Startpreis der Oculus Rift "Wir sind alle ein bisschen traurig"

700 Euro plus Versandkosten: Der Preis der Oculus Rift ist um einiges höher als erwartet, viele Fans reagieren enttäuscht. Der Firmengründer selbst findet die VR-Brille dagegen "unanständig günstig".

Oculus-Rift-Tester auf der Messe CES: Das Gadget ist teurer als erwartet
AP/dpa

Oculus-Rift-Tester auf der Messe CES: Das Gadget ist teurer als erwartet

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Für manchen Tech-Enthusiasten ist Mittwochnachmittag ein Traum geplatzt: Der, dass die virtuelle Realität (VR) in kürzester Zeit den Spiele-, Filme- und Chat-Markt aufmischen wird, weil das bekannteste VR-Gerät nicht nur technisch überzeugt, sondern auch für die Masse erschwinglich ist. Um 17 Uhr hatte Oculus den Preis seiner Datenbrille Rift bekannt gemacht (alles Wichtige zur Rift erfahren Sie in diesem Artikel).

699 Euro plus 42 Euro Versand verlangt die Facebook-Tochter nun, wenn man ihr Vorzeigeprodukt nach Deutschland bestellen will, in den USA kostet die Brille 599 Dollar zuzüglich Steuern. Das ist mehr, als die meisten Marktbeobachter erwartet hatten. Und mehr als nur irgendein Preis, weil die Oculus Rift für viele der Inbegriff der VR-Brille ist: das Produkt, das zunächst per Crowdfunding die in den Neunzigerjahren schon einmal gefloppte Techniksparte wieder cool gemacht hat.

"Wir sind alle ein bisschen traurig", sagte am Donnerstag Nico Uthe, selbst VR-Entwickler und Mitbetreiber des Fachblogs "VR-Nerds". "Viele Leute aus meinem Umfeld wollten die Rift gestern bestellen, haben aber spontan einen Rückzieher gemacht." Gerade für VR-Fans, die die Brille nicht für die Arbeit, sondern nur zum privaten Spielen haben wollten, sei der Preis "desillusionierend". Dass viele dieser Leute jetzt nicht bestellt hätten, nennt Uthe "ein schlechtes Zeichen".

Ernüchterung klingt auch in vielen Presseartikeln durch, etwa bei "The Verge": "Die 600-Dollar-Oculus-Rift ist das Ende einer Ära", schreibt das Tech-Magazin. "Das Ding, das VR demokratisiert hat, ist jetzt ein exklusives High-End-Gerät." Massenmarkt-VR sei damit nicht tot, aber die Oculus Rift zunächst ein Nischenprodukt.

350 Dollar? 1500 Dollar?

In den sozialen Netzwerken und in Foren sind die Reaktionen ähnlich. Viele Interessenten sind ob des Preises überrascht, enttäuscht oder fühlen sich gar hinter Licht geführt. Grundsätzlich ist es zwar nicht ungewöhnlich, dass ein Gadgetpreis erst bekannt wird, sobald das Produkt bestellbar ist, bei der Oculus Rift hat der Zeitpunkt der Bekanntgabe aber tatsächlich einen Beigeschmack.

Das liegt vor allem an den Äußerungen von Oculus-Gründer Palmer Luckey, der im September in einem Interview angedeutet hatte, der Preis sei zwar höher als bei den Entwickler-Sets, bewege sich aber in einer ähnlichen Größenordnung. Das letzte Entwickler-Set hatte online rund 350 Dollar gekostet.

In einer Fragerunde bei Reddit gestand Palmer in der Nacht auf Donnerstag nun ein, er habe sich da nicht mit Ruhm bekleckert: Die zitierte Äußerung habe er gemacht, als angeblich viele Medien nahegelegt hätten, die Rift würde 1500 Dollar kosten - ein Preis, der sich auf die Brille samt eines passenden Computers bezog. Palmer habe den echten Preis von diesen 1500 Dollar abgrenzen wollen.

Wie schon öfter in den vergangenen Wochen betonte Palmer in der Fragerunde, dass Oculus durch den Hardwareverkauf keinen Gewinn machen würde. So hoch wären die Herstellungskosten der Rift. Auf Twitter ergänzte er später, die Brille sei sogar "unanständig günstig".

Obwohl bislang nur Entwicklerversionen der Oculus Rift erhältlich sind, finden sich im Netz schon viele Apps, die man ausprobieren kann. Einen guten Ersteindruck von den Fähigkeiten der Virtual-Reality-Brille liefert das kostenlose Programm "The Chair". Hierbei handelt es sich mehr um ein Erlebnis, als um ein Spiel: Man sitzt auf einem Stuhl und immer, wenn man sich zur Seite dreht, ändert sich die Umgebung. Anfangs sitzt man auf einer Wiese, am Ende im Weltall. Es gibt keine Schreck-, aber zumindest viele "Wow"-Momente. (Hinweis: Die ersten elf hier vorgestellten Apps laufen mit dem Oculus Rift Development Kit 2 unter Oculus Runtime 0.8 und unter Windows 10, dies war Testvoraussetzung.)

Nicht viel mehr als Sitzen kann man auch bei "Cineveo" machen. Die rund zehn Euro teure App ermöglicht es aber, eigene Videos in mehreren virtuellen Kinosälen anzusehen. Das ist besonders bei 3D-Filmen eine interessante Option. Für Windows-10-Nutzer rentiert sich der App-Kauf aber unter Umständen nicht: Auf Microsofts neuestem Betriebssystem funktioniert nur einer der Kinosäle.

Eine Reise zu unterschiedlichen Planeten unternimmt man in "Deep Space VR". Die kostenlose App ist eine Art Erklärfilm über das Weltall und eignet sich gut für Menschen, die vorher noch keine VR-Erfahrungen gemacht haben. Während des Flugs kann man in alle Richtungen gucken und sich nach vorn oder zur Seite lehnen.

Starke Nerven und eine Tastatur in greifbarer Nähe braucht man für das Gratis-Spiel "Don't let go". Hier gilt es, jeweils einen Finger auf den beiden Strg-Tasten zu lassen, egal, was auf dem Bildschirm passiert. Erschreckt wird man während des mehrminütigen Spiels nur einmal, der Rest sind eher unterhaltsame Psychospielchen. Eine Extra-Warnung sei allerdings noch ausgesprochen: Wer eine Spinnenphobie hat, sollte lieber eine andere App ausprobieren.

Garantiert spinnenfrei kommt "I expect you to die" daher. In dieser kostenlosen App für die Rift versucht man in der Rolle eines Geheimagenten, in einem Auto allerlei lebensbedrohlichen Situationen zu entgehen. Dafür gilt es, kleine Rätsel zu lösen, die mit der Ausstattung des Wagens zu tun haben. Eine originelle und witzig umgesetzte Idee.

Wer seinen Magen ans Limit bringen will, kann das mit "No Limits 2" tun. Der Achterbahn-Simulator wartet mit einer VR-Unterstützung auf. Die Vollversion kostet rund 35 Euro, es gibt aber auch eine kostenlose Demo-Version, die vielen Spielern schon reichen dürfte. Erfahrungsgemäß verträgt nicht jeder die rasanten Abfahrten in der virtuellen Realität. Gerade, dass der eigene Stuhl ruhig bleibt, ist ein ungewohntes Gefühl. Wer will, kann übrigens zum Beispiel ein Xbox-360-Gamepad mit Vibration anschließen. Das wackelt während der Fahrt.

Ebenfalls nichts für jedermann ist "Dreadhalls", ein Survival-Spiel, bei dem man unbewaffnet und mit eingeschränktem Sichtfeld ein Verlies voller gruseliger Kreaturen durchquert. Das Spiel gibt es für rund fünf Euro für Samungs Gear VR. Auf dem PC kann man mit der Oculus Rift immerhin kostenlos einen Prototypen ausprobieren.

Ein wenig fertiger als der "Dreadhalls"-Prototyp wirkt das Horrorspiel "Affected", bei dem man sich mit Maus und Tastatur oder einem Gamepad unter anderem durch ein heruntergekommenes Krankenhaus schleicht. Die aktuelle, grafisch überzeugende Version kann man kostenlos downloaden. Achtung: Im Spiel wird man häufiger erschreckt.

Eine Vorstellung davon, wie sich etwa Jump'n'Run-Spiele auf der Oculus Rift anfühlen könnten, liefert das kostenlose "Windlands". Das Spiel ist ebenfalls noch ein Prototyp. Hier man kann in einer bunten Welt umherspringen und -klettern. Gegner gibt es in der bisherigen Spielversionen leider noch keine.

Ein VR-Erlebnis speziell für "Jurassic Park"-Fans ist "Jungle Dino VR", das einen Spaziergang durch einen Dinosaurier-Park ermöglicht. Dabei trifft man sogar auf einen T-Rex. Wirklich fertig ist "Jungle Dino VR" allerdings ebenfalls noch nicht. In der kostenlos herunterladbaren Demo-Version fehlen noch viele Inhalte.

Auch die Pornobranche hat die VR-Brillen für sich entdeckt: Verschiedene Firmen bieten Videos mit räumlichem Effekt und 120-, 180- oder 360-Grad-Blickfeldern an. In erster Linie findet man Mainstream-Pornos für Männer, das Angebot ist noch vergleichsweise übersichtlich. Der Screenshot stammt aus einem kostenlos angebotenen Halloween-Spezial der Firma VirtualRealPorn.

Eins der aufwändigeren Spiele für die Oculus Rift ist "EVE: Valkyrie". Es handelt sich um einen Weltraum-Multiplayer-Shooter, der vermutlich zahlreiche Spieler ansprechen wird - vor allem, weil Oculus-Rift-Vorbesteller das Spiel kostenlos bekommen. Per Gamepad schießt man andere Raumschiffe ab. Dadurch, dass man recht frei herumfliegen kann und sogar komplette Rollen möglich sind, hat "EVE: Valkyrie" das Potenzial, ein flaues Gefühl im Magen zu erzeugen. Mit "Elite: Dangerous" gibt es noch ein weiteres per Rift spielbares Weltraum-Spiel, das schon erschienen ist und das viele Anhänger hat. "Elite: Dangerous" läuft aktuell aber nur mit älteren Versionen der Oculus-Software.

Ein zweites Spiel, das Rift-Vorbesteller kostenlos bekommen, ist "Lucky's Tale", ein buntes 3D-Jump'n'Run, das per Controller gesteuert wird. Per Kopfbewegung kann man die Kamera schwenken. In Medienberichten wird das Spiel gern als eine VR-Variante des Nintendo-Klassikers "Super Mario 64" beschrieben.

Man braucht einen High-End-PC

Für ein Hightech-Gadget sind 700 Euro tatsächlich kein ungewöhnlicher Startpreis. Das Produkt ist im Vergleich zu anderen Neuheiten tatsächlich innovativ, es öffnet einen komplett neuen Markt. Die Rift hat ein eingebautes Display, Sensoren und eine Kamera für den Computer. Und nicht wenige Neuheiten kosten anfangs mehrere Hundert Euro, für ein iPhone 6s Plus etwa verlangt Apple mehr als 850 Euro.

Allerdings kann man ein neues iPhone oder ein Notebook sofort nutzen, eine Rift nur in Verbindung mit einem wirklich leistungsfähigen PC, den man sich aktuell kaum für unter tausend Euro zusammenstellen kann. Die Rift ist also ein teures Gerät für Nutzer, die schon teure Hardware haben. Wie die Apple Watch, die ein aktuelles iPhone voraussetzt.

Die Oculus Rift gilt als Vorreiter der Branche. 2012 wurde ein erster Prototyp gezeigt, bis Mitte 2015 war online eine zweite Version des sogenannten Entwickler-Kits erhältlich. Im Juni 2015 wurde schließlich die Version für Endkunden angekündigt. Seit Ende März 2016 wird sie an Vorbesteller ausgeliefert, angeboten wird sie Käufern aus Deutschland für rund 700 Euro plus 42 Euro Versandkosten.

Das früher oft bemängelte Problem, dass sich beim Benutzen der Brille Übelkeit einstellt, fällt bei den meisten Spielen mittlerweile weg, auch weil die Entwickler stärker auf den Komfort beim Spielen achten.

Über eine Kamera kann die Rift die Bewegungen des Nutzers erkennen, und in die virtuelle Welt übertragen. Zur Spielsteuerung mit Handcontrollern hat Oculus - übrigens eine Facebook-Tochter - den Controller Oculus Touch angekündigt. Dieser erscheint aber erst einige Monate nach der Brille - bis dahin dient ein Xbox-One-Gamepad als Controller.

Anders als die Oculus Rift arbeitet Sonys Project Morpheus beziehungsweise mittlerweile Playstation VR genannte VR-Brille nicht mit PC sondern mit der Playstation 4 zusammen. Wer eine der Konsolen besitzt, kann also sicher sein, dass die Brille bei ihm funktioniert.

Zur Steuerung von Spielen lassen sich die Move-Controller nutzen, die es bereits seit einiger Zeit für die Playstation gibt. Bei ersten Tests mit Prototypen stellte sich bei der Morpheus ein ähnliches Spielerlebnis ein wie mit der Rift. Bei Playstation VR kommt ein 5,7 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln zum Einsatz. Sony will seine VR-Brille im Oktober 2016 für 400 Euro auf den Markt bringen, die zum Betrieb nötige Kamera und die optionalen Move-Controller sind im Preis nicht enthalten.

Nach Oculus und Sony hat auch der Handyhersteller HTC eine eigene VR-Brille vorgestellt. Das Vive genannte Gerät wird gemeinsam mit den Spielentwicklern von Valve konstruiert. Über den Onlinedienst Steam VR sollen VR-Games via PC mit der Brille gespielt werden können.

Die beiden eingebauten Bildschirme stellen Full-HD-Video bei 90 Hertz Bildwiederholfrequenz dar, was für eine gute Bildqualität ohne Ruckler sorgen sollte. Bemerkenswert ist vor allem die Technik, mit der die Bewegungen des Spielers in die VR-Welt übertragen werden: Zwei Laser messen dazu millimetergenau, wo man sich aufhält, wie man sich bewegt. Ausgeliefert wird die Vive seit April. Sie kostet 900 Euro, hinzu kommen 60 Euro für den Versand.

Das Project Cardboard haben bei Google zwei Entwickler in den 20 Prozent ihrer Arbeitszeit entworfen, die sie für eigene Projekte nutzen dürfen. Googles Chefs fanden daran Gefallen und ließen eine Abteilung bilden, die daraus eine kommerziell nutzbare Technik machte. Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2014 wurde das Projekt offiziell vorgestellt. Damit die Teilnehmer sich eigene VR-Brillen basteln konnten, wurden Pappbausätze verteilt.

Mittlerweile gibt es eine Reihe interessanter Apps für Handys, die man dann einfach in die Pappkonstruktion einsteckt. Im Juni 2015 präsentierte der Konzern zudem sein Project Jump: Es beinhaltet eine Software zur Erstellung von Virtual-Reality-Filmen, den Bauplan für einen Kameraaufbau zum Filmen solcher VR-Videos und außerdem den Vertriebskanal für VR-Inhalte, nämlich YouTube.

Mit der Gear VR hat Samsung Googles Project Cardboard zu einem kommerziellen Produkt gemacht. In unserem Test hat die Brille einen guten Eindruck hinterlassen, etwa dank eigener Sensoren und exklusiven Apps. Die im Dezember 2015 auf den Markt gekommene Endkunden-Version kostet 99 Euro und ist derzeit nur mit einigen Samsung-Handys kompatibel.

Von Brillen wie der Oculus Rift unterscheidet sich die Gear VR unter anderem dadurch, dass es kein Positional Tracking gibt. Das heißt: Es wird nicht erfasst, ob sich der Spieler nach vorn beugt oder hinten lehnt.

Eine Edel-Variante des Project Cardboard hat die Optikfirma Zeiss entwickelt. Ein Unterschied zu den Produkten mancher Handyhersteller: Mit entsprechenden Adaptern lässt sich die Zeiss-Brille mit verschiedenen Smartphones nutzen. Derzeit sind Adapter für das iPhone 6 sowie Samsungs Galaxy S5 und S6 verfügbar.

Eine Besonderheit sind die von Zeiss entwickelten Speziallinsen. Sie sind auch für Brillenträger geeignet und derart gestaltet, dass man damit immer ein scharfes Bild sehen soll, ohne vorher den Abstand zu den Augen einstellen zu müssen. Anders als Samsungs Gear VR bietet die Brille aber keine eigenen Sensoren.

Auf der CES in Barcelona wurde im Februar 2016 die 360 VR von LG vorgestellt. Die vergleichsweise kleine und leichte Brille ist für das LG G5 gedacht und soll unter anderem mit der Gear VR konkurrieren.

Tester konnte das Gerät nicht wirklich überzeugen: So wird unter anderem bemängelt, dass die Brille zu viel Licht von außen reinlässt und so das VR-Erlebnis schwächer macht. Das Tech-Blog "The Verge" schrieb: "LGs neues Virtual-Reality-Headset hat ein Problem: zu viel Realität." Die 360 VR kostet rund 280 Euro.

Pünktlich zur Elektronikmesse Ifa in Berlin wurde Anfang September 2016 das VR-Headset Vision von Alcatel vorgestellt. Das Gerät kommt ohne Kabel und ohne zusätzliches Handy oder einen externen Computer aus und ist vor allem aufs Anschauen von 360-Grad- und VR-Video-Inhalten ausgelegt.

Die Brille bietet ein 120-Grad-Sichtfeld und soll Kurzsichtigkeit automatisch ausgleichen. Der Preis des Geräts ist noch unbekannt, wurde aber zum Zeitpunkt der Ifa auf rund 500 bis 600 Euro geschätzt. Alcatel Vision soll ab dem Jahresende erhältlich sein.

Umgekehrt muss man Oculus zugutehalten, dass die Firma den großen Konkurrenten Valve/HTC und Sony mit einer Preisnennung zuvorkommt - und sich somit nicht an deren Angeboten orientieren konnte.

Bei der HTC Vive erwarten Marktbeobachter einen Preis, der wohl noch über dem der Rift liegt. Bei Sonys Playstation-VR-Headset (ehemals Project Morpheus) rechnet man mit einem massenmarktkompatibleren Preis. Das Playstation-VR-Set hat zudem den Vorteil, dass man keinen teuren Gaming-PC braucht, sondern nur eine Playstation 4.

Zumindest kein Low-End-Gerät

So nachvollziehbar der Ärger über den Oculus-Preis also ist: Vermutlich wird sich erst in den nächsten Monaten zeigen, wie günstig, teuer oder überteuert die Rift im Marktvergleich tatsächlich ist. Und bis dahin wird VR weiter eine Nische für Early-Adopter bleiben - es sei denn, man hat zum Beispiel das passende Samsung-Handy, um sich eine Smartphone-Brille wie die Gear VR für 99 Euro zuzulegen. Mobile-VR ist zwar nicht ganz so eindrucksvoll wie bei eigens konstruierten VR-Brillen, aber gerade im Fall der Gear VR auch längst mehr als ein Appetitmacher.

Am Donnerstagmorgen twitterte Palmer Luckey noch einen "letzten Gedanken des Tages" - und verwies auf die Netzreaktionen, als 2014 bekannt wurde, dass Facebook seine Firma übernimmt. "Erinnert ihr euch an den Moment, als sich viele sicher waren, dass Facebook aus der Rift ein Low-End-Gerät für Gelegenheitsnutzer macht?", fragte Luckey. "Oder dass Gamer vernachlässigt werden?" Jeden glücklich zu machen, sei schlicht "unmöglich".




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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
biggoldensun 07.01.2016
1. Auch wenn es weh tut...
Der Preis ist gerechtfertigt. Ich habe das Teil auf der Gamescom getestet. Und das was ich gesehen habe war kein $350 Prototyp mehr, mit lauter Kompromissen und Problemen, sondern ein unglaublich gutes Head Mounted Display. Besser als Alles, was ich bisher gesehen habe. Und ich beschäftige mich mit VR schon seit 25 Jahren. Wer immer gedacht hat, das Teil kostet weniger, hat leider wenig Wissen über Technologie. Allein die verbauten LCD'S......
FerrisBueller 07.01.2016
2. Die Differenz macht's
599$ Sind als Einführungspreis zwar eine Menge Geld aber für eine neue Technik mit relativ kleinen Stückzahlen ist das gerade noch vertretbar. Das wird sich mittelfristig wahrscheinlich eher bei 499$ einpendeln und das wäre dann für das Gebotene auch ok. 741 Euro für deutsche Kunden sind aber eine Unverschämtheit sondergleichen.
brehn 07.01.2016
3. egal
unabhängig davon was nun möglicherweise ein gerechtfertigter Preis für die verbaute Hardware und Entwicklungsarbeit etc. wäre. Für den Preis werde ich mir das Ding garantiert nicht vorbestellen oder anders gesagt "die Katze im Sack kaufen", zumal ebenfalls dieses Jahr auch die HTC Vive rauskommen soll... Weiterhin gibt es momentan kaum Games und Anwendungen welche den Kauf eines 700€ teuren Nackenfolterers rechtfertigen würden, zumal dann viele auch noch die Rechentechnik aufrüsten müssten. Grobe Schätzung für ein Gesamtpaket Oculus + pc: 1200-1500€
cicero_muc 07.01.2016
4. Der Anfang ist gemacht
Oculus Rift geistert ja schon lange im Markt herum die müssen jetzt endlich mal Kohle machen bevor ihnen die Luft ausgeht oder ein anderer schneller ist. Der Preis für das Oculus Rift Produkt ist hoch aber nachvollziehbar. Der Mitbewerb, der technische Fortschrittmund vor allem hohe Stückzahlen werden den Preis nach unten bringen. Microsoft steht ja auch noch in den Startlöchern mit HoloLens, da wird sich auch noch einiges tun. Das erste iPhone wurde 2007 vorgestellt, später in diesem Jahr folgt die siebte Variante. Auch die kommenden VR-Produkte werden etliche Durchläufe benötigen bis sie einen gewissen Standard erreicht haben der für den Consumer-Markt akzeptabel ist. Da kommt noch einiges, und das in schneller Folge. In Kombination mit weiteren Fortschritten im Prozessor-, Grafik-, Sensor und Speicher-Bereich (siehe auch: Intel/Micron XPoint Memory) sowie bei Sensoren usw. tut sich da ein gewaltiges neues Feld für Weiterentwicklung unsere Zivilisation auf. Letztendlich werden all diese Bestrebungen zur Folge haben dass (externe) Signale nicht mehr über den Umweg über die Retina und Gehörgang in das Gehirn eingespeist werden müssen sondern dass ein komplett neuer Signalpfad entwickelt wird mittels dem das Gehirn direkt mit Signalen versorgt wird welches es dann interpretieren kann. Auch Smartphones werden in diesem Zusammenhang ihre Bedeutung und ihre Aufgaben wandeln. Ein neuer Anfang ist gemacht. Wird spannend. .
sebastian.teichert 07.01.2016
5. Verstehe die Diskussion nicht!
Jetzt ist das preislich nicht vergleichbar. Aber ich hab mir GTA 4 zum Release gekauft, obwohl ich wusste, dass es auf meinem pc nicht laufen wird. Ich hab das Spiel nie gespielt. Trotzdem war es mir das Geld wert. Darüber hinaus kostet das Teil 599 Dollar + Steuern! Also doch ziemlich wie für Europäer auch. Außerdem könnt ihr es doch auch da bestellen und eine Firma beauftragen es euch zuzuschicken. Funktioniert sehr gut. Muss dann aber auch am Zoll versteuert werden.
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