Panasonic SZ7: So gut ist die 160-Euro-Kamera

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Zehnfach-Zoom, schnelle Serienbilder, 116 Gramm leicht: Die Panasonic SZ7 ist für eine der billigsten Kompaktkameras gut ausgestattet. Weniger als 160 Euro kostet der Fotoapparat im Handel. Der Test zeigt, welche Bildqualität man zu dem Preis erhält.

160-Euro-Kamera: So fotografiert die Panasonic SZ7 Fotos
SPIEGEL ONLINE

Die Panasonic SZ7 ist eine der billigsten Digitalkameras. Um die 160 Euro kostet der Fotoapparat derzeit im Online-Handel, die technische Ausstattung ist dafür beachtlich. Die Brennweite (25 bis 250 mm) und die größtmögliche Blendenöffnung (f/3,1) des Objektivs zum Beispiel sind identisch mit Nikons 300 Euro teurer Android-Kamera S800c. Die SZ7 zoomt nah heran, lässt aber nicht besonders viel Licht durchs Objektiv auf den Sensor fallen. Bildqualität, Handhabung, Geschwindigkeit - wie gut ist die 160-Euro-Kamera?

Das gefällt: Serienbilder, Einstellmöglichkeiten, Bildqualität

Bildqualität: Außergewöhnlich gut sind die Aufnahme der SZ7 nicht - aber die Bildqualität ist vergleichbar mit der teurerer Kameras wie der Nikon S800c oder der Samsung Galaxy Camera. Im Vergleich zu einem Smartphone wie dem iPhone 4 ist die Aufnahmequalität der SZ7 überlegen. Farben gibt die SZ7 natürlich wieder, auch in Aufnahmesituationen, bei denen das iPhone 4 graue Flächen teilweise rosa färbt. Das Bildrauschen ist bei der SZ7 bei niedrigen ISO-Empfindlichkeiten (100) nicht sichtbar. Allerdings sieht man auch bei solchen Tageslichtaufnahmen, dass die SZ7 feine Details nicht wiedergibt. Doch solche Mängel fallen nicht besonders auf, wenn man die Aufnahmen verkleinert betrachtet - also im Web oder auf kleinformatigen Ausdrucken.

Objektiv: Die Brennweite ist ein Vorteil, mit dem Zehnfach-Zoom kommt man nah ran, im Weitwinkelbereich (25 mm) ist die SZ7 gut geeignet für Landschaftsaufnahmen, Stadtpanoramen oder Gruppenfotos.

Serienbilder: Mit der SZ7 kann man binnen einer halben Sekunde vier Fotos in voller Auflösung (12,5 Megapixel) aufnehmen. Das ist für Schnappschüsse ideal - die Wahrscheinlichkeit einer gelungenen Aufnahme unter vielen mit merkwürdiger Mimik ist viermal so hoch.

Handhabung: Die Tasten am Gehäuse der SZ7 sind für eine schnelle Bedienung gut gewählt. Aufnahmemodi, Makro und Belichtungskorrektur lassen sich direkt aufrufen. Ein Schnellwahlmenü führt zur Einstellung von ISO-Empfindlichkeit und Weißabgleich. Diese Einstellmöglichkeiten fehlen dem iPhone und den meisten Smartphone-Kameraprogrammen. Die Auswahl der ISO-Empfindlichkeit ermöglicht auch eine rudimentäre manuelle Bedienung der SZ7. Stellt man die Kamera auf ISO 100, passt die Kamera die Belichtungszeit an. So kann man nachts - Stativ oder eine feste Unterlage für den Fotoapparat vorausgesetzt - rauscharme Fotos machen, auf denen Objekte in Bewegung verschwimmen.

Nicht so gut: lichtschwaches Objektiv, eingeschränkte Bedienung

Blende: Der größte Nachteil der SZ7 ist die Blendenöffnung (f/3,1). Sie ist vergleichsweise klein. Es fällt also wenig Licht auf den Sensor, und die Kamerasoftware muss die ISO-Empfindlichkeit erhöhen. Je höher die ISO-Empfindlichkeit, desto stärker das Bildrauschen. Das ist bei einem kleinen Bildsensor wie dem der SZ7 schon ab ISO 400 deutlich sichtbar. Objektive mit derart kleiner Blendenöffnung sind in der Preisklasse unter 200 Euro üblich, die Nikon S9100 hat sogar eine noch etwas kleinere (f/3,5), ebenso die Sony WX100 (f/3,3). Mit etwas Glück kann man für 200 Euro eine gebrauchte Edelkompakte wie die Canon S90 kaufen - die hat mit f/2 ein wesentlich helleres Objektiv.

Vorteile, Nachteile, Fazit

Objektiv mit Brennweite von Weitwinkel bis 10-Fach-Zoom

hohe Serienbild-Geschwindigkeit (Schnappschusstauglich) mit voller Auflösung

ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Belichtungskorrektur einstellbar

Bildqualität höher als bei fast allen Smartphones

bei schlechter Beleuchtung nur sehr eingeschränkt nutzbar

Bildqualität nicht ausreichend für Vollansicht

Verschlusszeit und Blendenöffnung nicht einstellbar

Die SZ7 ist Smartphones in einigen Punkten überlegen: Sie bietet einen optischen Zoom und man kann die ISO-Empfindlichkeit direkt einstellen. Die Bildqualität ist etwas besser als bei den meisten Smartphones. Wer ein mittelmäßiges Smartphone (also kein Nokia Pureview oder iPhone 5) hat, dürfte mit der SZ7 bessere Fotos machen. Als preiswerte Schappschusskamera ist die SZ7 ihre 160 Euro wert.

Wer Wert auf Bildqualität legt und mit verschiedenen Einstellungen experimentieren will, wird an der SZ7 trotz des niedrigen Preises keine Freude haben. Da lohnt es sich, ein älteres Modell einer Edelkompakten zu kaufen, zum Beispiel der Canon S90 oder Panasonic LX3. Diese Kameras haben hellere Objektive, mehr Einstellmöglichkeiten und machen wesentlich klarere, detailreichere Aufnahmen und speichern auch in RAW-Formaten.

Das sagen die anderen: Cnet bewertet die SZ7 zum Preis von 150 Dollar als "gutes Angebot" angesichts der "Geschwindigkeit, Brennweite und geringen Gehäusegröße". Wenn man Fotos nur als kleine Abzüge oder im Web nutze, sei die SZ7 eine preiswerte Wahl. Das Photographyblog lobt die Farbwiedergabe der SZ7 bei Haut- und Erdtönen, zu empfehlen seien Aufnahmen aber nur mit der niedriger ISO-Empfindlichkeit.

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Komapktkameras und Smartphones im Überblick
Kamera Panasonic SZ7 Nikon S800C Samsung Galaxy Camera Olympus XZ-2 iPhone 4
günstigster Preis * 159,99 294 449 539,9 391
Maße (Gehäuse) 9,9 x 5,9 x 2,1 11,1 x 6 x 2,7 12,9 x 7,1 x 1,9 11,3 x 6,5 x 4,8 11,5 x 5,86 x 0,93
Volumen (Gehäuse-maße), cm³ 179,82 188,727 352,56 62,6727
Gewicht 116 184 305 346 137
Objektiv 1/3,1 - 1/5,9 f/3,2 - f/ 5,8 f/2,8- f/5,9 f/1,8 - f/2,5 f/2,4
Objektiv (Brennweite kb.-äquivalent, mm) 25-250 25-250 23 - 483 28-112 -
Mindest-abstand (cm) - 10 1 -
Auflösung (Megapixel) 14,1 16 16 12 8
Sensorgröße (cm²) 0,28 0,28 0,28 0,43 0,155
Megapixel pro cm² 50,35714286 57,14 58,2 27,91 51,61
Display (Diagonale Zoll / cm) 3 / 7,6 3,5 / 8,89 4,8 / 12,19 3 / 7,6 3,5 / 8,89
Display Auflösung (Pixel / Subpixel) 153.333 / 460.000 273.000 / 819.000 921.600 / 2.764.800 306.666 / 920.000 614.400 / 1.843.200
Dateiformat JPG JPG JPG JPG / RAW JPG
Besonderheiten - Touchscreen, Android 2.3.3, GPS, W-Lan Android 4.1, GPS, Glosnass, 8 Gb interner Speicher, microSD-Card, SIM-Slot, W-Lan Touchscreen, Bildschirm neigbar Touchscreen, iOS, 3G
Sunspider Standardbrowser (Javascript Benchmark, weniger ist besser) ** - - 1802,4 - 1816,2
An3DBenchXL (Grafikleistung, mehr ist besser) - - 29612 - -
* günstigster Preis im deutschen Online-Handel (laut geizhals.at, Stand 21.11.2012

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Empfehlung unter 200 Euro?
Konrad Lischka SPIEGEL ONLINE 28.12.2012
Was würden Sie kaufen, wenn Sie nur wenig Geld für eine Digitalkamera ausgeben können - ein älteres, gebrauchtes Modell wie die LX3 oder S90 oder eine neue Kompaktkamera mit kleinerer Blendenöffnung?
2. Soll das ein Scherz sein?
Flans 28.12.2012
Zitat: "Die Panasonic SZ7 ist eine der billigsten Digitalkameras." Für 160 Euro? Kompakte Superzoom-Modelle haben seit geraumer Zeit dieses Preisniveau erreicht - eine kaum zu überblickende Menge anderer Digitalkameras ist noch günstiger zu bekommen. Weshalb also die Herausstellung dieses Modells? Persönliche Vorliebe des Autors? Verdeckte Werbung? Weihnachtsgeschenk? Inkompetenz? Scherz?
3. Eine Kamera kann noch so billig sein,
anbue 28.12.2012
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEZehnfach-Zoom, schnelle Serienbilder, 116 Gramm leicht: Die Panasonic SZ7 ist für eine der billigsten Kompaktkameras gut ausgestattet. Weniger als 160 Euro kostet der Fotoapparat im Handel. Der Test zeigt, welche Bildqualität man zu dem Preis erhält. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/panasonic-sz7-im-test-a-872811.html
wenn deren "Objektive in Bewegung verschwimmen" werd ich sie nicht kaufen.
4. Was soll der Handy Vergleich?
Alexwei 28.12.2012
Ein sinnloser Artikel! Sind Handycams heutezutage die Referenz für die Fotoqualität von Digitalknipsen? Ein Scherz...!
5.
z_beeblebrox 28.12.2012
Zitat von AlexweiEin sinnloser Artikel! Sind Handycams heutezutage die Referenz für die Fotoqualität von Digitalknipsen? Ein Scherz...!
Ist das baldige Sylvester nicht immer schon ein Zeitpunkt gewesen, nen netten Schwerz anzubringen !? Zum Thema Handycams - hier ein Originaldialaog: Danke für die Bilder! Die sind aber arg klein *** - gibts die ev. ein bissl größer? Wäre prima !!! Antwort: größer krieg ich die Bilder nicht,das liegt wohl am Mac *** die Bilder waren 340 x 240 Pixel !!! Aufgenommen mit einem eifon Einen Kommentar verkneif ich mir mal ;)
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Fototechnik-Fachbegriffe
Konrad Lischka
Klicken Sie auf die einzelnen Begriffe, um die Definitionen zu lesen
Brennweite
Konrad Lischka
Die Brennweite gibt eine Entfernung innerhalb des Objektivs einer Kamera an. Genauer: Die Brennweite ist der in Millimetern angegebene Abstand zwischen der Mittelachse der Linse und der Stelle, wo das einfallende Licht auf Sensor oder Film trifft. Relevant ist das für die Bildgestaltung so: Je höher die Brennweite, desto näher wird das abgebildete Objekt herangezoomt.

Die Brennweite verändert auch die Bildwinkel der Aufnahme. Hier spielen aber auch die verschiedenen Aufnahmeformate (sprich: Wie groß ist das auf den Sensor der Kamera einfallende Bild?) eine Rolle. Deshalb geben Hersteller meistens die sogenannte kleinbildäquivalente Brennweite (Equiv.135) an.

Kleinbildbrennweiten werden mit Werten wie zum Beispiel 24-60 mm bei digitalen Kompaktkameras angeben. Wenn ein solches Objekt den Bereich zwischen 17 und 35 mm umfasst (siehe Foto: links 35 mm, rechts 28 mm), sind Weitwinkelaufnahmen möglich (hilfreich, um zum Beispiel Menschengruppen oder Bauwerke aus nicht allzu großer Entfernung aufzunehmen), ab 50 mm ist man schon im leichten Telebereich.
Blendenöffnung
Für eine Kamera ist die Blende, was die Iris für das Auge ist: Diese Öffnung hat eine veränderbare Größe, und je größer sie ist, desto mehr Licht fällt ein. Bei kompakten Digitalkameras kann die Blende manchmal, bei Spiegelreflexkameras meistens auf Wunsch manuell eingestellt werden. Angegeben wird sie dabei mit der sogenannten Blendenzahl (wie um Beispiel 8, 5,6 oder 2,8).

Je größer die Blendenzahl (oft angegeben mit f/Blendenzahl), umso kleiner ist die Blendenöffnung. Konkret: Bei der Blendenzahl 4 ist die Blendenöffnung doppelt so groß wie bei der nächst höheren Blendenzahl 5,6. Die Blendenzahlen beruhen auf einer mathematischen Formel, nach der sich die sogenannte Blendenreihe berechnet. Hier verkleinert sich von Stufe zu Stufe die Blendenöffnung (0,5 / 0,7 / 1 / 1,4 / 2,8 / 4 usw.

Mehr Licht durch eine große Blendenöffnung ermöglicht eine kürzere Verschlusszeit. Eine möglichst kurze Verschlusszeit ist nötig, um sich schnell bewegende Objekte möglichst scharf aufzunehmen. Wer zum Beispiel einzelne Szenen eines Basketballspiels einer nicht allzu hell beleuchteten Sporthalle aufnehmen will, kann eine kleinere Blendenzahl (also eine größere Blendenöffnung) wählen und dafür die Verschlusszeit verkürzen. Als Richtwert gilt dabei: Ein Stufe abwärts in der Blendenreihe erlaubt eine gleichzeitige Halbierung der Belichtungszeit.

Gleichzeitig beeinflusst die Größe der Blendenöffnung die sogenannte Schärfentiefe. Grundregel: Je kleiner die Blendenzahl (und je größer somit die Blendenöffnung), desto geringer die Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe bedeutet: Das Motiv im Vordergrund ist scharf, der Hintergrund ist unscharf. Große Schärfentiefe bedeutet, dass die Partien im Vorder- und Hintergrund scharf auf dem Bild erscheinen.
Verschluss-/ Belichtungszeit
Wie lange die Blende geöffnet ist, wie lange also Licht auf den Sensor der Kamera fällt, gibt die Belichtungszeit an. Je länger diese Verschlusszeit ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor.

Diese Verschlusszeit wird meistens in Sekundenbruchteilen angegeben. 1/1000 ist zum Beispiel eine tausendstel Sekunde. Bei Kompaktkameras kann die Verschlusszeit manchmal, bei Spiegelreflexkameras immer auch manuell eingestellt werden. Angeben wird sie in Zeitstufen (wie 0,5"; 1/4; 1/8; 1/15; 1/30; 1/60; 1/125 usw.). Je größer die Zeitstufe, umso länger ist der Verschluss geöffnet.

Bei einer kurzen Verschlusszeit erscheinen auf dem Bild sich schnell bewegende Objekte scharf, bei längeren Verschlusszeiten wirken sie verwischt, das ist die sogenannte Bewegungsunschärfe. Verwendet man bei solchen Aufnahmen mit längeren Belichtungszeiten kein Stativ oder zumindest eine feste Unterlage für die Kamera, verwackeln die Aufnahmen oft durch die Bewegung der Hand. Ruht die Kamera auf einer festen Unterlage, kann man mit längeren Belichtungszeiten zum Beispiel Autos auf Fotos verwischt erscheinen lassen, während alle statischen Objekte in der Umgebung scharf erscheinen.

Bei sehr kurzen Belichtungszeiten ist eine starke Beleuchtung oder eine entsprechend große Blendenöffnung nötig, um ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Grundregel: Stellt man eine Zeitstufe größer ein, kann man eine Blendenzahl weniger einstellen.
Schärfentiefe
Konrad Lischka
Schärfentiefe meint den Bereich in einer bestimmten Entfernung der Kamera, der auf dem Foto als scharf erscheint - je größten dieser Entfernungsbereich ist, umso größer ist die Schärfentiefe.

Konkret: Geringe Schärfentiefe bedeutet, dass das Motiv im Vordergrund scharf, der Hintergrund aber unscharf ist. Große Schärfentiefe bedeutet: Die Partien im Vorder- und Hintergrund erscheinen auf dem Bild scharf. Die Schärfentiefe eines Bildes hängt unter anderem von der Größe der Blendenöffnung ab, aber auch von der Brennweite des Objektivs und dem Bildformat beziehungsweise der Sensorgröße.
Sensorgröße
Die Größe des Fotosensors einer Digitalkamera beeinflusst neben anderen Faktoren die Qualität der Fotos. Angegeben wird die Größe oft in Standardgrößen wie 1/2,3 Zoll oder 1/1,7 Zoll. Diese Größen sind von einem Format für TV-Kameras aus den fünfziger Jahren übernommen, haben keinen direkten Zusammenhang mit der Oberfläche des Sensors.

Einige Beispiele für Sensorgrößen:

- 1/2,3", z.B. Pentax Q: 0,28 cm²
- 1/1,7", z.B. Canon G12, Canon S100: 0,43 cm²
- 2/3", z.B. Fujifilm X10:0,58 cm²
- 1", z.B. Nikon J1, Sony RX100: 1,16 cm²
- 4/3", z.B. Panasonic GF3: 2,25 cm²
- Canon G1X: 2,62 cm²
- Canon APS-C, z.B. 7D: 3,32 cm²
- Nikon DX, z.B. Nikon D90: 3,72 cm²
- Sony APS-C, z.B. Nex-5n: 3,81 cm²
- Kleinbild-Vollformat, z.B. Canon 5D Mark II, Nikon D700, Sony A900: 8,64 cm²
- Mittelformat, z.B. Pentax 645D: 17,28 cm²

Ein Problem bei der Sensorgröße entsteht, wenn auf der gleichen Fläche immer mehr Fotodioden untergebracht werden. Sprich: Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung (gemessen in Megapixel) wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Fotodioden auf einer kleineren Oberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jede einzelne der Fotodioden, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen, das sogenannte Bildrauschen, mit sich bringt.
Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert
Konrad Lischka
Wie lichtempfindlich Filmmaterial ist, wird unter anderem mit den sogenannten ISO-Werten angegeben. Ein Film mit ISO 200 ist doppelt so lichtempfindlich wie ein ISO-100-Film, bei ISO 400 verdoppelt sich die Lichtempfindlichkeit gegenüber ISO 200 und so weiter.

Bei Digitalkameras haben die Hersteller diese Skala übernommen, um die Empfindlichkeit anzugeben. Wenn in einem dämmrigen Umfeld die Verschlusszeit wegen Verwacklungsgefahr nicht stark genug erhöht werden kann und eine allzu große Blendenöffnung wegen des Verlusts an Schärfentiefe nicht erwünscht ist, kann die Empfindlichkeit erhöht werden, um eine ausreichende Belichtung zu gewährleisten. Hebt man die ISO-Stufe um einen Schritt an, kann die Verschlusszeit zum Beispiel um einen Schritt vermindert werden.

Bei Digitalkameras verstärkt die Software das auf dem Sensor eingehende Signal. Dabei verstärkt die auch die Störungen, das sogenannte Bildrauschen nimmt zu.
Megapixel
Der Megapixel-Wert gibt die Auflösung einer Digitalkamera an, also wie viele Bildpunkte der Sensor erfasst. Ein Megapixel entspricht einer Million Bildpunkte. Aus der Pixelmenge resultiert die Rasterung beim Druck der Fotos - je höher die Auflösung, desto größer können die Fotos gedruckt werden, ohne dass die Pixel sichtbar werden.

Laut Kodak genügt für einen Ausdruck in A4-Format (20x30 cm) in guter Qualität eine Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln (2,4 Megapixel), für optimale Qualität ist eine Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln (3,1 Megapixel) nötig.

Eine digitale Kompaktkamera mit derselben Auflösung wie eine Spiegelreflexkamera bringt dieselbe Menge an Bildpunkten auf einer kleineren Sensoroberfläche unter. Eine Folge: Auf der kleinen Fläche erreicht weniger Licht jeden einzelnen der Bildpunkte, das Signal muss daher verstärkt werden, was wiederum mehr Störungen durch das sogenannte Bildrauschen mit sich bringt.
Bildrauschen
Konrad Lischka
Die Ursache für das Bildrauschen sind physikalische Effekte auf dem Bildsensor und den dort untergebrachten Fotodioden, vor allem den sogenannten Dunkelstrom. Wie stark diese Effekte im Foto sichtbar (siehe Foto mit 1600 ISO) sind, hängt von mehren Faktoren ab:

- Bei gleicher Auflösung rauschen Sensoren mit kleinerer Oberfläche stärker als größere.

- Je stärker die Lichtempfindlichkeit der Kamera eingestellt ist, umso stärker ist das Rauschen, da das vom Sensor eingehende Signal verstärkt wird - einschließlich der Störungen.

- Je wärmer der Sensor ist, umso stärker ist das Bildrauschen.

Digitalkameras nutzen diverse Software-Routinen, um das Bildrauschen schon beim Abspeichern einer Aufnahme herauszurechnen. Die Hersteller nutzen verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Ergebnissen. Manchmal beeinträchtigt die Rauschunterdrückung wiederum die Schärfe eines Bildes sichtbar.

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