Die Desktop-Ballista ist das Modell eines altertümlichen Kriegsgeräts nach römischem Vorbild - und einer der Renner auf Kickstarter. Die Belagerungsmaschine hat schon vor dem Ende der Finanzierungsrunde das Sechsfache der benötigten Summe erreicht. Das Schreibtisch-Katapult (so könnte man Desktop Ballista grob übersetzen) enthält keine LEDs, Bluetooth-Module und anderen Elektronikkram, lässt sich nicht mit dem Smartphone steuern und übt trotzdem eine Faszination aus, der sich die Nerds und Geeks, die auf Kickstarter unterwegs sind, nicht entziehen können.
Über 12.000 Euro hat das Modell der Belagerungsmaschine schon eingesammelt, mehr als genug. Über 250 Unterstützer wollen die Spießschleuder für den Schreibtisch, die in der Miniaturversion keine Speere verschießt, sondern Zahnstocher. Darüber hinaus kann natürlich auch andere Munition eingesetzt werden.
Das Katapult wird ab zwölf Jahren empfohlen. Ein Erwachsener soll die Einzelteile in rund einer halben Stunde zusammenbauen können, bei Kindern sollte man etwas mehr Zeit einkalkulieren. Leim ist zwar nicht unbedingt erforderlich, erhöht aber die Haltbarkeit des Katapults. Die einfache Version ist für 24 Euro erhältlich, dazu kommen noch einmal acht Euro für den internationalen Versand. Auf Wunsch kann man seine Ballista auch mit einer Laser-Gravur versehen lassen. Oder man ersteht die Deluxe-Version mit Rosshaarsehne und Messingteilen für mindestens 61 Euro. (Frank Müller)
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