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10. August 2013, 09:27 Uhr

Neue Gadgets

Hologramme in der Kiste und Sensoren in der Socke

Ein Hologramm für jedermann verspricht ein niederländischer Erfinder mit seinem i-Lusio. Ein Tablet-Computer soll ausreichen, um in der kleinen Kiste räumliche Bilder zu erzeugen. Das und weitere merkwürdig-geniale Ideen stellt die Gadget-Schau von neuerdings.com vor.

Das i-Lusio ist ein Kasten, den man problemlos in die Hand nehmen kann und soll. Abgesehen von den Gehäuse-Umrandungen darf man auf der Vorder- und Rückseite in die leere Schachtel schauen. Leben haucht man dem eher unscheinbaren Gadget durch ein Tablet ein, das auf die Oberseite des i-Lusio gesetzt wird. Mittels geeigneter Apps und optischer Tricks wird der Raum unterhalb des Touchscreen-Computers ausgeleuchtet und in die dritte Dimension gehievt. Ein Video des Erfinders und Designers Feddow Claassen zeigt, wie man sich das vorstellen kann.

In dem Spot werden einige Nutzungsmöglichkeiten angedeutet. Wie wäre es mit einem virtuellen Aquarium fürs Wohnzimmer? Oder einer Art dreidimensionalem Tamagotchi? Für Präsentationszwecke sei i-Lusio ebenfalls geeignet, unter anderem in Schaufenstern, sagen die Anbieter. Reizvoll klingt die Idee, in einem Museum live dabei zu sein, wie ein virtueller Dinosaurier aus einem Ei schlüpft. Im Naturalis Museum Leiden in den Niederlanden wird ein i-Lusio genau dafür verwendet. Spannend könnte auch die Vermischung mit Augmented Reality sein, also eine Interaktion von Computerfiguren mit realen Gegenständen, die man im Inneren eines i-Lusio aufstellt.

Letztlich kommt es darauf an, was App-Entwickler aus i-Lusio machen. Hier hofft Claassen auf rege Unterstützung von Programmierern. Von Spielen bis zum Entertainment für Kinder soll es zum Erscheinen von i-Lusio etliche Apps geben. Bis dahin aber muss die Kiste erst einmal erfolgreich bei dem Crowdfunding-Portal Indiegogo finanziert werden. Nach über sechs Wochen hat der Entwickler 9700 Dollar (zirka 7250 Euro) eingesammelt - vom seinem Ziel, 95.000 Dollar, ist er noch weit entfernt. (Sven Wernicke)

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Spielzeugauto mit Wasserstoff-Antrieb

Das Spielzeugauto i-H2GO wird von einer Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle angetrieben, deren Treibstoff man selbst erzeugen kann. Dazu füllt man einfach Wasser in die mitgelieferte Elektrolysestation, und schließt das ebenfalls mitgelieferte Solarpanel an. Der so durch Licht erzeugte Strom soll dann ausreichen, um das Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Letzteren füllt man in den Tank des Mini-Autos.

Gesteuert wird der Wagen per Smartphone oder Tablet, die sich via Bluetooth verbinden. Das funktioniert zunächst nur mit iPhones und iPads, Android-Geräte sollen im nächsten Jahr folgen. Im diesem Video sieht man das alles in Aktion.

Leider gibt es keine Angaben dazu, wie lange man für einen vollen Tank warten muss und wie lange das Auto dann fährt. Zudem gibt es weiterhin nur dieses eine Modell, das aufgrund seiner Konstruktion auf jeden Fall einen glatten Untergrund zum Fahren benötigt.

Der i-H2GO soll nach Informationen von Gizmag für umgerechnet rund 135 Euro ab dem 15. August auf den Markt kommen. (Jan Tißler)

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Fitness-Socke mit Sensoren

Fitness-Tracker - vor allem in Armbandform - haben wir in den letzten Wochen und Monaten einige gesehen. Sie alle haben einen entscheidenden Nachteil - sie bewerten das Training anhand von Schrittzahl und Geschwindigkeit. Dabei wird außer Acht gelassen, ob jemand richtig trainiert oder sich potentiell in Gefahr begibt. Fehler beim Laufen sind Grund für Schmerzen und Verletzungen. Diese sollen die Sensoria Fitness-Socken vermeiden. Sensoren im Strumpf lesen aus, wie der Fuß abrollt und beim Laufen auftritt. Anhand dessen wird analysiert, ob man gesund trainiert.

Zur Socke gehört ein Fußclip, der die Daten der Sensoren ausliest und speichert. Alternativ kann man die Daten live auch per Bluetooth an sein Smartphone übertragen und dort von einer App auswerten lassen. Läuft man zu langsam oder zu schnell, bekommt man dann einen entsprechenden Hinweis. Zudem gibt es eine Funktion, Hilfe zu rufen, falls man unterwegs einen Unfall hat.

Die Strümpfe sind normal waschbar und kosten inklusive Fußclip 119 Dollar pro Paar. Wer mehr Strümpfe möchte, kann für 59 Dollar drei weitere Paare bestellen. Die Kampagne auf Indiegogo läuft noch knapp zwei Wochen. Das Ziel von 87.000 Dollar ist inzwischen erreicht. (Ricarda Riechert)

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