Neue Gadgets: Diese Geldbörse passt auf Ihr Geld auf 

Ein Portemonnaie, das mit dem Smartphone redet, eine Alarmanlage, die Sie auch unterwegs benachrichtigt, und ein diebstahlsicherer Rucksack. In der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com geht es diesmal um Dinge, die Hab und Gut schützen sollen.

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Kickstarter

Ping Wallet ist mehr als eine Geldbörse. Zwar besteht sie auf den ersten Blick nur aus einem Stück Aluminium und zwei Gummibändern, aber dieser Eindruck täuscht. Das flache Accessoire kann sich über Bluetooth 4.0 mit Android-Smartphones oder iPhones verbinden und daran erinnern, dass die Kreditkarte, mit der man eben bezahlt hat, noch nicht wieder eingepackt ist. Und man kann sie über die dazugehörige App suchen, wenn man sie verlegt hat - oder sich warnen lassen, wenn Smartphone und Karte zu weit voneinander entfernt sind.

Für Diebe wird es also schwierig, sich Ping Wallet oder Smartphone zu greifen und damit davonzukommen. Laut den Entwicklern von Ping Wallet ist Diebstahl oder Verlust einer Kreditkarte eine viel häufigere Ursache von Identitätsdiebstahl als Hacker, die Online-Konten knacken.

Die Ping Wallet ist nur drei Millimeter dick und soll mehr als zehn Kredit- oder Bankkarten sowie viele Geldscheine fassen können. Die integrierte Batterie soll bis zu zwei Jahre halten, bevor sie ausgetauscht werden muss.

Die Finanzierungsrunde läuft noch bis zum 20. September 2013. Ein Drittel der benötigten Summe von 30.000 US-Dollar ist schon zusammengekommen. Eine Ping Wallet soll später für 79 Dollar über den Ladentisch gehen, Kickstarter-Unterstützer zahlen 49 Dollar plus 5 Dollar für den internationalen Versand (zusammen circa 40 Euro).

Mehr Informationen gibt es auch der Kickstarterseite von Ping Wallet. Auf der Website von Ping Wallet ist im Moment noch nicht viel zu sehen. (Frank Müller)

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Überwachungssystem und Home Automation kombiniert

Ein bisschen Pech haben die Macher des Piper: Gerade als sie auf Indiegogo nach Unterstützern suchen, hat das sehr ähnliche Canary bereits abgeräumt: Knapp zwei Millionen US-Dollar bekam dieses Projekt zusammen. Piper kann allerdings einige Dinge mehr als Canary. So lässt sich die eingebaute Kamera mit ihrem Weitwinkel auch schwenken, und sie verfügt über einen Zoom.

Piper selbst ist ein ebenso kompaktes wie elegantes und unauffälliges Gerät, das man an passender Stelle in seiner Wohnung platziert. Sensoren für Luftfeuchtigkeit und Temperatur finden sich darin, sowie ein Bewegungsmelder. Da es im Gegensatz zu Canary zu Z-Wave kompatibel ist, lassen sich weitere Elemente hinzufügen und Piper zu einem Home-Automation-Hub erweitern. Über eine App für Android oder iOS wird es bedient.

Nutzer können festlegen, welche Aktion ausgelöst werden soll, wenn die Sensoren etwas feststellen. Gibt es beispielsweise ein lautes Geräusch in der Wohnung, kann man sich entsprechend alarmieren oder das Licht einschalten lassen. Solche Aktionen lassen sich abhängig davon regulieren, ob man zu Hause ist, bei der Arbeit oder im Urlaub.

Praktischerweise haben die Kanadier gleich von Anfang an über Nordamerika hinausgedacht und so soll es vom Piper eine EU-Version geben, die aber offenbar erst im April 2014 lieferbar sein soll. Die US-Version soll bereits im November 2013 ausgeliefert werden.

Umgerechnet rund 187 Euro muss man für ein Gerät inklusive Versand via Indiegogo vorschießen. (Jan Tißler)

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Rucksack und Messenger Bag schützen vor Dieben und Hackern

Daniel Guermeur ist der Erfinder der puristischen Tastatur "Das Keyboard" und hatte ein einschneidendes Erlebnis in New York: "Ich war in der Vorweihnachtszeit in der belebten Fifth Avenue unterwegs und stellte später fest, dass es innerhalb einer Stunde zwei Versuche gegeben hatte, mir etwas aus dem Rucksack zu stehlen." Zudem bemerkte er, dass sich sein Laptop mit der Cloud verbunden hatte, obwohl sich das Gerät im Ruhezustand befand.

Beide Probleme sollen der Rucksack und der Messenger Bag aus der neuen "HackShield"-Reihe lösen - oder zumindest entschärfen. Deshalb sind sie so aufgebaut, dass sie Dieben das Leben schwerer machen. So gibt es keine Außentaschen und keine sichtbaren Reißverschlüsse. Die Taschen innen sind gesondert gesichert. Auch ein trainierter Taschendieb dürfte also nicht so leicht Smartphone, Tablet oder andere wertvolle Gegenstände entnehmen können.

Außerdem sind sie mit einem Material ausgekleidet, das ähnlich wie das kürzlich vorgestellte Off Pocket funktioniert und Strahlung abschirmt. Allerdings geht es beim HackShield offenbar allein um RFID. Nützlich ist das dennoch, denn RFID lässt sich vom Benutzer nicht abschalten. Mobilfunk und W-Lan werden aber nicht geblockt, jedenfalls ist davon nirgends die Rede.

Passend zu Rucksack und Messenger Bag gibt es vom Hersteller eine abgeschirmte Brieftasche. So soll man sicherstellen können, dass sich mit RFID-Chips versehene Karten nicht unbemerkt auslesen lassen.

Rucksack und Messenger Bag kosten 179 Dollar, also umgerechnet rund 135 Euro. Die Geldbörse kostet 49 Dollar (37 Euro). (Jan Tißler)

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Handys als RFID-Reader
3xo 31.08.2013
Die Anwendbarkeit von Smartphones als, RFID-Reader, durch entsprechende Software: sollte auch Beachtung finden.
2. .
markus_wienken 02.09.2013
Zitat von sysopEin Portemonnaie, das mit dem Smartphone redet, eine Alarmanlage, die Sie auch unterwegs benachrichtigt, und ein diebstahlsicherer Rucksack. In der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com geht es diesmal um Dinge, die Hab und Gut schützen sollen. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-gadgets-von-neuerdings-com-a-919298.html
Wenn es um Diebstahlschutz geht kann ich die Firma Pacsafe empfehlen, die machen das schon länger, haben ein sehr breit aufgestelltes Sortiment (auch mit RFID Schutz), Handtaschen, Rücksäcke, Laptoptaschen, Fototaschen und dergleichen viel mehr. Auch sind sie geichert gegen Auf- und Abschneiden der Taschenb und Rucksäcke.
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