Neue Gadgets Dieses Smartphone verspricht zwei Wochen Akku-Laufzeit

Ein neues Android-Smartphone von Onyx muss angeblich nur alle ein bis zwei Wochen an die Steckdose - dank seines stromsparenden Displays. Außerdem in der Technikschau von neuerdings.com: Eine Spielkonsole im Kreditkarten-Format und ein Carbon-E-Bike für Männer und Frauen.

Von Frank Busch, Frank Müller und Jan Tißler


Smartphone von Onyx: Der Trick ist das stromsparende E-Ink-Display
Jay Tech

Smartphone von Onyx: Der Trick ist das stromsparende E-Ink-Display

Ein Smartphone mit einem 1.800 mAh-Akku und Android-Betriebssystem, das erst nach ein bis zwei Wochen Betriebsdauer wieder an die Steckdose muss? Wie soll das funktionieren? Der Trick ist ein stromsparende E-Ink-Display mit 480 x 800 Pixeln Auflösung. Die Bildschirmdiagonale beträgt 4,3 Zoll.

Der Name für das stromsparende Handy von Onyx ist offensichtlich noch nicht ganz klar. Schon im Mai 2013 hatte der chinesische Hersteller sein Smartphone vorgestellt, damals noch unter dem Namen Boox E43. Inzwischen wird es auch als Midia InkPhone oder als Onyxphone bezeichnet.

Auf jeden Fall verwendet das E-Ink-Smartphone einen Cortex-A5 Prozessor mit 1 GHz, unterstützt W-Lan 802.11 b/g/n und Bluetooth 2.1 sowie die GSM-Standards GSM 900, 1800 und 1900. Insgesamt ist die Hardware also nicht unbedingt State of the Art.

Laut einer Pressemitteilung soll das E43 Smartphone mit 512 MB internem Speicher und einer 4 GB Micro-SD-Karte ausgestattet sein. Der integrierte Kartenleser kann aber mit Micro-SD-Karten mit einer Größe von bis zu 32 GB umgehen.

Es können E-Books, aber auch Fotos in verschiedenen Formaten angezeigt werden. Wunder sollte man von einem E-Ink-Display allerdings nicht erwarten. Außerdem kann das E-Ink-Smartphone mit seinem angepassten Android verschiedene Musikdateien abspielen.

In seiner sonstigen Smartphone-Funktionalität ist es jedoch etwas eingeschränkt, es hat keinen Zugang zum Play Store und keine Kamera. Dafür punktet es mit der langen Akku-Laufzeit und der besseren Ablesbarkeit im Freien. Und mit welchem anderen E-Book-Reader kann man schon telefonieren?

Ab April soll das Gerät für gerade einmal 140 Euro in Deutschland und Polen erhältlich sein. (Frank Müller) Mehr auf neuerdings.com


Arduino-Spielkonsole im Kreditkartenformat

Arduboy: Ein Mini-Spielzeug fürs Portemonnaie
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Arduboy: Ein Mini-Spielzeug fürs Portemonnaie

Arduboy sieht aus wie eine Visitenkarte, auf der man Tetris spielen kann. Eine Art Minimal-Gameboy, der problemlos ins Portemonnaie passt. Diese Arduino-Bastelei von Kevin Bates aus Portland jedenfalls hat so viel Aufsehen erregt, dass er jetzt über ein Kickstarter-Projekt nachdenkt.

Das Besondere am Arduboy ist dabei nicht nur, was man inzwischen alles im Format einer Kreditkarte unterbringen kann. Sondern, dass Kevin Bates ihn mit allgemein zur Verfügung stehenden Mitteln selbst gebaut hat.

Auf seiner Website zum Arduboy erklärt sein Erfinder, wie es dazu gekommen ist. Man kann den Werdegang des Arduboy dort Schritt für Schritt nachverfolgen. Die gute Nachricht für alle Begeisterten: Für umgerechnet gerade einmal 22 Euro inklusive Versand will Kevin Bates ein Arduboy-Set via Kickstarter zum Verkauf anbieten. Für etwa 36 Euro wird es auch einige per Hand zusammengebaute Exemplare geben. Und für gut 72 Euro soll eine limitierte Edition angeboten werden, der der Macher ein individuelles Design für jeden Unterstützer verpassen will. Zudem will er der Open-Source-Community detaillierte Infos darüber zurückgeben, wie er dieses Projekt umgesetzt hat.

Und er denkt auch schon an die Zukunft: Die aktuelle Version des Arduboy hat nicht genug Performance, um Gameboy-Spiele zum Laufen zu bringen. Eine zweite Version mit einem kraftvolleren Prozessor könnte das aber durchaus bewältigen. (Jan Tißler)

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E-Bike aus Kohlefaser mit Unisex-Rahmen

E-Bike Leaos: Fast vollständig aus Carbon
leaos.com

E-Bike Leaos: Fast vollständig aus Carbon

Das City-Bike Leaos ist ein Elektrofahrrad, das nahezu vollständig aus dem Kohlefaser-Verbundwerkstoff Carbon gefertigt wird. Das sieht nicht nur gut aus, sondern macht das Rad vor allem leicht - und bequem für den Alltag. Dazu tragen dann auch der Unisex-Rahmen mit tiefem Einstieg und die weitere Ausstattung mit einer Lichtanlage von Supernova und Lenkergriffen und Sattel aus Leder bei.

Leaos bieten dieses City-Bike in zwei Varianten an. Die erste Variante ist ein auf 25 km/h begrenztes Pedelec und ist damit weder versicherungspflichtig, noch muss man im Besitz eines Führerscheins sein. Es gibt aber auch ein 45 km/h schnelles Modell. Dieses ist in Deutschland allerdings versicherungs- und kennzeichenpflichtig und erfordert einen Mofa-Führerschein.

Angetrieben wird das E-Bike von einem Tretlagermotor mit 250 W, bzw. 350 W in der S-Pedelec-Variante, der aus einem 11,6 Ah-Akku mit Energie versorgt wird.

Eine Besonderheit des Leaos ist sicherlich der Carbon-Lenker mit seinem integrierten Display, denn hier kann Carbon seine größte Stärke ungehindert ausspielen: Mit wenigen anderen Werkstoffen ist es möglich, derart funktionelle und dennoch hochfeste Strukturen zu realisieren und dabei gleichzeitig das Gewicht niedrig zu halten. So ist es dann auch möglich, alle Kabel, sei es zum Betrieb des Displays oder die Bremsleitungen, im Inneren von Lenker und Rahmen unterzubringen.

Das Leaos-Händlernetz ist noch recht überschaubar, in Deutschland gibt es derzeit nur einen Händler in Köln. Auch in der Schweiz und in Österreich lässt sich das City-Bike nur bei jeweils einem Händler (Zürich und Wien) probesitzen. Über den Webshop der Herstellers sind die E-Bikes aber weltweit lieferbar. Dabei bewegt sich der Preis je nach Ausstattung zwischen 4.980 und 5.865 Euro, hinzu kommen 65 Euro für die Transportkosten innerhalb Europas. (Frank Busch)

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cranberry 15.03.2014
1. Auswahl
...und wo ist der Newsletter für das Thema "Gesundheit"?
noalk 15.03.2014
2. gute Idee
Hat aber lange gedauert, bis jemand darauf kam. Schade nur, dass es keine Kamera hat. Wäre sonst ein Grund, dass ich mir auch mal ein Schlauphon kaufe.
Hajojunge 15.03.2014
3. Viel sinnvoller wäre ein austauschbarer Akku
Zitat von sysopJay Tech Ein neues Android-Smartphone von Onyx muss angeblich nur alle ein bis zwei Wochen an die Steckdose - dank seines stromsparenden Displays. Außerdem in der Technikschau von neuerdings.com: Eine Spielkonsole im Kreditkarten-Format und ein Carbon-E-Bike für Männer und Frauen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-gadgets-onyxphone-arduboy-unisex-e-bike-leaos-a-958481.html
Zwei Wochen Laufzeit hören sich ja gut an, aber wenn man das Gerät mal dringend braucht, ist der Akku fast leer. Ein Batteriefach kostet natürlich Platz und Geld, trotzdem verstehe ich die Hersteller nicht. Austauschakkus wären doch ein gutes Zusatzgeschäft. Oder sind die Modellzyklen inzwischen so extrem kurz, dass die Modellvielfalt eine Lagerhaltung erschweren würde? Ein ausgelutschter, fest eingeschweißter Akku, nur zu horrenden Kosten austauschbar, animiert natürlich zum Neukauf des aktuellsten Schlautelefons. Und die Leute merken nicht einmal, wie sie vera....t werden.
acitapple 15.03.2014
4.
Zitat von HajojungeZwei Wochen Laufzeit hören sich ja gut an, aber wenn man das Gerät mal dringend braucht, ist der Akku fast leer. Ein Batteriefach kostet natürlich Platz und Geld, trotzdem verstehe ich die Hersteller nicht. Austauschakkus wären doch ein gutes Zusatzgeschäft. Oder sind die Modellzyklen inzwischen so extrem kurz, dass die Modellvielfalt eine Lagerhaltung erschweren würde? Ein ausgelutschter, fest eingeschweißter Akku, nur zu horrenden Kosten austauschbar, animiert natürlich zum Neukauf des aktuellsten Schlautelefons. Und die Leute merken nicht einmal, wie sie vera....t werden.
vielleicht sind die leute schlau genug und kaufen sich mobile ladegeräte. die sind nicht größer als ein smartphone, kosten ca. 20 euro, viel weniger als ein herstellerakku. man kann damit sogar meherere geräte laden, nicht nur das eigene handy, auch andere geräte mit usb-stecker. das sauteuere originalteil können können sie natürlich nicht im nächsten "schlaufon" (mordsmäßiges wortspiel) weiterverwenden. willkommen in 2014.
worschtsalat 16.03.2014
5. @Hajojunge
Wenn du nicht in der Lage bist innerhalb von 2 Wochen deinen Akku aufzuladen sehe ich für dich auch schwarz deine beiden anderen Akkus aufgeladen zu halten mit denen du kaum auf eine Woche Betriebszeit kommst.
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