Patentantrag Sony will Googles Cyberbrille Konkurrenz machen

Sony will ein bisschen mehr wie Google werden. In den USA hat der Elektronikkonzern ein Patent für eine Datenbrille eingereicht, die dem Google-Projekt Glass zu ähneln scheint. Bisher zeichnen sich Sonys Cyberbrillen durch andere Attribute aus.

Sony

Sony ist offenbar schon seit Jahren damit beschäftigt, ein Produkt zu entwickeln, das man heute als Konkurrenzmodell zu Googles Projekt Glass betrachten kann. Ein Patentantrag, der jetzt in den USA veröffentlicht wurde, zeigt, wie sich die Japaner ihr Gegenstück vorstellen. Der entsprechende japanische Patentantrag stammt offenbar schon aus dem Jahr 2008 - liegt also deutlich vor der Google-Glass-Vorstellung.

Googles Datenbrille soll unseren Umgang mit Informationen unterwegs vollkommen verändern. Sie soll Informationen zur Umgebung in Echtzeit aus dem Internet laden und ins Blickfeld des Trägers einblenden. Unter der Bezeichnung Augmented Reality kennt man ähnliche Angebote schon seit einigen Jahren. Meist aber handelt es sich dabei um Smartphone-Apps wie Wikitude, Junaio oder Layer, die ortsgebundene Informationen ins Bild der Handykamera einblenden. Das ist brauchbar, aber immer etwas umständlich.

Ebenso umständlich für die Nutzung unterwegs wären auch Sonys bisherige Cyberbrillen. Die HMZ-T1 genannte erste Version davon war noch schwer und sperrig, das Nachfolgemodell HMZ-T2 ist deutlich leichter. Doch beide bemühen sich, die Außenwelt möglichst hermetisch vom Anwender auszusperren. Deshalb werden sie auch in Sonys Unternehmensbereich Home Entertainment als 3-D-Kopfkino beworben. Mit Augmented Reality haben sie nichts zu tun, sind eher 3-D-Fernseher zum Aufsetzen.

Wo ist die Elektronik?

Ganz anders die Brille, die Sony in seinem Patentantrag als "Head-mounted display apparatus", also als am Kopf zu tragenden Bildschirm bezeichnet. Zeichnungen und Beschreibung zeigen eine Brille, die fast wie eine gewöhnliche Sonnenbrille aussieht, wären da nicht die beiden Scheuklappen, die an die Brillengläser montiert sind. Sie sind zwei winzige Projektoren, die das Bild ins Blickfeld des Anwenders projizieren sollen. Indem man die Position der Projektoren ändert, lassen sich Position und Größe des eingeblendeten Bildes verändern.

Das erinnert an die Airscouter-Datenbrille des Druckerherstellers Brother. Die allerdings verfügt über nur einen solchen Mini-Bildschirm, während das Sony-Gerät derer zwei haben soll. Zudem soll die Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten (Full HD) weit höher sein als die der Brother-Brille. Letztere ist allerdings auch primär als Arbeitsgerät gedacht, beispielsweise für Flugzeugmechaniker, die sich Montageanleitungen oder Schaltpläne ins Blickfeld einblenden lassen. Etwas anderes wäre mit dem Gerät auch kaum denkbar, das mehrere Adapterkabel und Anschlussboxen benötigt.

Wann kommt sie?

Sonys Datenbrille dagegen, ist ganz offensichtlich primär zur Unterhaltung gedacht. Dafür sprechen neben der hohen Auflösung die integrierten Kopfhörer, die es schon bei der HMZ-T1 gab. Allerdings verrät das Patent auch nicht, wo die Bildelektronik und Akkus stecken sollen oder wie die Brille an Zuspielgerät angeschlossen werden soll. Ähnliche Unwägbarkeiten gibt es auch bei Googles Glass: Die Brillen sehen stets elegant aus, unklar ist aber, ob sie womöglich eine externe Elektronikbox benötigen. Aufklärung kann man von der Entwicklerkonferenz Google I/O erwarten, die Mitte Mai in San Francisco stattfindet.

Ob Sony bis dahin auch mehr zu seiner Datenbrille verrät, ist unklar. Nicht immer steht hinter einem solchen Antrag ein konkretes Produkt. Und wenn doch, hat Sony noch reichlich Zeit, um Google zuvorzukommen. Der Internetkonzern will seine Glasses erst 2014 regulär auf den Markt bringen.

mak

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Jule29 26.03.2013
1. .
Zitat von sysopSonySony will ein bisschen mehr wie Google werden. In den USA hat der Elektronikkonzern ein Patent für eine Datenbrille eingereicht, die dem Google-Projekt Glass zu ähneln scheint. Bisher zeichnen sich Sonys Cyberbrillen durch andere Attribute aus. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/patentantrag-sony-macht-googles-cyberbrille-konkurrenz-a-890970.html
ALS!! Verdammte Hacke! Es ist der Komparativ und nicht der Positiv und daher heißt es "ALS" und nicht wie!! Die deutsche Sprache sollte man als Autor bei SPON schon beherrschen und nicht "Falschdeutsch" reden! Demnächst steht noch unter einem Bild mit einer Frau an einer Bushaltestelle sowas wie "Die Frau, wo an der Haltestelle steht, [...]" Also, Autor: Weniger "Der Freitag" lesen und lieber mal im Duden stöbern!
retrokind 26.03.2013
2.
Jule.... Schnapp dir etwas Hirn und schau nochmal im Duden nach. Klappt schon irgendwann mal mit der Interpretation fremder Texte.. Wenn Einer gerne wäre WIE ein Anderer dann gehört da KEIN "als" hin. Lesen, Denken, Posten! Diese Reihenfolge macht Sinn...
Dumme Fragen 26.03.2013
3. Sony baut seit 20 Jahren...
solche Datenbrillen - sucht mal nach "Sony Glasstron"...
Menlo Park 26.03.2013
4. Ein Blick ins Wörterbuch hilft bei der Formulierung
Dieser Beitrag scheint mit der heißen Feder mehr schlecht als recht aus dem Englischen "übersetzt" zu sein. Berichte zu Offenlegungen des USPTO (US-Patentamt) sind ja gerade Mode. Allerdings sind "patent applications" nun einmal PatentANMELDUNGEN - der Begriff PatentANTRAG mag in noch sovielen Foren als Laiensprech verwendet werden, PatentANTRÄGE gibt es schlicht und einfach nicht. Auch kann man keine Patente "einreichen". Eingereicht werden (Patent)Anmeldungen. Ein Patent wird nur nach bestandener Patentprüfung vergeben.
lattifix 26.03.2013
5. Wenn schon Erbsen zählen,
Zitat von retrokindJule.... Schnapp dir etwas Hirn und schau nochmal im Duden nach. Klappt schon irgendwann mal mit der Interpretation fremder Texte.. Wenn Einer gerne wäre WIE ein Anderer dann gehört da KEIN "als" hin. Lesen, Denken, Posten! Diese Reihenfolge macht Sinn...
dann auch genau! Man kann keinen "Sinn machen". Alles mögliche ist machbar - aber Sinn? SCNR
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