Neue Gadgets: Diese Geräte verleihen den Händen Superkräfte 

Ein neues Armband soll Gesten erkennen, wobei sich der Nutzer frei im Raum bewegen kann. Weitere handliche Gadgets von neuerdings.com: eine Maus für den Zeigefinger und ein Smartphone fürs Handgelenk.

Myo-Armband: Bewegungsfreiheit für den Nutzer Zur Großansicht
YouTube

Myo-Armband: Bewegungsfreiheit für den Nutzer

Die Gestensteuerung im Film "Minority Report" hat die Phantasie vieler Computer-Enthusiasten angeregt. Wäre es nicht tatsächlich eine einfache und natürliche Art, mit Computern umzugehen? Der neueste Kandidat, der uns dieses futuristische Nutzungserlebnis bringen will, ist das Myo-Armband. Es soll per Bewegungssensor und Elektroden erkennen, was der Nutzer gerade mit seinem Arm, seiner Hand und den einzelnen Fingern macht. 20 Gesten soll das Armband zunächst erkennen können und noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Der Vorteil von Myo gegenüber anderen Lösungen ist die Freiheit, die es dem Nutzer lässt. Andere Systeme setzen auf Kameras, um die Gesten zu erkennen, oder auf einen fest platzierten Sensor. Entsprechend ist man mit ihnen räumlich eingeschränkt. Das Armband aber streift man sich über und ist weitgehend frei darin, wo und wie man sich bewegt.

Kern des Armbands ist seine Fähigkeit, die elektrische Aktivität in Muskeln zu erkennen. Die Macher setzen dabei auf Elektroden, die nicht wie ihre medizinischen Counterparts auf die Berührung mit der Haut angewiesen sind. Das soll reichen, um sogar die Bewegung einzelner Finger zu erkennen.

Von Anfang an soll Myo mit zahlreichen Geräten und Anwendungen funktionieren, die man bereits hat. So soll es sich mit Windows- und Mac-Rechnern verstehen und man soll es mit Präsentationen, Videos, Spielen, dem Browser und mehr verwenden können. Das Myo verbindet sich per Bluetooth 4.0 und hat einen Lithium-Ion-Akku integriert. Zur Laufzeit gibt es noch keine Aussagen.

Wie gut das Gerät wirklich funktioniert, kann man ohne Test nicht beurteilen. Wagemutige können es sich für 149 Dollar plus 10 Dollar Versand vorbestellen. (Jan Tißler)

Mehr dazu auf neuerdings.com


Mycestro: 3-D-Maus für den Zeigefinger

Mycestro im Einsatz: Scrollen durch wischen Zur Großansicht

Mycestro im Einsatz: Scrollen durch wischen

Computermäuse sind out? Längst ersetzt durch Touchscreens, Touchpads und Kinects? Nicht ganz. Für viele Menschen sind Mäuse nach wie vor oft der schnellere und genauere Weg, um ans Ziel zu kommen. Ich zähle mich dazu. Trotzdem war es vielleicht nicht ganz geschickt von Hardware-Tüftler Nick Mastandrea, die Mycestro eine "3-D-Maus der nächsten Generation" zu nennen. Denn wie eine Maus sieht die Mycestro (sprich: Mice-strow) wirklich nicht aus.

Man trägt sie um den Zeigefinger und bewegt den Mauszeiger auf Bildschirmen damit dreidimensional. Sie soll sich derart leicht in den Arbeitsalltag einfügen, dass man sie kaum noch wahrnimmt. Dafür hat Mastandrea ein Kickstarter-Projekt gestartet.

Die Funktionalität ist der einer Maus sehr ähnlich. Sie verfügt über drei Tasten, die sich mit dem Daumen benutzen lassen. Scrollen kann man, indem man mit dem Daumen an den Tasten vorbei wischt. Sie hat eine Reichweite von rund zehn Metern und unterstützt Bluetooth 4.0. Sie soll mit aktuellen Mac-, iOS- und bald auch Android-Geräten kompatibel sein.

Mycestro hat die Kickstarter-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen; 103.000 Dollar kamen bislang zusammen, und die Aktion läuft noch 35 Tage weiter. Wer 79 Dollar investiert, erhält die Mycestro in weiß, für 99 Dollar gibt es sie in verschiedenen Farben. Sie soll im Oktober oder November fertig sein und damit noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ausgeliefert werden. (Jürgen Vielmeier)

Mehr dazu auf neuerdings.com


Buddy Smartwatch: Computer fürs Handgelenk

Buddy Smartwatch: Zum Start gibt es drei Farbvarianten Zur Großansicht

Buddy Smartwatch: Zum Start gibt es drei Farbvarianten

Weil es dem einen oder anderen Erste-Welt-Bewohner inzwischen offensichtlich zu mühsam geworden ist, sein Smartphone aus der Hosentasche zu kramen, kommen immer mehr Smartwatches als Heilsbringer daher. So auch die Buddy Bluetooth Watch, die der französische Hersteller Vea derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo anpreist. Dort kann man sich ein Exemplar vorbestellen. Die Macher versprechen: Hergestellt wird die Uhr so oder so. Schließlich hat die Firma schon Erfahrung mit ähnlichen Geräten.

Die Buddy Smartwatch soll so ziemlich alles andere auf dem Markt schlagen. Ein vergleichsweise großer Touchscreen mit zwei Zoll Diagonale gehört dazu. Die Uhr verbindet sich per Bluetooth mit Android-, iOS- und Windows-Phone-Geräten. Sie zeigt Nachrichten vom verbundenen Gerät an, man kann Anrufe starten und annehmen, die Musikwiedergabe steuern, oder sich beispielsweise Navigationshinweise und Bilder anzeigen lassen. Neue SMS, Facebook- oder Twitter-Aktivitäten, E-Mails, Termine - alles, was uns in unserem Leben so wichtig erscheint oder gelegentlich sogar ist, kann man auf ihr ablesen. Nebenbei bemerkt: Die Uhrzeit anzeigen kann sie auch. Allerdings kommt die aktuelle Uhrzeit dabei offenbar von dem verbundenen Gerät. Sprich: Ohne Smartphone oder Tablet in der Tasche weiß diese Uhr wohl nicht, wie spät es ist.

Die Uhr selbst ist acht Millimeter dick und bringt acht Gigabyte Speicher mit. Im Armband ist ein USB-Anschluss eingebaut, über den man die Uhr unter anderem mit Updates versorgen kann. Die Macher geben eine Akkulaufzeit von 10 Tagen an, im Stand-by sollen es gar zwei Wochen sein - viel mehr also, als mancher Konkurrent zu bieten hat. Fürs Erste haben die Kunden drei Farben zur Auswahl: Schwarz, Weiß und Rot.

Einen Monat haben die Macher noch Zeit, um ihr selbstgestecktes Ziel von 320.000 Dollar via Indiegogo einzusammeln. Eine schwarze Uhr kostet 150 Dollar plus 15 Dollar Versand. Die Uhren sollen im August ausgeliefert werden. Späterer Verkaufspreis für die Uhr ist laut Hersteller 190 Euro. (Jan Tißler)

Mehr dazu auf neuerdings.com

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Für die Leute
teufelsküche 02.03.2013
die wirklich schon alles haben...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Gadgets
RSS
alles zum Thema Kuriose Technik
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 1 Kommentar
  • Das Schweizer Gadget-Blog neuerdings.com stellt die tägliche Dosis Technik vor. Gemeldet wird nicht nur das Erscheinen neuer Gadgets - sie werden auch aus Anwendersicht getestet.


Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.