Neue Gadgets So tickt die Lego-Uhr

Röhren oder doch lieber Legosteine? Die Gadget-Schau von neuerdings.com präsentiert zwei Uhren aus ungewöhnlichem Material. Außerdem im Überblick: ein iPhone-Videoprojektorchen.


Lego-Uhr: Dieser Zeitgeber arbeitet mit fünf Motoren und zwei Mikrocontrollern
tiltedtwister.com

Lego-Uhr: Dieser Zeitgeber arbeitet mit fünf Motoren und zwei Mikrocontrollern

Eine Uhr aus Lego? Warum nicht! Damit die Uhr richtig tickt, müssen neben Legosteinen auch noch ein paar Mikrocontroller verbaut werden - und schon ist sie fertig, die elektromechanische (oder elektromotorische?) Zeitanzeige.

Wer eine pflegeleichte und geräuschlose Digitaluhr haben will, wird mit der Lego-Mindstorms-Uhr wohl ebensowenig glücklich wie der, der es beim Zeitablesen eher eilig hat: Die Umstellung der Zeitanzeige jede Minute kann schon mal selbst eine halbe Minute dauern (wie im Video zu sehen ist). Besonders preiswert oder schnell zusammen gebaut ist die Lego-Uhr auch nicht. Aber dafür ziemlich einzigartig: Die Mechanik lehnt sich an die Rubiks-Würfel an; und aus einem solchen ist das Projekt ursprünglich auch entstanden.

Fünf Motoren und zwei Lego-Mindstorms-NXT-Mikrocontroller steuern wie ein einachsiger Rubiks Cube angeordnete Lego-Bausteine, so, dass die gewünschte Uhrzeit angezeigt wird. Ein Controller kümmert sich um die Zeitberechnung und die Darstellung der Minuten, der zweite berechnet dann die Stunden und Sekunden. Die Ziffern werden aus fünf Schichten mit unterschiedlichen Schwarz-Weiß-Quadraten zusammengesetzt. Jede Schicht kann von oben nach unten um bis zu 360 Grad gedreht werden, bevor die nächste an die Reihe kommt - und oft tut sie dies auch, deshalb dauert es dann auch so lange, bis die Zeit angezeigt wird.

Das Ganze findet bedingt durch die Motoren relativ lautstark statt - die Uhr ist keinesfalls etwas fürs Schlafzimmer oder Menschen, die transzendentale Meditation praktizieren wollen. Auch im Wohnzimmer könnte sie beispielsweise beim Telefonieren ziemlich stören und der Wechsel der Anzeige jede Minute dauert auch so seine Zeit. Die Lego-Uhr ist eher was zum Anschauen, ähnlich wie Rube-Goldberg-Maschinen.

Fertig kaufen kann man die Uhr nicht - dafür aber selber bauen. Oder nur der des Erbauers Tilted Twister beim Arbeiten zusehen: Mit der aktuellen Zeitanzeige und ohne Geräusch

Gefunden beim Schockwellenreiter

(Wolf-Dieter Roth)

Mehr Fotos der Lego-Uhr gibt es auf neuerdings.com.

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