Kameratest Panasonic LF1 Kleine Kamera kommt nah ran

Siebenfaches Zoom-Objektiv, digitaler Sucher und das bei nur 170 Gramm - die Panasonic LF1 ist für die Ausstattung erstaunlich leicht und klein. Wie gut die Kamera fotografiert, verrät der Test.

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Nimmt man die Digitalkamera Panasonic LF1 in die Hand, erstaunt das Format: Der kleine Fotoapparat ist kleiner (wenn auch dicker) als ein Smartphone und mit weniger als 200 Gramm auch angenehm leicht.

Für eine Kompaktkamera mit siebenfachem Zoomobjektiv, überdurchschnittlich großem Sensor und Digitalsucher ist die LF1 erstaunlich klein, sie passt auch in die Sakkotasche.

Handhabung, Bildqualität, Ausstattung - die LF1 im Test.

Das gefällt: Gewicht, Sucher, Zoom

Gehäuse: Die LF1 ist mit 170 Gramm leichter als vergleichbare Kompaktkameras - und das trotz des eingebauten Suchers, der für Fotoapparate dieser Größe untypisch ist.

Bedienung: Trotz des kleinen Gehäuses ist die LF1 auch in Halbautomatikmodi und komplett manuell gut zu bedienen. Man stellt mit der linken Hand am Objektivring und dem rechten Daumen an einem kleinen Drehrad auf der Rückseite Blendenöffnung und Verschlusszeit direkt ein. Über Menüeinstellungen sind viele andere Aufnahmedetails einstellbar - die Bedienung ist gut umgesetzt. Ärgerlich ist nur, dass der Schalter zum Aktivieren des W-Lan sich nicht mit anderen Funktionen belegen lässt.

Sucher: Der Digitalsucher hat zwar keine sonderlich hohe Auflösung, aber zum Komponieren eines Bildes in direktem Sonnenlicht ist er viel besser geeignet als das spiegelnde Display an der Kamerarückseite. Der Sucher ist gut genug, um beim manuellen Fokussieren die Schärfe bewerten zu können.

Objektiv: Das Siebenfach-Zoom ist vielseitig - Weitwinkel für Landschaftsfotos, geringer Mindestabstand für Nahaufnahmen und das bei kompakter Bauweise. Der Nachteil bei einem derart kompakten Objektiv ist die Lichtstärke. Sie fällt im Zoombereich schnell ab, die Blende kann nicht mehr so weit geöffnet werden, es fällt wenig Licht auf den Sensor, die Bildqualität lässt nach, weil die Empfindlichkeit steigt. Im Weitwinkel ist das Objektiv mit f/2 allerdings recht hell, was sich auch für die Schärfegestaltung nutzen lässt. Je größer die Blendenöffnung, desto kleiner ist der in der Aufnahme scharf abgebildete Bildbereich.

Bildqualität: In der LF1 steckt derselbe Bildsensor wie im wesentlich größeren und schwereren Kompaktmodell LX7. Die Bildqualität ist für Kompaktkameras überdurchschnittlich gut, bei Tageslicht sind die Aufnahmen detailreich und scharf. Mit weit geöffneter Blende im Weitwinkelbereich kann man auch in der Dämmerung Fotos mit hoher Bildqualität aufnehmen. Der Labortest von Digitalkamera.de der Panasonic LX7 (derselbe Sensor) bestätigt diesen Seheindruck.

Signal-Rauschabstand der LX7 (Bildsensor wie in der LF1): Für eine Kompaktkamera gute Qualität
digitalkamera.de

Signal-Rauschabstand der LX7 (Bildsensor wie in der LF1): Für eine Kompaktkamera gute Qualität

Nicht so gut

Bildqualität im Zoombereich: Bei höheren Brennweiten erlaubt das Objektiv der LF1 nur eine kleine Blendenöffnung, da fällt der kleine Sensor dann irgendwann auf. Ab einer ISO-Empfindlichkeit von 400 greift die Rauschunterdrückung ein und bügelt Fehler, aber auch Details in Aufnahmen weg.

W-Lan-Funktionen: Man kann die LF1 über eine kostenlose Panasonic-App (iOS / Android) per Funk bedienen (Fernauslöser, Aufnahmen übertragen). Dazu müssen Kamera und Smartphone im selben W-Lan eingeloggt sein. Unser Modell konnte sich nicht ins Testnetz einwählen (WPA2 PSK). In das von der Kamera aufgebaute Netzwerk wählte sich ein Android-Smartphone problemlos ein.

Das Übertragen von Aufnahmen zum Smartphone dauert etwas länger, aber es funktioniert. Wer unterwegs unbedingt ein Foto online veröffentlichen will, dem bietet die Lumix-App einen leidlich komfortablen Weg. Die Online-Funktionen von Android-Smartphone-Kameras von Samsung sind zwar leichter zu bedienen, allerdings dürften unter den Aufnahmen der LF1 mehr ansehnliche sein.

Vorteile, Nachteile, Fazit

klein und leicht

Sucher hilfreich bei starkem Sonnenlicht

für diese Sensorgröße gute Bildqualität

flexible Brennweite (7,1-fach Zoom)

geringer Mindestabstand ermöglicht Nahaufnahmen

Objektiv im Zoombereich lichtschwach, nur bei viel Licht brauchbar

Die LF1 bringt eine ungewöhnliche Mischung in das sonst sehr ähnliche Angebot bei Edel-Kompaktkameras: Die Brennweite ist deutlich höher als bei Konkurrenzmodellen wie der Canon S110 oder der Fujifilm X20 - man kommt an Motive näher ran. Der Digitalsucher ist eine echte Hilfe, das W-Lan-Modul allerdings nicht ganz so sehr. Die Bildqualität ist gut. Für überragende Aufnahmen bei allen Lichtverhältnissen muss man sich allerdings einen zweiten Fotoapparat mit größerem Sensor zulegen. Die LF1 ist sehr leicht und kompakt, man kommt nah an Motive heran, kann viel manuell einstellen und Rohdaten eines überdurchschnittlichen Bildsensors speichern - eine interessante Universalkamera.

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Überblick: Kompaktkameras mit Zoom und größerem Sensor

Kamera Panasonic LF1 Fujifilm X20 Olympus XZ-2 Canon S100 Sony RX100II
günstigster Preis * (mit / ohne Objektiv) 376 518 399 209 714
Maße (Gehäuse) 10,3 x 6,2 x 2,8 11,7 x 7 x 5,7mm 11,3 x 6,5 x 4,8 9,9 x 6 x 2,8 10,2 x 5,8 x 3,6
Volumen (Gehäusell-
maße), cm³
178,808 466,83 352,56 166,32 212,96
Gewicht (mit / ohne Objektiv, Gramm) 170 330 346 198 213
Objektiv fest verbaut fest verbaut fest verbaut fest verbaut fest verbaut
Objektiv (Brennweite kb.-äquivalent) 28 - 200 mm, f/2-f/5,9 28 - 112 mm, f/2 - f/1/2,8 28 - 112 mm / f/1,8 - f/2,5 24 - 120 mm, f/2-f/5,9 28 - 100 mm, f/1.8 - f/4,9
Naheinstell-
grenze (cm)
1 1 1 3 25 cm
Auflösung (Megapixel) 12,1 12 12 12,1 20,2
Sensorgröße (cm²) 0,45 0,58 0,45 0,45 1,16
Megapixel pro cm² 26,89 20,69 26,67 26,89 17,41
Display (Diagonale Zoll / cm) 3 / 7,6 2,8 / 7,1 3 / 7,6 3 / 7,6 3 / 7,6
Display Auflösung (Pixel / Subpixel) 306.666 / 920.000 460.000 / 306.666 / 920.000 153.333 / 460.000 409.666 / 1.229.000
Dateiformat RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG RAW/JPG
Besonderheiten integrierter Blitz, Digitalsucher kein Tiefpass-Filter, optischer Sucher neigbarer Touchscreen, integrierter Graufilter integrierter Blitz, integrierter Graufilter integrierter Blitz

* Preise laut geizhals.at, Stand 7.8.2013



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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
whifferdill 14.08.2013
1. eine Kamera fotografiert niemals gut
das macht immer noch der Fotograf (wenn überhaupt)
pele der fotografie 14.08.2013
2. Bilder sind echt überzeugend! Toll weiter so!
Liebes SPON Team, wenn ich mir die Bilder anschaue, dann sehe ich, dass ihr gerade mal so 800 Meter um euer neues Gebäude fotografiert habt. Das ist echt nicht so schlimm. Aber könntet ihr die Fotos bitte jemanden machen lassen, der auch weiss wie so was geht? Die Produktfotos sehen wirklich schrecklich aus. (Backstein Bauhaus?) Und eine Textseite mit einem bisschen Gekritzel drauf? (Krass, Kamera kann Makro) Keine 10 Minuten von eurem Gebäude entfernt ist die Hafencity. Es gibt dort Gärten, Hochhäuser, Licht und Schatten, Baustellen. Bin ich der einzige, der so eine Form von Präsentation lieblos findet.
sonorian 14.08.2013
3. Nachgebessert
Vielen Dank fuer den sachlichen Bericht. Wir benutzen die Lumix-Baureihe seit dem ersten Modell, zur Zeit die DMC-ZR1 mit 8fachem Zoom. Vor allem das gute Leica-Objektiv setzt diese Kameras von der Konkurenz ab - innerhalb dieser Preisklasse. Die hier vorgestellte LF1 ist in etlichen Punkten verbessert worden, und so werden wir auch diese erwerben - zumal unsere ZR1 so langsam Alterserscheinungen zeigt. Die perfekte Alltagskamera, vor allem zum Mitnehmen. Und Innenaufnahmen ohne Kunstlicht werden auch recht gut damit, selbst mit 5-8fachem Zoom (es kann ja auf Wunsch auch laenger belichtet werden...Ministativ, Selbstausloeser usw. usf.). Fuer die anspruchsvolleren Aufnahmen wird weiterhin "die Grosze" genommen; aber auch immer weniger. Nur wenn's an die Architektur und tolle Portraits geht, braucht man einfach'ne SLR...
zensorsliebling 14.08.2013
4. Ich frage mich seit langem....
was der Leser von diesen Artikeln halten soll. OK, es gibt eine neue kompakte Digitalkamera. Die hat wieder mehr Pixel, weniger Gewicht oder ein kleineres Gehäuse aber sonst? Reicht es nicht, wenn zahlreiche "Fachmagazine" solche Kameras hoch und runterschreiben. Die sind schon schlecht, aber SPON noch ist schlechter. Kommt den Hersteller ein solcher "redaktioneller" Beitrag teurer oder billiger als eine Anzeige in der Printausgabe?
Bernd.Brincken 15.08.2013
5. Makro-Eigenschaften bitte etwas genauer
"Kommt nah ran" ist etwas dünn, und auch im Text erfährt man dann dazu nichts genaueres mehr. Der Mindestabstand von 1 cm ist vermutlich wieder nur bei Weitwinkel gültig. Aber wie sieht der Abbildungsmaßstab bei Tele aus? Denn einem Frosch kann man i.a. nicht auf 1 cm zu Leibe rücken. Manche Digicams erlauben bei Tele nicht näher als 1 m an das Subjekt zu gehen - in der Praxis eher unbrauchbar.
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