Neue Gadgets: Das Titan unter den Handys

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GRESSO

Titan-Handy: Kostet ab 1800 Dollar, ohne die weißen Handschuhe

Kein Handy ist härter, keines wird so oft poliert und ist trotz überholter Technik so teuer wie das Cruiser Titanium. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: Ein verkorktes Radio und ein Quadcore-PC für Hardcore-Bastler.

Wer bitte braucht ein Handy aus gebürstetem Titan? Noch dazu eines mit dem alten Zehner-Tastenfeld und physischen Stahltasten und ohne Smartphone-Funktionen? Leute mit Geld, sagt Gresso, ein Hersteller von Luxus-Artikeln. Dessen Handys der Titanium-Serie kommen in drei Farben und Ausführungen und kosten zwischen 1800 und 2500 Dollar.

Nicht nur das teure Titan, sondern auch der aufwendige Herstellungsprozess treibt die Preise für das technisch veraltete Mobiltelefon in die Höhe. Neun Arbeitsschritte sind notwendig, um das Gehäuse zu fertigen. Allein das Bürsten muss laut Gresso in sechs Arbeitsschritte aufgeteilt werden, bevor dreimal von Hand poliert wird.

52 Stunden Handarbeit bedarf es insgesamt, um ein solches Gerät herzustellen. Der Vorteil ist dann nicht nur die edle Metalloberfläche, sondern die Robustheit. Beulen soll es praktisch keine geben können, auch brechen kann das Gehäuse angeblich nicht. Dafür soll es extremem Druck standhalten.

Technik, die erschreckt

An der Technik hat Gresso dabei erheblich gespart: Man kann mit dem Cruiser Titanium telefonieren und SMS schreiben. Dafür reichen auch die 30 MB Speicher, der immerhin per microSD-Karte aufgerüstet werden kann. Die Kamera muss mit 2 Megapixeln auskommen, das 2-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixeln. Mit WAP 2.0 und maximal mit EDGE-Geschwindigkeit geht man ins mobile Internet. Alles in allem geht es bei dem Cruiser Titanium also eindeutig um die äußeren Werte.

Dafür sollen auch nur 555 Stück hergestellt werden. Dass man jetzt edles Design mit einem fast unzerstörbaren Gehäuse verbindet, ist erfreulich. Dass man dabei die Technik so weit herunterfahren muss, dass fast nichts mehr übrig bleibt, hingegen bedenklich. Bevor die Apples, Samsungs und HTCs dieser Welt Titan-Gehäuse zu erschwinglichen Preisen in Serie produzieren, wird es wohl noch etwas dauern. Erlaubt sein muss schlussendlich auch die Frage, ob das für ein Smartphone - respektive Handy - überhaupt notwendig ist. (Jürgen Vielmeier)

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Skrekkogle Plugg: Korken raus, Radio an

Prototyp des Plugg Radio: Korken statt Schalter Zur Großansicht
Skrekkogle

Prototyp des Plugg Radio: Korken statt Schalter

Plugg ist ein Radio in Form eines grellgelben Kunststoffwürfels, gekrönt von einem Naturkorken. Die sehr unterschiedlichen Materialien harmonieren hervorragend. Der Korken dient dabei als Ein- und Ausschalter. Man muss also nicht nach einem Schalter suchen, sondern greift instinktiv zum Korken, um die Töne aus dem Kasten zu lassen.

Wie genau der Korken das Radio ein- und ausschaltet, wird nicht verraten. Ebenso wenig, wie man Sender einstellt. Die Lautstärke wird über einen Wippschalter an der Seite geregelt. Gut möglich, dass so ein Schalter auch für den Sendersuchlauf vorhanden ist.

Plugg ist wohl weniger ein Radio für Technikfans als vielmehr für Menschen, die sich für Design und ungewöhnliche Bedienkonzepte begeistern können. Aber noch handelt es sich bei dem Radio mit dem Korken nur um einen Prototypen. Entwickler Skrekkogle verkauft zwar manchmal auch Produkte, beim Plugg scheint aber momentan keine Serienproduktion geplant zu sein. (Frank Müller)

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Selbstbau-Computer Odroid U2

Odroid U2: Mini-PC mit Quadcore-Leistung für Bastler Zur Großansicht

Odroid U2: Mini-PC mit Quadcore-Leistung für Bastler

Das Konzept ist abgeschaut: Eine Leiterplatte mit allen Chips und Anschlüssen, die man braucht, um einen Mini-Computer zu bauen. Dazu ein Onlineshop mit Zubehör wie Lade- und HDMI-Kabel. So wird der berühmte Mini-PC Raspberry Pi vermarktet und jetzt auch der Odroid U2. Mehr Gemeinsamkeiten haben die beiden aber nicht.

Der Nachahmer ist noch kleiner als sein Vorbild und dabei deutlich leistungsfähiger: Im Odroid U2 werkelt ein 1,7 GHz schneller Quadcore-Prozessor von Samsung mit zwei GB Arbeitsspeicher. Der Raspberry Pi mit seinem 700-MHz-Singlecore-Chip ist dagegen Kleinkram. Der Odroid U2 wird für 89 Dollar angeboten und weltweit verschickt.

Und er hat alles, was ein Computer braucht: Ethernet, USB, HDMI und Full-HD-Grafik. Das Betriebssystem, wahlweise Android oder Ubuntu, wird per microSD-Karte eingespielt.

Netzstecker notwendig, drei Wochen Lieferzeit

Anders als der Raspberry Pi kann der U2 nicht über per USB mit Strom versorgt werden, sondern braucht ein Netzteil, das man für neun Dollar bestellen kann. Inklusive Speicherkarte kostet er also 111 Dollar (83 Euro). Für den Versand ins Ausland verlangen die Koreaner weitere 30 Dollar, so dass man insgesamt bei 141 Dollar (105 Euro) liegt. Die Lieferzeit gibt Odroid mit drei Wochen an.

Alles in allem ist der Odroid U2 damit zwar besser ausgerüstet als der Raspberry Pi, aber auch deutlich teurer. Das einfache Model A des Raspberry erhält man inklusive Versand nach Deutschland schon ab 31 Euro (plus Micro-USB-Stecker für Strom und eine Micro-SD-Karte). Das Model B ist inklusive Versand für knapp 40 Euro zu haben. Will man wirklich nur basteln, ist der Raspberry Pi wohl die bessere Wahl. Nur wer mehr Leistung braucht, sollte zum Odroid U2 greifen. (Jürgen Vielmeier)

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insgesamt 18 Beiträge
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    Seite 1    
1. ein solides Handy....
laxness 16.02.2013
Zitat von sysopSkrekkogle Kein Handy ist härter, keines wird so oft poliert und ist trotz überholter Technik so teuer wie das Cruiser Titanium. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: Ein verkorktes Radio und ein Quadcore-PC für Hardcore-Bastler. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-gadgets-handy-aus-gebuerstetem-titan-und-selbstbau-computer-a-883488.html
....ohne den ganzen überflüssigen Schnickschnack. Das könnte mir direkt gefallen..... Mal warten bis zur nächsten Bonus-Auszahlung ;-))
2. Drei nutzlose Gimmicks
Septic 16.02.2013
Was für überflüssiger Kram. Technisch veraltet und überteuert oder nur für IT Experten und Bastelfreunde von Nutzen. Gibt es nicht was Interessantes für Durchschnittsuser?
3. Schon schön
Thomas Mank 16.02.2013
Sieht natürlich sehr gut aus. Nur Symbian S40 als System betrübt ein wenig. Was mag wohl eigentlich drin sein, ein Nokia 6300 beispielsweise?
4.
rainman_2 16.02.2013
Zitat von sysopSkrekkogle Kein Handy ist härter, keines wird so oft poliert und ist trotz überholter Technik so teuer wie das Cruiser Titanium. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: Ein verkorktes Radio und ein Quadcore-PC für Hardcore-Bastler. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-gadgets-handy-aus-gebuerstetem-titan-und-selbstbau-computer-a-883488.html
Na ich weiß nicht, ein PC zum Basteln, ein Smartphone ist doch bereits ein PC und Bastelzubehör gibt es zur Genüge.
5. Skrekkogle
frank_n_stein 16.02.2013
das radio ist eine witzige idee und eine zeitgeistige reinterpretation des muji cd players. es zeigt den wunsch&versuch, die virtuelle gegenwart wieder (be-)greifbar zu machen, ohne ins retrothema abzurutschen. gefaellt mir +1
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