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Highend-Player Pono: Neil Young übernimmt Chefposten bei Musik-Start-up

Neil Young als Firmenchef: Rocken für einen besseren Sound Fotos
Getty Images

Mehr als sechs Millionen Dollar hat Neil Young für sein Projekt Pono gesammelt. Das Start-up hat einen digitalen Musik-Player entwickelt, der viel besser als MP3-Spieler und Handys klingen soll. Nun wird der Rockstar auch Chef der Firma.

San Francisco - Der kanadische Musiker Neil Young ist mit 68 Jahren Firmenchef geworden. Young übernahm den Spitzenjob bei dem von ihm ins Leben gerufenen Start-up Pono, das ein Abspielgerät und einen Download-Dienst für Musik in besonders guter Qualität auf den Markt bringen will. Pono nahm dafür bei Internetnutzern gut 6,2 Millionen Dollar ein. Young ist die treibende Kraft hinter dem Projekt, hatte aber die Firmenführung bisher anderen überlassen.

Der Dienst werde bis Ende des Jahres in den USA, Kanada und Großbritannien starten, gab am Montag die Musikplattform Omnifone, die den Download-Shop als Partner betreiben soll, bekannt. Omnifone hat rund 35 Millionen Songs in hoher Qualität im Angebot.

Während mobile Musikplayer mit dem Vormarsch der Smartphones bereits totgesagt wurden, zeigt das Interesse an Youngs Idee, dass es zumindest einen potenziell lukrativen Nischenmarkt für Musik in hoher Qualität gibt. Den angestrebten Betrag von 800.000 Dollar hatte das "PonoPlayer"-Projekt schon am ersten Tag eingesammelt. Bisher hieß es, die PonoPlayer der ersten Generation sollen im Oktober für 399 Dollar auf den Markt kommen. Die Entwickler setzen nicht auf verlustbehaftete Kompressionsformate wie MP3 oder AAC, sondern auf das verlustfreie Format FLAC mit hoher Auflösung. Die FLAC-Dateien klingen besser, sind aber auch grundsätzlich größer.

mak/dpa

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insgesamt 13 Beiträge
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1. Revolutionär?
vhn 14.07.2014
Kann mir bitte jemand erklären, was jetzt das Revolutionäre am Ponoplayer ist? Es gibt ja wohl schon genügend Player, die Lossless abspielen. Außerdem sieht das Ding (über Geschmack lässt sich streiten) nicht besonders schön aus...
2. Zwischenlösung
W. Robert 14.07.2014
Worum geht es? Mit Flac kann man CD-Daten verlustfrei etwa um die Hälfte schrumpfen, und ich habe längst meine gesamte CD-Sammlung mit Flac abgespeichert. Bei Youngs „Pono“ geht es aber um 24 bit Musik, diese Tonqualität kennt man von der Blu Ray als DTS oder Master Audio. Das ist über eine gute Anlage dem 16 bit Format tatsächlich überlegen. Und hier beginnt auch das Problem: Das erfordert einen guten Digital-Analogwandler, der bislang im Kleinformat einfach nicht existiert. Zudem liegt eben fast die gesamte „Rockhistory“ nur im 16 Bit Format vor. Dazu kommt noch die begrenzte Speicherkapazität des Mobilplayers. Da bin ich skeptisch, ob das viel mehr als ein Spielzeug wird. Ich speichere meine 24 bit Files auf der Festplatte, und spiele sie mit einem Mediaplayer und einem guten DA-Wandler über meine Hifi-Anlage ab. Viel besser geht das nicht. Vielleicht setzen ja auch bald die Spitzenhandys auf die 24.Bit-Technik. An eine gute stationäre Anlage kommt das aber nicht heran. Richtig ist: Die CD entspricht längst nicht mehr der Studioqualität eines 24 Bit Masters, und die 24 Bit Files werden schon allmählich einen Nischenmarkt erobern.
3. 24Bit? Quatsch
hjanko 14.07.2014
Hallo, wenn ich meine Vinylscheiben digitalisiere, dann mit 24Bit 88,2khz. Warum? Weil ich es kann, nicht weil es notwendig wäre.. Meine CD-Sammlung die ich auf die HD Rippe, rippe ich mit Flac UND Lame 192kbit/s vbr. Warum? weil ich es kann und weil Speicherplat mittlerweile kein Problem mehr ist. Wenn ich dann aber mit Foobar einen abx Vergleich mache, höre ich keinen Unterschied mehr. Warum? Weil es nicht mehr hörbar ist, 192kbit/s vbr mit dem Lame encoder oder ogg oder aac oder wma ist kein Unterschied mehr zu hören. Genau so wenig wie zwischen Verstärkern oder CDPlayern. Und ja ein 200€ Denon kann keiner da draussen von einem 20.000€ wasauchimmer Boliden Unterscheiden. Klangunterschiede gibt es nur noch durch Aufnahme, Raumakustik und Lautsprechern. Alles andere ist Voodoogeschwafel und Lüge. Achja was vergessen - wenn man als mp3 Kodierer den ersten original Fraunhofer nimmt oder gar den lausigen Blade, dann hört man was. Aber sonst - vergesst es, spart euch euer Geld für die Musik selber.
4. Wozu?
Rahvin 14.07.2014
Ich verstehe das Getue um diesen Player nicht ganz. Das FLAC-Format ist nahezu verlustfrei. Okay. Mein MP3-Player kann diese Riesendateien wiedergeben. Über USB- oder Aux-Anschluss kann man den Player auch im Auto anschließen und dann FLAC-Dateien anhören. Okay. Aber was den Player so besonders macht, verstehe ich nicht. Abgesehen davon, dass Bruce Springsteen und andere Musiker diesen Player in den höchsten Tönen loben, was aber auch einzig und allein der Tatsache geschuldet sein kann, dass eben Neil Young das Teil verticken will. Weiss jemand, warum das Ding so teuer ist, ob es wirklich Musik neu definiert und wo der Unterschied zu einem MP3-Player liegt, der solche Dateien auch wiedergeben kann?
5. das übliche Heifei-Woodoo...
whocaresbutyou 14.07.2014
Zitat von W. RobertWorum geht es? Mit Flac kann man CD-Daten verlustfrei etwa um die Hälfte schrumpfen, und ich habe längst meine gesamte CD-Sammlung mit Flac abgespeichert. Bei Youngs „Pono“ geht es aber um 24 bit Musik, diese Tonqualität kennt man von der Blu Ray als DTS oder Master Audio. Das ist über eine gute Anlage dem 16 bit Format tatsächlich überlegen. Und hier beginnt auch das Problem: Das erfordert einen guten Digital-Analogwandler, der bislang im Kleinformat einfach nicht existiert. Zudem liegt eben fast die gesamte „Rockhistory“ nur im 16 Bit Format vor. Dazu kommt noch die begrenzte Speicherkapazität des Mobilplayers. Da bin ich skeptisch, ob das viel mehr als ein Spielzeug wird. Ich speichere meine 24 bit Files auf der Festplatte, und spiele sie mit einem Mediaplayer und einem guten DA-Wandler über meine Hifi-Anlage ab. Viel besser geht das nicht. Vielleicht setzen ja auch bald die Spitzenhandys auf die 24.Bit-Technik. An eine gute stationäre Anlage kommt das aber nicht heran. Richtig ist: Die CD entspricht längst nicht mehr der Studioqualität eines 24 Bit Masters, und die 24 Bit Files werden schon allmählich einen Nischenmarkt erobern.
von einem ordentlichen Kopfhörer, der diese Details auch noch wiedergeben kann mal ganz zu schweigen. Nichts, was in eine Ohrmuschel hineinpasst, braucht einen Lossless-Player. Davon mal abgesehen sind Lossless-Dateien um ein Vielfaches größer als mp3 und somit hat man bei gleichem Speicher weniger Musik dabei und das Laden einer Datei am PC dauert länger. Davon mal ganz abgesehen... wer bitte steckt sich freiwillig einen dreieckigen (!) Player in die Hosentasche?
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