Patentstreit mit Nokia: Apple reicht Gegenklage ein

Apple verklagt den Konkurrenten Nokia. Der finnische Konzern verletze 13 Patente, die der iPhone-Hersteller halte, so ein Unternehmenssprecher. Die Klage gilt als Reaktion auf eine Patentklage, die Nokia kürzlich gegen Apple eingereicht hatte.

iPhone: Hersteller Apple wirft Nokia vor, Patente verletzt zu haben Zur Großansicht
AFP

iPhone: Hersteller Apple wirft Nokia vor, Patente verletzt zu haben

Cupertino - "Andere Unternehmen müssen mit uns konkurrieren, indem sie ihre eigene Technologie erfinden, nicht durch den Diebstahl unserer", heißt es in einer Erklärung von Apple. Nokia habe 13 Patente verletzt.

Nokia hatte Apple seinerseits erst im Oktober 2009 wegen angeblicher Patentsverletzungen verklagt. Nokia erklärte damals, das Unternehmen habe 40 Milliarden Euro in die Entwicklung von mobilen Kommunikationsstandards investiert. Apple habe mit der Einführung des iPhone zehn Nokia-Patente widerrechtlich verwendet. Es gehe dabei um die Anwendung von Übertragungsstandards für GSM, UMTS (3G WCDMA) und W-Lan-Standards.

Klage und Gegenklage sind der vorläufige Höhepunkt einer wachsenden Rivalität zwischen Nokia, nach wie vor Weltmarktführer im Handymarkt, und dem Branchenemporkömmling Apple. Seit der Einführung des ersten iPhone im Jahr 2007 hat der finnische Konzern besonders im Bereich Smartphones kräftig Marktanteile an den Computer- und iPod-Hersteller Apple verloren.

Nokia hat im dritten Quartal 2009 erstmals seit 16 Jahren Verluste eingefahren. Als einer der wichtigsten Gründe gilt der fehlende Erfolg der Finnen beim Geschäft mit den besonders ertragreichen und wachstumsträchtigen Smartphones. Hier liegt Apple mit dem iPhone vorn.

Das kalifornische Unternehmen und Firmenmitgründer Steve Jobs konnten, ganz anders als Nokia, vor wenigen Tagen das profitabelste Quartal der Firmengeschichte melden. Das iPhone zeigte sich dabei als immer wichtigerer Stützpfeiler des Apple-Umsatzes. Rund 7,4 Millionen Exemplare des Kult-Handys konnte Apple im vergangenen Quartal absetzen. Bei einem Umsatz von 9,87 Milliarden US-Dollar blieb dem Unternehmen ein Nettogewinn von 1,67 Milliarden Dollar.

Zudem dient das Mobiltelefon als Geldbringer durch den Verkauf von Handy-Software in Apples Onlineshop App Store. Seit dessen Einführung vor etwas mehr als einem Jahr sind von dort bereits mehr als zwei Milliarden Programme heruntergeladen worden. An den Umsätzen kostenpflichtiger Downloads ist Apple prozentual beteiligt.

cis/Reuters/dpa

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