Neue Gadgets: Diese Digitalkamera müssen Sie selbst bauen

Eine Digitalkamera zum Selberbasteln, Schlangen, die iPads halten, und eine Türklingel mit W-Lan-Modul. Klingt erstmal merkwürdig, beim zweiten Lesen aber ziemlich spannend. Die besten Konzepte aus der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com

Bigshot: Diese Digitalkamera muss jeder selbst zusammenbauen Zur Großansicht

Bigshot: Diese Digitalkamera muss jeder selbst zusammenbauen

Wer sich nicht damit zufrieden gibt, eine Digitalkamera fertig produziert zu kaufen, kann sie sich nun einfach selbst bauen: Das Bastelset "Bigshot Camera" will unter anderem Kindern vermitteln, wie so ein Fotoapparat eigentlich funktioniert. Aber neugierige Erwachsene dürfte das ebenso ansprechen.

Die fertige Kamera hat einige Besonderheiten. So hat sie nicht nur ein Objektiv, sondern gleich einen kompletten Ring mit verschiedenen Varianten zur Auswahl. Damit kann man dann unter anderem Panorama- oder 3D-Aufnahmen machen. Zudem ist ein leerer Akku kein Problem mehr: Sieben Mal an der seitlichen Kurbel gedreht, schon kann man trotzdem eine weitere Aufnahme machen.

Das Set enthält dabei alles, was man braucht, um die Bigshot Camera zusammenzubauen. Dazu gehört das Gehäuse inklusive einer transparenten Rückseite, die zugleich eine Beschriftung der Komponenten enthält. Man sieht also nach dem Zusammenbauen noch, welches Bauteil was macht. Außerdem sind das eigentliche Kameramodul inklusive Display, der Blitz, der Akku, Kabel, ein Schraubenzieher und einiges mehr enthalten - bis hin zur 3-D-Brille.

Die Bigshot ist eine durchaus nutzbare, wenn auch bescheidene Digitalkamera. So hat der Sensor drei Megapixel, und der interne Speicher soll für rund 120 Fotos im JPEG-Format reichen.

Entstanden ist die Idee der Bigshot Camera an der Columbia University. Der Computerwissenschaftler und Professor Shree Nayar möchte die Kamera gern Kindern überall auf der Welt geben können. Deshalb wird ein Teil des Verkaufspreises genutzt, um Bastelsets kostenlos zu verteilen.

Ein Baukasten kostet gerade einmal umgerechnet rund 67 Euro. Momentan gibt es allerdings nur einen Vertrieb für die USA. Sie soll ebenfalls international angeboten werden. Der Termin dafür ist noch nicht bekannt. Weitere Informationen auf der offiziellen Website zur Bigshot Camera. (Jan Tißler)

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Schlangenhafter Halter für Smartphones

Bungajungle: Diese Schlange hält Tablets, Smartphones und andere Geräte Zur Großansicht
Kickstarter

Bungajungle: Diese Schlange hält Tablets, Smartphones und andere Geräte

Bungajungle nennt sich eine Familie schlangenhafter Halterungen für Smartphones, Tablets, Laptops und andere Gadgets, die besonders flexibel sind - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die einzelnen Mitglieder heißen Dundabunga, Sungabunga, Treebunga und Ungabunga.

Die Namensgebung ist ähnlich kreativ wie das Konzept der Bungajungle-Familie. Als Verbindung zwischen Gadget und Halterung dienen starke Neodym-Magnete. Diese Magneten auf Basis Seltenen Erden gelten als wenig umweltfreundlich, sind aber extrem stark.

Laut Bungajungle-Entwickler muss man sich keine Sorgen machen, dass der starke Magnet negative Effekte auf den Flash-Speicher seiner Gadgets hat. Das folgende Video zeigt, wie sich die vielseitige Bungajungle-Familie von Halterungen einsetzen lässt.

Ein flacher Neodym-Magnet wird mit einem speziellen doppelseitigen Klebeband auf die Rückseite des jeweiligen Gadgets geklebt. Mit etwas Alkohol soll sich das Klebeband rückstandsfrei wieder ablösen lassen, ansonsten aber bombenfest halten.

Die Kickstarter-Finanzierung ist bereits gesichert. Nur 1.500 US-Dollar werden benötigt, bisher sind schon über 10.000 US-Dollar zusammengekommen. Bis zum 18. September 2013 läuft die Finanzierungsrunde samt Vorbestellung des Bungajungle-Projekts. (Frank Müller)

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W-Lan-Türklingel lässt Smartphone schellen

iDoorCam: Diese Türklingel funkt Zur Großansicht
iDoorCam

iDoorCam: Diese Türklingel funkt

iDoorCam ist eine handtellergroße Türklingel mit W-Lan-Modul und Gegensprechanlage. Sie soll sich im Handumdrehen an Stelle der herkömmlichen Klingel anbringen lassen. Klingelt jemand an der Tür, meldet sich iDoorCam bei berechtigten Smartphones und fungiert als Gegensprechanlage. Die iDoorCam wird über den normalen Klingeldraht mit Energie versorgt.

Hat man iDoorCam mit Hilfe eines Schraubenziehers angebracht und mit dem eigenen W-Lan verbunden, muss man nur noch sein Smartphone koppeln. Das soll mit iOS und Android funktionieren, die kostenlosen Apps sind allerdings noch in der Entwicklung.

Dank Infrarot-LED soll iDoorCam auch bei Dunkelheit brauchbare Bilder von Besuchern liefern. Falls es Probleme mit der W-Lan-Anbindung gibt, sieht man das auf den ersten Blick an der Status-LED direkt an der Klingel. Leuchtet der Kreis um den Klingelknopf grün, ist alles in Ordnung, bei rot muss man sich noch einmal mit dem W-Lan verbinden. Fällt das eigene W-Lan mal komplett aus, funktioniert immer noch die ganz normale Türklingel.

Stellt man iDoorCam in der App auf "Bitte nicht stören", schaltet man damit auch die Türklingel ab. Auch die mobilen Benachrichtigungen lassen sich abstellen. Das Gehäuse der iDoorCam sieht zwar nach Metall aus, besteht aber aus wetterbeständigem und robustem Kunststoff.

Preis und Lieferbarkeit

127 US-Dollar kostet eine iDoorCam Türklingel, das sind umgerechnet rund 103 Euro. Die Finanzierungskampagne läuft noch bis zum 16. September 2013, es ist also noch genug Zeit, sich sein persönliches Exemplar zu sichern. Für den internationalen Versand muss man noch einmal knapp 23 Euro dazurechnen.

Obwohl iDoorCam erst seit ein paar Tagen auf Indiegogo vertreten ist, sind bereits mehr als die Hälfte der benötigten 100.000 US-Dollar zusammengekommen. Wenn der Betrag komplett zusammenkommt, soll die Lieferung im Oktober 2013 anlaufen.

Mehr Infos gibt es auf der Indiegogo-Seite und auf der eigenen Website von iDoorCam. (Frank Müller)

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1.
Gegengleich 24.08.2013
Zitat von sysopSo hat der Sensor drei Megapixel,...
Schade, daß man nicht mehr über die Optik erfährt. Genannte 3 Megapixel hatte mein Sony-Ericsson K800i schon vor Jahren, und schoß hervorragende Bilder. Ein aktuelles Samsung Star 3 S5520 hat ebensoviele Pixel. Damit gute Bilder zu machen ist schier unmöglich!
2. W-Lan Klingel
hdudeck 24.08.2013
Das ganze ist keine neue Idee. Tuerklingeln in den USA (speciell in Hochhaeusern) waehlen sich schon seit Jahren ins Telephonnetz ein. Vorteil: Das Hochhaus braucht keine Verdrahtung fuer die Klingel, was gerade bei Hochhaeusern viel Draht spart. Mit diesem Teil wird halt auch noch die Verbindung zum Festnetz gekappt. Das ganze hat natuerlich nur einen Vorteil, wenn man eine Flatrate hatte. Diese Klingel sollte nicht zu weit vom Smartphone entfernt sein, sonst kann man so manchen Besucher verpassen. Fuer lange Auffahrten nicht geeignet. Auch immer schoen darauf achten, das das Phone genuegend Saft hat, sonst gleicher Effect. Und - Sicherheit ueberpruefen, sonst weiss auch der Nachbar, wer so zu besuch kommt.
3. nicht nur ...
spiegelleser987 24.08.2013
Zitat von hdudeckDas ganze ist keine neue Idee. Tuerklingeln in den USA (speciell in Hochhaeusern) waehlen sich schon seit Jahren ins Telephonnetz ein. Vorteil: Das Hochhaus braucht keine Verdrahtung fuer die Klingel, was gerade bei Hochhaeusern viel Draht spart. ....
Das ist aber nicht nur in den USA so. Und eine aufwändige Verdarhtung ist schon lange nicht mehr notwendig. Allerdings spricht oder schreibt hier selten jemand drüber.
4.
lordax 24.08.2013
Zitat von hdudeckDas ganze ist keine neue Idee. Tuerklingeln in den USA (speciell in Hochhaeusern) waehlen sich schon seit Jahren ins Telephonnetz ein. Vorteil: Das Hochhaus braucht keine Verdrahtung fuer die Klingel, was gerade bei Hochhaeusern viel Draht spart. Mit diesem Teil wird halt auch noch die Verbindung zum Festnetz gekappt. Das ganze hat natuerlich nur einen Vorteil, wenn man eine Flatrate hatte. Diese Klingel sollte nicht zu weit vom Smartphone entfernt sein, sonst kann man so manchen Besucher verpassen. Fuer lange Auffahrten nicht geeignet. Auch immer schoen darauf achten, das das Phone genuegend Saft hat, sonst gleicher Effect. Und - Sicherheit ueberpruefen, sonst weiss auch der Nachbar, wer so zu besuch kommt.
Weder haben die "Telefonnetz-Klingeln" eine Verbindung zum Festnetz noch die WLAN-Türklingel eine zum Internet. Erstere sind mit einer simplen Nebenstellenanlage verbunden, letztere nur mit dem hauseigenen WLAN. Da reicht auch eines ohne jede Verbindung zum Internet. Ich betreibe meine Sprechanlage und mein Garagentor schon länger so. Die Türklingeln mit Telefonanschluss hatten übrigens teilweise eine nette Sicherheitslücke. Da der Türöffner über eine Telefontaste ausgelöst wurde, konnte man - falls jemand nach dem Klingeln das Telefon abhob - mit einem Fernabfragegerät für Anrufbeantworter die Tür öffnen.
5. So wirklich ...
spiegelleser987 24.08.2013
Zitat von sysopEine Digitalkamera zum Selberbasteln, Schlangen, die iPads halten, und eine Türklingel mit W-Lan-Modul. Klingt erstmal merkwürdig, beim zweiten Lesen aber ziemlic
Zitat: "will unter anderem Kindern vermitteln, wie so ein Fotoapparat eigentlich funktioniert. " So wirklich erfahren Kinder die Funktion dabei nicht. Sie haben nur eine Kamera. Wenn es wirklich um Bildung geht, gibt es etwas besseres. Da war gerade in einer deutschen Elektronikzeitschrift eine Bauanleitung für eine Kamera, bei der Kinder die Grundlagen, wie eine elektronische Kamera funktioniert, wirklich (bis zum Pixel) erfahren. Zum Fotografieren taugt sie sicher nicht, die Pixelzahl ist begrenzt. Das Ding ist aber lustig. Man lernt die Grundlagen und für Roboter ist sie auch geeignet.
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