Neue Gadgets Dieser Laptop soll gleichzeitig ein Smartphone sein

Aus dem Silicon Valley kommt die Idee eines schrägen Gadgets, das eine Mischung aus Smartphone und Laptop sein soll. In der Technikschau von neuerdings.com gibt es diese Woche noch weitere Multitalente: Eine Designerlampe, die als W-Lan-Hotspot dient, und ein Büro zum Aufklappen.


If Convertible: Nicht einmal ein Zehntel der benötigten Summe ist eingesammelt
idealfuture

If Convertible: Nicht einmal ein Zehntel der benötigten Summe ist eingesammelt

Ein Smartphone alleine ist ja ein bisschen klein, um eine Tastatur daran anzuschließen und darauf zu tippen. Das Silicon-Valley-Start-up Idealfuture hatte deshalb folgende Idee: Das If Convertible besteht aus einer Tastatur und zwei Bildschirmen, von denen man einen herausnehmen und als Smartphone benutzen kann. Die Kampagne läuft derzeit auf Indiegogo.

Die Vorteile des If Convertible laut Hersteller: Das Gerät ist kompakter, es ist nur ein Mobilfunkvertrag nötig und insgesamt günstiger, weil man statt zwei teurer Geräte nur ein teures Gerät kauft. Doch man darf bezweifeln, dass aus der Idee überhaupt etwas wird.

In dem Video stellt sich der Mann, der wohl Unternehmenschef Jeff Batio ist, gar nicht erst vor. Er sagt, man habe das Gerät jetzt mal geplant, müsse es aber noch entwickeln. Letztendlich auf den Markt kommen sollen verschiedene Versionen zwischen Juni und August 2014 in Versionen mit Ubuntu und Android oder Windows 8 und Android.

Schleppende Crowdfunding-Kampagne

Stolze 512 GB soll der Speicher der Geräte insgesamt umfassen können, 128 GB sowohl in der Smartphone- als auch der Rechner-Einheit und noch einmal jeweils Micro-SD-Slots, die maximal 128 GB Extra-Speicher unterstützen können.

Idealfuture schreibt von zwei Sieben-Zoll-Screens, die nebeneinander aufgestellt werden sollen und so zusammen mehr als zwölf Zoll Bildfläche ergeben in einem Format, das eher an 21:9 als 4:3 erinnert. Einmal abgesehen davon, ob man damit dann arbeiten kann, bleibt die Frage, ob man sich ein Gerät mit Sieben-Zoll-Display ans Ohr halten will.

Die Kampagne wirkt insgesamt wenig durchdacht, vom Video bis zum Web-Auftritt. Und es ist fraglich, ob das If Convertible mit dem Knick in der Optik wirklich das ist, worauf die Welt gewartet hat.

Auch andere sind offenbar skeptisch: Die Crowdfunding-Kampagne der Kalifornier läuft bereits seit Mitte Oktober und hat in dieser Zeit erst 16 Förderer gefunden, die insgesamt etwas mehr als 7500 Dollar hergeben wollen. Ziel von Idealfuture ist es aber, bis zum 20. Dezember noch 100.000 Dollar einzusammeln. Das wird vermutlich nichts mehr. Wer doch will, kann 649 Dollar in die Ubuntu-Android-Version investieren oder 1299 Dollar für die Version mit Android und Windows 8. (Jürgen Vielmeier)

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La Fonction No.1: Das Büro zum Aufklappen

  La Fonction No.1 : Tasche zum Falten und Arbeiten
La Fonction

La Fonction No.1: Tasche zum Falten und Arbeiten

Auf den ersten Blick ist La Fonction No. 1 nur eine weitere lederne Umhängetasche für den Digitalnomaden. Aber es soll mehr sein: ein tragbares Büro mit allem, was man so braucht. Es wendet sich an all diejenigen, die einen Großteil ihrer Zeit beim Warten auf den nächsten Flieger oder den Anschlusszug verbringen, für alle, deren Büro das nächste Café oder der nächste Coworking Space ist.

Die Tasche ist groß genug, um einen Laptop zu transportieren. Sie lässt sich komplett entfalten und zu einem mobilen Arbeitsplatz zusammenstellen, der vor neugierigen Blicken von der Seite schützt und in den Seitenwänden Platz für Notizbücher, Taschenkalender, Stifte und andere Utensilien bietet. Ist man fertig mit Arbeiten, klappt man den Rechner einfach zu, steckt ihn in die dafür vorgesehene Tasche und faltet diese zusammen.

Ende 2013 soll der Versand losgehen. Allerdings kostet das Büro zum Umhängen nicht gerade wenig: 840 Euro. Schade eigentlich, denn die Idee hat schon einen gewissen Reiz. Vielleicht lässt sich ja eine weniger exklusive Marke davon inspirieren und bringt eine ähnliche, aber bezahlbare Alternative heraus. (Frank Müller)

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Designer-Lampe übernimmt die Störerhaftung

Airfy-Lampe: Ein dekorativer W-Lan-Router
airfy

Airfy-Lampe: Ein dekorativer W-Lan-Router

Die Große Koalition hat angekündigt, die Störerhaftung abzuschaffen. Haften würde also nicht mehr der Anschlussinhaber, sondern der, der sich ins W-Lan einwählt. Das wäre äußerst begrüßenswert, ist aber noch lange nicht in trockenen Tüchern. Und für den Fall, dass es doch nichts damit wird, hat Airfy eine Lösung.

Das Münchner Startup stellt einen Router zur Verfügung, der einen Plug-and-Play-Hotspot umfasst. Airfy tritt als Provider auf und übernimmt die Haftung. Und das ist nur eine der vielen Funktionen der Routerserie, die im Design bunter Schreibtischleuchten daherkommt. Hierfür wirbt das Startup auf Indiegogo um Finanzierung.

Einrichtung des Hotspots in wenigen Sekunden

Technisch gesehen ist der Airfy eigentlich nicht mehr als ein W-Lan-Router mit ein paar Extras: Die integrierten LED-Leuchten lassen sich mit Hilfe einer App konfigurieren und über eine IFTTT-Schnittstelle automatisieren. Damit ließe sie sich auch als Nachttischlampe oder als Nachrichtenzentrale für eingehende Mails oder Benachrichtungen aus Social Networks verwenden. Trifft etwa eine neue Facebook-Nachricht ein, leuchtet ein Bereich der Lampe.

Die Einrichtung des Hotspots soll nur wenige Sekunden dauern: Der Airfy wird einfach an den mitgelieferten Standard-Router des Herstellers gesteckt. Wer sich nun in das Netzwerk einwählen will, erhält einmalig ein Passwort und wird fortan automatisch erkannt.

Der Preis für den Airfy mit W-Lan N beträgt im Early-Bird-Special 165 Dollar, später 201 Dollar. Die Airfy-Version mit dem schnelleren W-Lan-Standard AC kostet 368 Dollar.

Zahlen per App möglich

Zusätzlich zu den Routern stellt Airfy noch ein interessantes, viertes Produkt vor: den Beacon. Das ist eine Art Bluetooth-Server, der sich frei konfigurieren lässt, um sich etwa bei Personen in der näheren Umgebung mit Push-Nachrichten zu melden. Der Beacon funktioniert mit Bluetooth 4.0 Low Energy, ist batteriebetrieben und soll rund 50 Meter weit reichen. Hierfür verlangt Airfy 58 Dollar.

Für alle Geräte will die Firma auch eine Mobile-Payment-Lösung bereit halten. Innerhalb des Netzwerks und über einen Account lassen sich Waren per App bezahlen, abgerechnet wird über Airfy. Die Lösung dürfte vor allem für Geschäfte interessant sein.

Die Idee zu dem Projekt kam Gründer Steffen Siewert nach eigenen Angaben vor einigen Jahren, als er mit Kollegen in einem Fast-Food-Restaurant saß, sich über den dort angebotenen, kommerziellen Hotspot nur sehr mühsam und für viel Geld verbinden konnte. Mit einem attraktiven Router, so die Idee, würde es Unternehmen und Privatpersonen viel mehr Spaß machen, einen eigenen Hotspot anzubieten - zumal die Nutzung dann kostenlos wäre. Und Router wären endlich nicht mehr hässlich.

Alle Geräte und Services zusammen sind Teil Indiegogo-Aktion, die bis zum 15. Januar läuft. 100.000 US-Dollar will das Startup damit sammeln, was machbar klingt. (Jürgen Vielmeier)

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