Bekannteste Datenbrille Oculus Rift kostet 700 Euro

Die wohl meisterwartete Virtual-Reality-Brille kommt auf den Markt: Ab jetzt kann die Oculus Rift vorbestellt werden. Mit 699 Euro plus Versandkosten ist sie aber alles andere als günstig. Antworten auf die Fragen zum Gadget der Stunde.

Spieler mit Oculus Rift: Die Controller, die er in seinen Händen hält, kommen zunächst noch nicht auf den Markt
TMN/ Oculus

Spieler mit Oculus Rift: Die Controller, die er in seinen Händen hält, kommen zunächst noch nicht auf den Markt

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1. Was ist die Oculus Rift?

Die Oculus Rift ist eine Virtual-Reality-Brille (VR-Brille), die an den Computer angeschlossen wird. Mit ihr und den passenden Apps kann man in virtuelle Welten abtauchen und so zum Beispiel virtuell in einem Kinosaal Platz nehmen, Achterbahn fahren oder in Chat-Umgebungen mit anderen Nutzern in Kontakt treten.

Anders als bei gewöhnlichen Computerspielen hat man in VR-Welten ein viel stärkeres Gefühl von Präsenz. Das liegt daran, dass Nutzer die meisten Spiele aus der Egoperspektive in 3D erleben. Durch Sensoren und eine Kamera erkennt die Oculus-Technik Kopf- und Körperbewegungen und überträgt sie ohne spürbare Verzögerung ins Spiel. Im Idealfall wähnt sich der Nutzer so tatsächlich in der Spielwelt.

Hier sind einige Beispiele für Rift-Software zum Durchklicken:

Obwohl bislang nur Entwicklerversionen der Oculus Rift erhältlich sind, finden sich im Netz schon viele Apps, die man ausprobieren kann. Einen guten Ersteindruck von den Fähigkeiten der Virtual-Reality-Brille liefert das kostenlose Programm "The Chair". Hierbei handelt es sich mehr um ein Erlebnis, als um ein Spiel: Man sitzt auf einem Stuhl und immer, wenn man sich zur Seite dreht, ändert sich die Umgebung. Anfangs sitzt man auf einer Wiese, am Ende im Weltall. Es gibt keine Schreck-, aber zumindest viele "Wow"-Momente. (Hinweis: Die ersten elf hier vorgestellten Apps laufen mit dem Oculus Rift Development Kit 2 unter Oculus Runtime 0.8 und unter Windows 10, dies war Testvoraussetzung.)

Nicht viel mehr als Sitzen kann man auch bei "Cineveo" machen. Die rund zehn Euro teure App ermöglicht es aber, eigene Videos in mehreren virtuellen Kinosälen anzusehen. Das ist besonders bei 3D-Filmen eine interessante Option. Für Windows-10-Nutzer rentiert sich der App-Kauf aber unter Umständen nicht: Auf Microsofts neuestem Betriebssystem funktioniert nur einer der Kinosäle.

Eine Reise zu unterschiedlichen Planeten unternimmt man in "Deep Space VR". Die kostenlose App ist eine Art Erklärfilm über das Weltall und eignet sich gut für Menschen, die vorher noch keine VR-Erfahrungen gemacht haben. Während des Flugs kann man in alle Richtungen gucken und sich nach vorn oder zur Seite lehnen.

Starke Nerven und eine Tastatur in greifbarer Nähe braucht man für das Gratis-Spiel "Don't let go". Hier gilt es, jeweils einen Finger auf den beiden Strg-Tasten zu lassen, egal, was auf dem Bildschirm passiert. Erschreckt wird man während des mehrminütigen Spiels nur einmal, der Rest sind eher unterhaltsame Psychospielchen. Eine Extra-Warnung sei allerdings noch ausgesprochen: Wer eine Spinnenphobie hat, sollte lieber eine andere App ausprobieren.

Garantiert spinnenfrei kommt "I expect you to die" daher. In dieser kostenlosen App für die Rift versucht man in der Rolle eines Geheimagenten, in einem Auto allerlei lebensbedrohlichen Situationen zu entgehen. Dafür gilt es, kleine Rätsel zu lösen, die mit der Ausstattung des Wagens zu tun haben. Eine originelle und witzig umgesetzte Idee.

Wer seinen Magen ans Limit bringen will, kann das mit "No Limits 2" tun. Der Achterbahn-Simulator wartet mit einer VR-Unterstützung auf. Die Vollversion kostet rund 35 Euro, es gibt aber auch eine kostenlose Demo-Version, die vielen Spielern schon reichen dürfte. Erfahrungsgemäß verträgt nicht jeder die rasanten Abfahrten in der virtuellen Realität. Gerade, dass der eigene Stuhl ruhig bleibt, ist ein ungewohntes Gefühl. Wer will, kann übrigens zum Beispiel ein Xbox-360-Gamepad mit Vibration anschließen. Das wackelt während der Fahrt.

Ebenfalls nichts für jedermann ist "Dreadhalls", ein Survival-Spiel, bei dem man unbewaffnet und mit eingeschränktem Sichtfeld ein Verlies voller gruseliger Kreaturen durchquert. Das Spiel gibt es für rund fünf Euro für Samungs Gear VR. Auf dem PC kann man mit der Oculus Rift immerhin kostenlos einen Prototypen ausprobieren.

Ein wenig fertiger als der "Dreadhalls"-Prototyp wirkt das Horrorspiel "Affected", bei dem man sich mit Maus und Tastatur oder einem Gamepad unter anderem durch ein heruntergekommenes Krankenhaus schleicht. Die aktuelle, grafisch überzeugende Version kann man kostenlos downloaden. Achtung: Im Spiel wird man häufiger erschreckt.

Eine Vorstellung davon, wie sich etwa Jump'n'Run-Spiele auf der Oculus Rift anfühlen könnten, liefert das kostenlose "Windlands". Das Spiel ist ebenfalls noch ein Prototyp. Hier man kann in einer bunten Welt umherspringen und -klettern. Gegner gibt es in der bisherigen Spielversionen leider noch keine.

Ein VR-Erlebnis speziell für "Jurassic Park"-Fans ist "Jungle Dino VR", das einen Spaziergang durch einen Dinosaurier-Park ermöglicht. Dabei trifft man sogar auf einen T-Rex. Wirklich fertig ist "Jungle Dino VR" allerdings ebenfalls noch nicht. In der kostenlos herunterladbaren Demo-Version fehlen noch viele Inhalte.

Auch die Pornobranche hat die VR-Brillen für sich entdeckt: Verschiedene Firmen bieten Videos mit räumlichem Effekt und 120-, 180- oder 360-Grad-Blickfeldern an. In erster Linie findet man Mainstream-Pornos für Männer, das Angebot ist noch vergleichsweise übersichtlich. Der Screenshot stammt aus einem kostenlos angebotenen Halloween-Spezial der Firma VirtualRealPorn.

Eins der aufwändigeren Spiele für die Oculus Rift ist "EVE: Valkyrie". Es handelt sich um einen Weltraum-Multiplayer-Shooter, der vermutlich zahlreiche Spieler ansprechen wird - vor allem, weil Oculus-Rift-Vorbesteller das Spiel kostenlos bekommen. Per Gamepad schießt man andere Raumschiffe ab. Dadurch, dass man recht frei herumfliegen kann und sogar komplette Rollen möglich sind, hat "EVE: Valkyrie" das Potenzial, ein flaues Gefühl im Magen zu erzeugen. Mit "Elite: Dangerous" gibt es noch ein weiteres per Rift spielbares Weltraum-Spiel, das schon erschienen ist und das viele Anhänger hat. "Elite: Dangerous" läuft aktuell aber nur mit älteren Versionen der Oculus-Software.

Ein zweites Spiel, das Rift-Vorbesteller kostenlos bekommen, ist "Lucky's Tale", ein buntes 3D-Jump'n'Run, das per Controller gesteuert wird. Per Kopfbewegung kann man die Kamera schwenken. In Medienberichten wird das Spiel gern als eine VR-Variante des Nintendo-Klassikers "Super Mario 64" beschrieben.

2. Welche anderen VR-Brillen gibt es?

Die Oculus Rift ist nicht die einzige VR-Brille, aber zumindest die, um die es in den letzten Jahren den größten Hype gab. Sie gilt als das Gadget, das Virtual Reality ein Comeback beschert hat, nachdem in den Neunzigerjahren schon einmal eine ganze Generation von VR-Gadgets gefloppt war.

Hier finden Sie eine Übersicht aktueller VR-Brillen zum Durchklicken:

Die Oculus Rift gilt als Vorreiter der Branche. 2012 wurde ein erster Prototyp gezeigt, bis Mitte 2015 war online eine zweite Version des sogenannten Entwickler-Kits erhältlich. Im Juni 2015 wurde schließlich die Version für Endkunden angekündigt. Seit Ende März 2016 wird sie an Vorbesteller ausgeliefert, angeboten wird sie Käufern aus Deutschland für rund 700 Euro plus 42 Euro Versandkosten.

Das früher oft bemängelte Problem, dass sich beim Benutzen der Brille Übelkeit einstellt, fällt bei den meisten Spielen mittlerweile weg, auch weil die Entwickler stärker auf den Komfort beim Spielen achten.

Über eine Kamera kann die Rift die Bewegungen des Nutzers erkennen, und in die virtuelle Welt übertragen. Zur Spielsteuerung mit Handcontrollern hat Oculus - übrigens eine Facebook-Tochter - den Controller Oculus Touch angekündigt. Dieser erscheint aber erst einige Monate nach der Brille - bis dahin dient ein Xbox-One-Gamepad als Controller.

Anders als die Oculus Rift arbeitet Sonys Project Morpheus beziehungsweise mittlerweile Playstation VR genannte VR-Brille nicht mit PC sondern mit der Playstation 4 zusammen. Wer eine der Konsolen besitzt, kann also sicher sein, dass die Brille bei ihm funktioniert.

Zur Steuerung von Spielen lassen sich die Move-Controller nutzen, die es bereits seit einiger Zeit für die Playstation gibt. Bei ersten Tests mit Prototypen stellte sich bei der Morpheus ein ähnliches Spielerlebnis ein wie mit der Rift. Bei Playstation VR kommt ein 5,7 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln zum Einsatz. Sony will seine VR-Brille im Oktober 2016 für 400 Euro auf den Markt bringen, die zum Betrieb nötige Kamera und die optionalen Move-Controller sind im Preis nicht enthalten.

Nach Oculus und Sony hat auch der Handyhersteller HTC eine eigene VR-Brille vorgestellt. Das Vive genannte Gerät wird gemeinsam mit den Spielentwicklern von Valve konstruiert. Über den Onlinedienst Steam VR sollen VR-Games via PC mit der Brille gespielt werden können.

Die beiden eingebauten Bildschirme stellen Full-HD-Video bei 90 Hertz Bildwiederholfrequenz dar, was für eine gute Bildqualität ohne Ruckler sorgen sollte. Bemerkenswert ist vor allem die Technik, mit der die Bewegungen des Spielers in die VR-Welt übertragen werden: Zwei Laser messen dazu millimetergenau, wo man sich aufhält, wie man sich bewegt. Ausgeliefert wird die Vive seit April. Sie kostet 900 Euro, hinzu kommen 60 Euro für den Versand.

Das Project Cardboard haben bei Google zwei Entwickler in den 20 Prozent ihrer Arbeitszeit entworfen, die sie für eigene Projekte nutzen dürfen. Googles Chefs fanden daran Gefallen und ließen eine Abteilung bilden, die daraus eine kommerziell nutzbare Technik machte. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 wurde das Projekt offiziell vorgestellt. Damit die Teilnehmer sich eigene VR-Brillen basteln konnten, wurden Pappbausätze verteilt.

Mittlerweile gibt es eine Reihe interessanter Apps für Handys, die man dann einfach in die Pappkonstruktion einsteckt. Im Juni 2015 präsentierte der Konzern zudem sein Project Jump: Es beinhaltet eine Software zur Erstellung von Virtual-Reality-Filmen, den Bauplan für einen Kameraaufbau zum Filmen solcher VR-Videos und außerdem den Vertriebskanal für VR-Inhalte, nämlich YouTube.

Mit der Gear VR hat Samsung Googles Project Cardboard zu einem kommerziellen Produkt gemacht. In unserem Test hat die Brille einen guten Eindruck hinterlassen, etwa dank eigener Sensoren und exklusiven Apps. Die im Dezember 2015 auf den Markt gekommene Endkunden-Version kostet 99 Euro und ist derzeit nur mit einigen Samsung-Handys kompatibel.

Von Brillen wie der Oculus Rift unterscheidet sich die Gear VR unter anderem dadurch, dass es kein Positional Tracking gibt. Das heißt: Es wird nicht erfasst, ob sich der Spieler nach vorn beugt oder hinten lehnt.

Eine Edel-Variante des Project Cardboard hat die Optikfirma Zeiss entwickelt. Ein Unterschied zu den Produkten mancher Handyhersteller: Mit entsprechenden Adaptern lässt sich die Zeiss-Brille mit verschiedenen Smartphones nutzen. Derzeit sind Adapter für das iPhone 6 sowie Samsungs Galaxy S5 und S6 verfügbar.

Eine Besonderheit sind die von Zeiss entwickelten Speziallinsen. Sie sind auch für Brillenträger geeignet und derart gestaltet, dass man damit immer ein scharfes Bild sehen soll, ohne vorher den Abstand zu den Augen einstellen zu müssen. Anders als Samsungs Gear VR bietet die Brille aber keine eigenen Sensoren.

Auf der CES in Barcelona wurde im Februar 2016 die 360 VR von LG vorgestellt. Die vergleichsweise kleine und leichte Brille ist für das LG G5 gedacht und soll unter anderem mit der Gear VR konkurrieren.

Tester konnte das Gerät nicht wirklich überzeugen: So wird unter anderem bemängelt, dass die Brille zu viel Licht von außen reinlässt und so das VR-Erlebnis schwächer macht. Das Tech-Blog "The Verge" schrieb: "LGs neues Virtual-Reality-Headset hat ein Problem: zu viel Realität." Die 360 VR kostet rund 280 Euro.

Pünktlich zur Elektronikmesse Ifa in Berlin wurde Anfang September 2016 das VR-Headset Vision von Alcatel vorgestellt. Das Gerät kommt ohne Kabel und ohne zusätzliches Handy oder einen externen Computer aus und ist vor allem aufs Anschauen von 360-Grad- und VR-Video-Inhalten ausgelegt.

Die Brille bietet ein 120-Grad-Sichtfeld und soll Kurzsichtigkeit automatisch ausgleichen. Der Preis des Geräts ist noch unbekannt, wurde aber zum Zeitpunkt der Ifa auf rund 500 bis 600 Euro geschätzt. Alcatel Vision soll ab dem Jahresende erhältlich sein.

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ist gerade vor allem die HTC Vive ein Thema, da dort eine neue Entwicklerversion der Brille präsentiert wurde, die Vive Pre. Der 7000 Mal angebotene Prototyp bietet unter anderem überarbeitete Controller und eine neue Frontkamera, die es Nutzern ermöglichen soll, einen Stuhl oder ein Glas zu finden, ohne die Brille abzusetzen. Für Normalkunden soll die Vive im April auf den Markt kommen. Noch ist aber schwer absehbar, ob der Hersteller den Termin einhalten kann. Ein Preis ist bislang nicht bekannt.

3. Was wird die Oculus Rift kosten?

Der Preis der Oculus Rift für Deutschland beträgt laut des Oculus-Onlineshops 699 Euro plus 42 Euro Versandkosten, für die USA sind es 599 Dollar, zuzüglich Steuern. Eine Anfrage, ob für deutsche Käufer noch weitere Kosten hinzukommen, etwa in Form der Einfuhrumsatzsteuer, hat Oculus bislang nicht beantwortet.

Äußerungen von Oculus-Gründer Palmer Luckey hatten bereits darauf hingedeutet, dass die Verbrauchervariante teurer angeboten wird als die vorherigen Versionen. Das letzte Entwickler-Set kostete noch 350 Dollar plus Versandkosten und Einfuhrumsatzsteuer. Trotz des hohen Preises soll die Brille angeblich immer noch vom Hersteller subventioniert werden. Oculus ist seit 2014 eine Tochterfirma von Facebook.

Ausgeliefert werden soll die Oculus Rift zunächst in 20 Länder, darunter auch Deutschland. Vorbesteller erhalten neben der Brille ein Xbox-One-Gamepad sowie zwei exklusiv für die virtuelle Realität entwickelte Spiele: die Weltraumsimulation "EVE: Valkyrie" und das 3D-Jump'n'Run-Spiel "Lucky's Tale". Abgebucht werden soll der Brillenpreis erst, wenn das Gadget wirklich ausgeliefert wird. So weit soll es für Deutschland im Frühjahr sein, ein genaues Datum nennt Oculus nicht. Bei unserem Besuch des Online-Shops wurde der April als Auslieferungsmonat angegeben.

Weltraumspiel "EVE: Valkyrie": Kostenlos für alle Rift-Vorbesteller
TMN/ CCP Games

Weltraumspiel "EVE: Valkyrie": Kostenlos für alle Rift-Vorbesteller

4. Ist die Brille einen Kauf wert?

Die Oculus Rift ist zumindest für Spielefans das wohl spannendste neue Gadget seit Langem. Wer die Brille vorbestellt, sollte sich aber bewusst sein, dass er zur ersten Käufergeneration gehört. Gerade mit Blick auf die bisherigen Entwicklerversionen muss man davon ausgehen, dass an der Brille noch lange nicht alles perfekt sein wird. Das fängt bei der Verkabelung an, die zum Beispiel ein Umdrehen beim Spielen erschwert, und hört damit auf, dass wohl nicht alle bisherigen Rift-Spiele fehlerfrei spielbar sein werden.

Man ist also bei einem Tech-Trend vorn dabei, wird aber auch die Schwächen des Systems hautnah miterleben müssen. Ähnlich geht es aktuell Käufern von Samsungs Gear VR, einem VR-Headset, das mit dem Smartphone verbunden wird. Die Gear VR funktioniert und bietet viele neue Erlebnisse, noch aber ist das App-Angebot überschaubar und der Bedienkomfort könnte sicher noch höher sein.

Bedenken sollte man auch, dass die Oculus Rift einen sehr leistungsfähigen und damit in der Anschaffung teuren Computer braucht. Auf der Oculus-Website heißt es bislang, für "die volle Rift-Erfahrung" würden mindestens acht GB Arbeitsspeicher benötigt. Dazu braucht man eine Grafikkarte auf oder über dem Niveau der rund 300 Euro teuren GeForce GTX 970 beziehungsweise der AMD Radeon R9 290. Beim Prozessor sollte es nichts unter einem i5-4590 sein.

Überhaupt sollte man mit dem Kauf einer VR-Brille vorsichtig sein, sollte man noch nie eine ausprobiert haben: Im ärgerlichsten Fall wird einem beim Spielen schlecht, was das Gadget praktisch unbenutzbar macht. Mancher Spieler könnte es auch grundsätzlich zu anstrengend finden, eine Brillen-Kopfhörer-Kombination zu tragen, mit der man das reale Geschehen um sich herum kaum noch wahrnimmt.

5. Wie kann man die Brille vorbestellen?

Auf der Oculus-Website lief ein Countdown, der Mittwoch um 17 Uhr deutscher Zeit endete. Seit dessen Ablauf kann man die Brille unter Shop.Oculus.com bestellen.

6. Was sollte man noch vor dem Vorbestellen wissen?

Langzeitunterstützern des Projekts lieferte Palmer Luckey per Twitter eine gute Nachricht: Enthusiasten, die sich 2012 über die Oculus-Kampagne auf Kickstarter einen Brillenprototypen gesichert haben, bekommen das neue Exemplar kostenlos, schrieb der Oculus-Chef.

Eine andere Nachricht dürfte manchen VR-Fan enttäuschen: Oculus' Touch-Controller, mit denen sich auch die eigenen Hände in der virtuellen Welt simulieren lassen, werden zunächst nicht angeboten. Sie soll man erst in der zweiten Jahreshälfte kaufen können. Vorbesteller der Rift sollen aber bevorzugt werden, sobald die Touch-Controller online angeboten werden.

Update, 17.30 Uhr: Wir haben den Artikel mit Angaben zum endgültigen Brillenpreis aktualisiert.
Update, 7. Januar: Wir haben den Artikel mit dem Hinweis aktualisiert, dass die Oculus-Website nicht eindeutig klarmacht, ob deutschen Kunden weitere Kosten drohen.

Mit Material von dpa und AP



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insgesamt 44 Beiträge
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Seite 1
cor 06.01.2016
1. Katze im Sack?
Bevor keine Berichte vorliegen, die die Rift mit HTC Vive vergleichen, kommt mir so ein Ding nicht ins Haus. Ausserdem würde ich gerne erst mal live testen.
peterbrockmann 06.01.2016
2. Brille
Lass die anderen erst mal machen. Wenn dann ein Apfel draufklebt schaue ich mir das eventuell noch mal an. Im Zusammenspiel mit dem AppleTV könnte das was werden.
MADmanOne 06.01.2016
3. Elite Dangerous ?
Mir fehlt in der Beispielliste eindeutig das Spiel Elite Dangerous. Es ist zwar nicht kostenlos, aber im Moment wohl eines der eindrucksvollsten bereits verfügbaren Spiele mit VR Support.
MartinB. 06.01.2016
4. Elite: Dangerous.
Nicht nur eine App, sondern ein vollständiges Spiel, das seit einem Jahr verfügbar ist.
markus_boehm 06.01.2016
5. @Hinweise auf Elite:Dangerous
Danke für das Feedback. Habe einen Hinweis auf Elite: Dangerous in der Fotostrecke eingefügt, bei EVE: Valkyrie.
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