Zwei Ingenieure kamen auf die Idee, recycelte Getränkedosen als Gehäuse für Lautsprecher mit Verstärker zu benutzen. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo startet jetzt die Produktion der zweiten Generation der "Trash Amps"-Dosenlautsprecher.
Die Getränkedose bietet einige Vorteile: Trash Amps passen in den Becherhalter im Auto, sehen auf den ersten Blick nicht nach Gadget aus und verstärken sowohl MP3-Player als auch E-Gitarren. Die erste Generation der Dosenlautsprecher von Trash Amps war dementsprechend auch rasch ausverkauft.
Jetzt haben sich die beiden Freunde Adam Wegener und Ron Sloat über eine erfolgreiche Indiegogo-Kampagne das Kapital zur Produktion der zweiten Generation Trash Amps besorgt. 16.000 US-Dollar brauchten sie, etwas über 17.000 US-Dollar sind zusammengekommen. Das ist zwar knapp, aber die Produktion dürfte trotzdem auf solideren Füßen stehen als manche andere Crowdfunding-Kampagne. Ron und Adam haben schließlich schon eine erste Auflage Trash Amps produziert.
Auf eine Bluetooth-Unterstützung haben die Trash-Amps-Entwickler verzichtet, um die Kosten und Preise niedrig zu halten. Dafür ist ein Kabel mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker integriert, der in einem Deckelfach verstaut wird. Vier AA-Batterien (die gleich mitgeliefert werden) sollen für rund 50 Stunden Betriebsdauer ausreichen. Ein zweizölliger Breitbandlautsprecher und ein 1,4-Watt-Verstärker sind integriert. Ein Adapter auf 6,3 mm Klinke wird mitgeliefert.
Einen Dosenlautsprecher gibt es ab 39 Dollar, für extra Lautsprecherabdeckungen und Dosen nach Wunsch kommen noch ein paar Dollar dazu. (Frank Müller)
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Neptune Pine: Android-Smartphone fürs Handgelenk
Noch eine Smartwatch? Während Pebble, CST-01 oder Leikr nur bessere Smartphone-Anhängsel sind, soll die Pine eigenständig arbeiten. Micro-SIM, angepasstes Android-System und eine eigene Kamera machen sie zu einem Mini-Smartphone am Handgelenk. Damit könnte sie das Smartphone im Prinzip überflüssig machen - wenn sie nur nicht so hässlich wäre.
In der Neptune Pine ist eigentlich alles drin, was man in einem Einsteiger-Smartphone erwarten würde: eine 3,2-Megapixel-Kamera, ein Cortex A9 Single-Core-Prozessor mit 1 GHz, GPS, Bluetooth 4.0, Steckplatz für eine Micro-SIM-Karte, 3G-Empfang, W-Lan, digitaler Kompass, Herzfrequenzmesser (!), FM-Radio.
Als Betriebssystem kommt Leaf OS, ein angepasstes Android, zum Einsatz. Das Armband verfügt über einen USB-Stecker, mit dem man die Uhr an einen PC anschließen, sie aufladen und Daten austauschen kann. Die Uhr hat einen 2,5-Zoll-Touch-Display im Breitbildformat. Der eingebaute Flash-Speicher soll 8 bis 32 GB umfassen, der Akku eine Lademenge von 800 mAh haben, was etwa der Hälfte bis einem Drittel der Akkuladung moderner Smartphones entspricht. Bis zu fünf Stunden Gesprächszeit sollen damit möglich sein.
Im Prinzip würde die Naptune Pine damit ein Smartphone ersetzen. Gesprächszeiten und Akku legen nahe, dass die Uhr wohl täglich an die Steckdose muss. Und ganz billig wird der Spaß auch nicht: Die Pine soll mit 8 GB Speicher 395 kanadische Dollar kosten, umgerechnet knapp 300 Euro.
Über die Firma Neptune ist nicht viel mehr bekannt, als dass sie im vergangenen Jahr im kanadischen Montreal an den Start ging, dort ein Hochhausbüro bezog und bislang nur an der Pine arbeitet. Die Uhr soll im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen. Fast schon ungewöhnlich ist, dass Neptune sich nicht über ein Crowdfunding-Portal wie Kickstarter finanziert, wie das bei Smartwatches mittlerweile beinahe Usus ist. (Jürgen Vielmeier)
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MeCam - Ansteckbare Minikamera für Lifelogging, Kunst und Spionage
Die MeCam ist eine tragbare Minikamera, die man sich wie eine Brosche an den Kragen stecken kann. Sie kann 720p-Videos bis zu 80 Minuten am Stück aufnehmen. Dem Trend Lifelogging folgt sie damit nur bedingt. Für allerhand Schabernack taugt sie trotzdem.
Der größte Unterschied zwischen MeCam und anderen Lifelogging-Kameras wie Memoto und Autographer ist die Batterielaufzeit: 80 Minuten am Stück hält der Li-Ion-Akku der MeCam durch. Zum Mitschneiden des ganzen Lebens auf Video ist das natürlich zu wenig. Nimmt man nur einzelne Fragmente auf, kommt man mit der Batterielaufzeit aber einen Tag hin.
Die MeCam nimmt Fotos mit 5 Megapixeln auf, Videos in 720p/30 fps, Töne in einem Radius von etwa drei Metern. LED-Infrarot-Sensoren sollen auch bei Dunkelheit für ansprechende Bilder sorgen. 57 Gramm bringt die MeCam auf die Waage - was für die im Durchmesser nur rund fünf Zentimeter breite Kamera fast schon wieder schwer ist.
Aufladen und mit einem PC synchronisieren lässt sich die Kamera über die integrierte Micro-USB-Schnittstelle. An der Kleidung befestigt man sie über eine Sicherheitsnadel. Kosten soll sie in der Variante mit 4 GB Speicher knapp 50 Dollar, mehr Speicher kostet extra. In künftigen Versionen soll die MeCam auch über Bluetooth verfügen. Bereits jetzt gibt es sie in fünf Farben. (Jürgen Vielmeier via Geeky Gadgets)
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