzen. Das und mehr in der Gadget-Schau von neuerdings.com. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-gadgets-e-skateboard-onewheel-trewgrip-keyboard-a-943933.html
Mehr davon bitte, dann kann die NSA nach meinem Kühlschrank auch meine Zahnbürtste hacken, Amazon könnte auch hacken, dann feststellen wann und wie oft ich diese benutzt habe und schon vorausschauend für Nachschub im nächstgelegenen Auslieferungslager sorgen. Wenn dann die Pläne von Amazon Realität werden. Wenn ich die letzte 25 Jahre Revue passieren lasse scheint ja nichts mehr unmöglich zu sein!
4. Aber die Blizzident-Zahnbürste putzt automatisch alles perfekt in 6 Sekunden...
MartinaMartin 18.01.2014
...da brauche ich keine Elektronik oder Smartphoneanschluss oder Auswertung mehr: Die Blizzident ist massgefertigt und 3D-gedruckt, und putzt durch einfaches Kauen in der Bürste immer pefekt alle Zähne gleichzeitig, in nur 6 Sekunden. (de.blizzident.com)
5.
k70-ingo 18.01.2014
Was reinkommt, muß auch wieder rauskommen: warum gibt es nicht auch eine vernetzte Kloschüssel? Damit auch die dortigen Ergebnisse für die Um- und Nachwelt zugänglich gemacht werden können. Etwa als Diskussionsbasis in einschlägigen Blogs. Existentielle Dinge des realen Lebens können diese Programme jedoch nicht einfangen oder übermitteln: etwa die olfaktorische Ausprägung des Mundraumes nach dem Genuß von Matjes mit Zwiebeln. Oder die körperlichen Empfindungen nach dem Verzehr einer Jalapeno-Tabasco-Pizza mit extra scharf oben drauf.
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